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Andachtsraum mit Lichtkunst im Zentrum

Im Wohnpark der St. Elisabeth-Stiftung auf der Ochsenhausener Rottuminsel finden junge und alte Menschen Unterstützung.

Ochsenhausen
Im Hintergrund das abgewinkelte Gebäude des Wohnparks, davor plätschert die Rottum durch Gras und Büsche.

Der neue Wohnpark am Ufer der Rottum in Ochsenhausen - Foto: DRS/Waggershauser

Wie ein etwas geschwungenes „L“ füllt der neue Wohnpark der St. Elisabeth-Stiftung das von zwei Armen der Rottum umflossene und an einem zentralen Kreisverkehr gelegene Gelände mitten in Ochsenhausen. Gegenüber vom Haupteingang im Knick des Gebäudes gab die Foto- und Videokünstlerin Karen Irmer einem zunächst eher unscheinbaren Raum meditativ-bewegten Charakter. Anne Hitzker-Lubin schuf Altar und Ambo für den „Raum der Mitte“, der nicht nur für Gottesdienste genutzt werden soll. Nach mehreren coronabedingten Verschiebungen erhalten er und das ganze Gebäude in ökumenischer Verbundenheit am morgigen Freitag den kirchlichen Segen. Ein öffentliches Sommerfest folgt.

Wenn Besucher des Pflegeheims, Senioren von „Wohnen mit Service“, Patientinnen und Patienten nach einer Therapie oder Familien in Krisensituationen, die der Allgemeine Soziale Dienst (ASD) des Biberacher Kreisjugendamtes unterstützt, in dem für sie gebauten Haus Ruhe suchen, sind die Erwartungen an einen Sakralraum wohl sehr unterschiedlich. Die Idee, nicht mit Gemälden, Figuren oder bunten Fenstern ein religiöses Umfeld zu schaffen, sondern mit sich langsam bewegenden und über die Wände wandernden Licht-Schatten-Bildern die Menschen zur Ruhe und zu sich selbst kommen zu lassen, ist in der Diözese Rottenburg-Stuttgart neu.

„Das ist zeitgemäß, was die da machen“, zeigt sich der Rottenburg-Stuttgarter Diözesanbaumeister Thomas Schwieren beeindruckt. Obwohl der Raum von seinen Dimensionen schlicht und nüchtern sei, hebe er sich durch die Assoziationen, die die Lichtkunst auslöse, aus dem Rest des Gebäudes heraus. „Er wirkt kontemplativ und führt aus dem Alltag heraus“, betont der Leiter des Bischöflichen Bauamts. Die Diözese fördert den „Raum der Mitte“ aus dem Fonds für caritativ selbstständige Einrichtungen. „Durch dieses kleine, aber feine Projekt wird die Breite an Gestaltungsmöglichkeiten weiter“, freut sich Schwieren.

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