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36 Stunden für soziale Gerechtigkeit

Mit vielen Veranstaltungen unterstützen die Mitglieder der KAB am Wochenende die Pflegekräfte.

Stuttgart

Gute Arbeit in der Pflege steht im Mittelpunkt der Mitmach-Aktion der KAB.

Vom 9. bis 11. Oktober 2020 arbeiten Mitglieder der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) an vielen Orten in der gesamten Diözese 36 Stunden für soziale Gerechtigkeit. Die Mitmach-Aktion steht unter dem Motto „Es gibt nichts Gutes außer man tut es“. Menschen jeden Alters, die sich für ein soziales Engagement begeistern, können mitmachen. Ganz gleich, ob sie eine, drei oder sechs Stunden Zeit dafür einbringen.

Als Bewegung für soziale Gerechtigkeit wolle die KAB die Politik mitgestalten, damit sie dem Menschen diene. Angesichts der angespannten Lage in der Pflege, fordert die KAB mehr Solidarität mit den Pflegekräften. Sie und alle anderen Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen in der Pflege brauchen gute Arbeitsbedingungen, um ihre anspruchsvolle Aufgabe erfüllen und Menschen würdevoll betreuen zu können. „Pflege muss als gesellschaftliche Aufgabe gemeinwohlorientiert organisiert werden, dafür muss die Politik jetzt endlich den dringend erforderlichen gesetzlichen Rahmen schaffen“, erklärt KAB-Diözesansekretärin Svenja Gruß zum Auftakt der 36-Stunden-Aktion der KAB.

In der ganzen Diözese Rottenburg-Stuttgart führen KAB-Gruppen Aktionen durch. Bereits angemeldete Projekte sind Streuobst-Sammelaktionen zu Gunsten von Selbsthilfeprojekten in Uganda, Upcycling-Workshops zur Herstellung von Mundschutzmasken und  Gottesdienste zum Thema „Pflege braucht Zukunft“.

Kampagne zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen in der Pflege

Mit der Kampagne zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen in der Pflege macht die KAB im Vorfeld zur Landtagswahl auf die zunehmende Belastung im Pflegebereich aufmerksam. Die im Juli gestartete Petition „Pflege braucht Zukunft“ hat mittlerweile über 44.000 Unterzeichner und fordert ganz konkrete Verbesserungen in der Pflege. So bedarf es laut KAB im Arbeitszeitgesetz dringend verlässlicher Erholungsphasen – nach sieben Tagen Arbeit braucht es unbedingt zwei Tage frei. Um gute Tarife in der Pflege finanzieren zu können, müssten Beiträge nicht nur aus Löhnen, sondern solidarisch aus allen Einkunftsarten z.B. auch aus Aktiengewinnen generiert werden. Bei den vielfältigen Aktionen der 36-Stunden-Aktion vor Ort werden auch Unterschriften für die Petition gesammelt. "Denn echte Wertschätzung für unsere Pflegekräfte muss sich in guten Arbeitsbedingungen ausdrücken", betont Maria Sinz, Sekretärin für Pflegepolitik, beim Start der Kampagne.

Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage der KAB.

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