In Untermarchtal jubelten acht Schwestern über ihr 70. Schwesternjubiläum und 30 weitere feierten 65, 60, 50, 40 und 25 Jahre. Eine schöne Fügung war, dass das Fest auf den Gedenktag von Luise von Marillac fiel, die einst zusammen mit Vinzenz von Paul die Vinzentinerinnen gründete. Der Ausspruch „Gott will, dass wir heiter seien“ zeugt von der Spiritualität der französischen Heiligen. Und genauso heiter feierten die Schwestern in einem Gottesdienst in der Vinzenzkirche gemeinsam mit dem emeritierten Weihbischof Dr. Johannes Kreidler, Spiritual Udo Hermann, dem Münsterchor aus Schwäbisch Gmünd unter der Leitung von Kirchenmusikdirektor Stephan Beck sowie Joachim Schreiber, dem Regionalkantor in Neustadt an der Donau, an der Orgel.
Mitte Juni stehen weitere Professjubiläen an: Zehn Schwestern in Straßburg und Heppenheim feiern 40, 60, 65 und 70 Jahre Schwesternleben. Und alle zusammen blicken sie zurück auf 2905 Jahre „Ja" zu ihrer Berufung als Vinzentinerinnen. Hintergrund ist der Transformationsprozess der Gemeinschaft, der die Untermarchtaler Schwesterngemeinschaft im vergangenen Jahr mit den Vinzentinerinnen aus Heppenheim und Straßburg zur Provinz Untermarchtal fusionieren ließ, um Kräfte zu bündeln und gemeinsam in die Zukunft zu gehen. Und so waren und sind die Professjubiläen - wie andere Jubiläen auch - geprägt von dankbarem Rückblick sowohl auf Schönes und Erfüllendes als auch auf Herausforderndes und von vertrauensvoller Neugier auf Kommendes. Manche Jubilarin mag sich gefragt haben: Wo ist eigentlich die Zeit hin?