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Andrea Doll übernimmt interimsweise die Geschäftsführung

Die 41-Jährige trägt Sorge für das reibungslose Funktionieren der Kommission sexueller Missbrauch und nimmt Missbrauchs-Meldungen entgegen.

Rottenburg am Neckar
Andrea Doll hat zum 1. Dezember übergangsweise die Geschäftsführung der Kommission sexueller Missbrauch der Diözese Rottenburg-Stuttgart (KsM) von Theresia Werner übernommen.

Andrea Doll hat zum 1. Dezember übergangsweise die Geschäftsführung der Kommission sexueller Missbrauch der Diözese Rottenburg-Stuttgart (KsM) von Theresia Werner übernommen. Bild: DRS

Andrea Doll hat zum 1. Dezember übergangsweise die Geschäftsführung der Kommission sexueller Missbrauch der Diözese Rottenburg-Stuttgart (KsM) von Theresia Werner übernommen. Werner befindet sich bis Januar 2023 im Mutterschutz und der sich anschließenden Elternzeit.

Die 41-jährige Diplom-Sozialpädagogin war von 2010 bis 2021 als Dekanatsjugendreferentin in den Dekanaten Böblingen und Calw tätig und beim bischöflichen Jugendamt auch in der Arbeitsgruppe „Expertise Kindeswohl“. In dieser Zeit absolvierte Andrea Doll eine berufsbegleitende Weiterbildung zur Systemischen Beraterin und eine Weiterbildung zum Thema „Prävention von sexueller Gewalt von Kindern und Jugendlichen“.

Andrea Doll ist verheiratet und Mutter zweier Kinder. 

Die KsM ist eine interdisziplinäre Kommission, die mehrheitlich mit ehrenamtlichen Personen besetzt ist, die nicht im Dienstverhältnis zur Diözese stehen oder standen. Seit ihrer Konstituierung im Jahr 2003 wird sie von hochrangigen Personen des öffentlichen Lebens geleitet. Seit April 2014 ist dies Dr. Monika Stolz, frühere Arbeits- und Sozialministerin des Landes Baden-Württemberg.

Die KsM nimmt konkrete Hinweise zu Missbrauchsfällen entgegen, geht diesen nach und spricht dem Bischof gegenüber eine Empfehlung aus, wie mit Betroffenen und Beschuldigten umgegangen werden soll. Die KsM geht jeder Anfrage und jedem Hinweis gewissenhaft nach. Eine Anzeige erfolgt – auch unter Einbeziehung des Willens der Betroffenen – bei der Staatsanwaltschaft.

In der Diözese Rottenburg-Stuttgart sind seit 2002 alle kirchlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dazu verpflichtet, Verdachtsfälle zu melden. 

Als Geschäftsführerin der KSM trägt Andrea Doll Sorge für das reibungslose Funktionieren der Kommission und für die Umsetzung ihrer Entscheidungen. Zu ihren Aufgaben zählt unter anderem die Unterstützung und Zusammenarbeit mit Dr. Monika Stolz und mit Bischof Dr. Gebhard Fürst.

Als Geschäftsführerin der KsM nimmt sie Meldungen von sexuellem Missbrauch entgegen und leitet Anträge auf Anerkennung des erfahrenen Leids an die Unabhängige Kommission für Anerkennungsleistungen weiter. Außerdem steht sie in Kontakt mit den Betroffenen.

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