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700-Jahr-Feier für das Münster Heiligkreuztal

Jubiläums-Programm mit öffentlicher Tagung, Führungen und Abendkonzert / Bischof Gebhard Fürst feiert Festgottesdienst

Heiligkreuztal

700 Jahre Münster Heiligkreuztal. Aus diesem Anlass steht das ehemalige Zisterzienserinnenkloster im Landkreis Biberach im Mittelpunkt einer der Öffentlichkeit zugänglichen Tagung in der Zeit von Freitag bis Sonntag, 26. bis 28. Juli. Themen sind die Kunst- und Architekturgeschichte der Klosteranlage sowie Leben und Wirken der Zisterzienserinnen. Zudem gibt es Führungen und ein Abendkonzert. Anlässlich des Anna- und Klosterfests am Sonntag, 28. Juli, hält Bischof Dr. Gebhard Fürst ab 10 Uhr einen Festgottesdienst im Münster.    

Die hochkarätige Tagung steht unter dem Titel „Geistliche Frauen im Mittelalter“ und wurde in den vergangenen drei Jahren seitens dem Geistlichen Zentrum Kloster Heiligkreuztal, der Stephanus-Gemeinschaft, dem Geschichtsverein der Diözese Rottenburg-Stuttgart, der Akademie der Diözese und der Organisation Schlösser und Gärten, Baden-Württemberg, sowie mit Hilfe des Ausbildungszentrums der Diakone und dem K-Punkt Ländlicher Raum in Heiligkreuztal auf die Beine gestellt. Mitfinanziert wird die Tagung von der Stiftung Oberschwaben und der Gesellschaft Oberschwaben. Im Anschluss an das Wochenende ist eine Buchveröffentlichung vorgesehen. Der Förderverein Kloster Heiligkreuztal bereitet zudem die Veröffentlichung einer Sonderbriefmarke vor, mit deren Erwerb der Erhalt der Klosteranlage und deren Kunstgegenstände unterstützt werden soll. 


Zum Hintergrund:

Nach dem Auszug der letzten vier Zisterzienserinnen im Jahr 1843 kam es 1972 zum Erwerb der zerfallenen Klosteranlage durch die Stefanus-Gemeinschaft, die sie renovierte und in den folgenden Jahrzehnten zur Bildungs- und Begegnungsstätte ausbaute. Seit 1998 befindet sich das Ausbildungszentrum für Ständige Diakone der Diözese Rottenburg-Stuttgart in Heiligkreuztal, 1999 öffnete das neue Geistliche Zentrum Heiligkreuztal der Diözese und 2008 kam es zur Gründung der Frommen Josefs Vereinigung von Heiligkreuztal und zur Entwicklung eines Zukunftsprojekts für das Kloster durch die Diözese und die Stefanus-Gemeinschaft. 2009 folgte die Übernahme des Betriebs der Bildungsstätte, des Klosterladens und der Klostergaststätte durch den kirchlichen Eigenbetrieb „Die Tagungshäuser der Diözese Rottenburg-Stuttgart“ und zu weiteren Investitionen in bauliche Maßnahmen. Zur Förderung der Pastoral und der sozialen Entwicklung im ländlichen Raum schloss sich im Jahr 2013 schließlich  die Einrichtung des K-Punkts Ländliche Entwicklung im ehemaligen Kloster durch die Diözese Rottenburg-Stuttgart an. In den Jahren zwischen 2012 und 2016 wurde der Bruder Klaus-Visionenweg in den Nischen der westlichen Innenklausurmauer errichtet. 

Das Kloster Heiligkreuztal wurde 2017 in die Europäische Charta der Zisterzienserabteien und  -stätten aufgenommen. An wenigen Orten lasse sich ein mittelalterliches Kloster und die umgebende, von den mittelalterlichen Klosterfrauen und ihren Bediensteten geprägte Landschaft, in so reiner Form erleben, wie in Heiligkreuztal, heißt es seitens der Charta, die in elf europäischen Ländern vertreten ist. 

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