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Als neue Caritasregion nah bei den Menschen

Aus Biberach-Saulgau und Ulm-Alb-Donau wurde die Caritas Ulm-Biberach - beim Neujahrsempfang stand die soziale Verbundenheit im Mittelpunkt.

Laupheim
Sara Sigg steht am Mikrofon vor einem großen Fenster.

Sara Sigg, Leiterin der Caritasregion Ulm-Biberach, begrüßt Mitarbeitende und Gäste - Foto: DRS/Waggershauser

Wie ein Paar, das eben erst zusammengezogen ist, so fühlte sich die Caritasregion Ulm-Biberach bei ihrem Neujahrsempfang an. Dass die Vereinigung der beiden ehemaligen Regionen Biberach-Saulgau und Ulm-Alb-Donau zum Jahresbeginn mehr ist als eine reine Zweckheirat, das strahlte das neue gemeinsame Leitungsteam am vergangenen Freitag im katholischen Gemeindehaus in Laupheim aus. Es zeigte sich motiviert, gemeinsam die Zukunft zu gestalten und vor allem für die Schwächsten in der Gesellschaft „anstößig, offen und professionell“ da zu sein, wie Regionalleiterin Sara Sigg es ausdrückte. „Groß sein, wenn es hilfreich ist, und klein sein, wenn dies gebraucht wird“, skizzierte sie den zukünftigen Weg nahe bei den Menschen. Das Zusammenlegen der beiden „Haushalte“, also unter anderem der Homepages und Telefonnummern, sei dagegen noch im Gange.

„Zusammen geht was“ - Professor Dr. Bernd Hillebrand, Pastoraltheologe in Graz und Priester der hiesigen Diözese, griff das Caritas-Jahresmotto in seinem Impulsvortrag vor Vertreter:innen der Dekanate Ehingen-Ulm, Biberach und Saulgau, der Politik, der Landkreise und Kommunen sowie verschiedener sozialer Trägerorganisationen und Caritas-Partner auf. Dem um sich greifenden Neoliberalismus, in dem das Recht des Stärkeren gelte, stellte er die soziale Verbundenheit als Gesellschaftsmodell gegenüber. Diese ließe sich nicht verordnen, aber in Begegnung und im Zusammenwirken lernen. Persönliche Beziehung vernetze möglichst viele Menschen, die dort leben, in ihrem konkreten Umfeld. Das Geben ohne Gegenleistung aufgrund des Vertrauens, wie es für Eltern gegenüber ihren Kindern oder für Gott gegenüber den Menschen selbstverständlich sei, sei zwar riskant, „aber darin liegt Glück und Hoffnung“, betonte Hillebrand.

Die Fachleitungen aus beiden Ursprungsregionen blicken nach vorne

Wie die Caritasregion Ulm-Biberach Begegnungsräume für diese soziale Verbundenheit im Netzwerk mit vielen Träger:innen in der Region schafft, konkretisierten die Fachleitungen für soziale Hilfen, soziale Sicherung, Solidarität sowie Wirtschaft und Finanzen im Interview mit Moderatorin Nicole Jerski. Verschiedene Beratungsstellen, die Wohnungshilfe oder Hilfen im Alter sind nur einige Beispiele. Sara Sigg leitete ab April 2023 die Caritas Biberach-Saulgau und nach dem Zusammenlegungsbeschluss ab September 2024 auch die Caritas Ulm-Alb-Donau. Sie ist nun froh, dass das „Zwischen“ vorbei ist. „Wir unterstützen von vor der Geburt bis nach dem Tod“, fasst sie die Bandbreite der Caritasarbeit zusammen. Die Zukunftshoffnung unterstrich der Kinderchor Baustetten, der unter anderem mit einem Lied übers Wetter das Publikum zum Schmunzeln brachte.

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