Welche Unterstützung erhalten die Beteiligten bei den anstehenden Veränderungen durch das Programm „Digitalstrategie“?
Silke Ried: Unterstützung möchten wir im Rahmen des Change-Managements in verschiedenen Bereichen anbieten: Das beginnt mit der Befähigung zum erfolgreichen und mutigen Umgang mit Veränderungen, geht über die Qualifizierung in digitalen Kompetenzen bis hin zu Feedback- und Austauschformaten. Regelmäßige Updates zum Stand der Projekte erhalten Sie über den Newsletter „Kirche der Zukunft“ oder unsere Programm-Website digitalstrategie.drs.de. In regelmäßigen Informationsformaten haben Sie darüber hinaus die Möglichkeit, Fragen zu stellen und Feedback zu geben. Sie können sich jederzeit mit Fragen an uns beide oder über die zentrale Mailadresse wenden. Wir möchten gerne verstehen, was Ihnen wichtig ist und was Sie brauchen, damit Sie die Veränderungen, die die Projekte der Digitalstrategie mit sich bringen, gut mitgehen und aktiv mitgestalten können.
Wie gehen Sie mit unterschiedlichen Erwartungen oder auch Skepsis gegenüber digitalen Veränderungen um?
Silke Ried: Unterschiedliche Erwartungen sind für uns nachvollziehbar und verständlich. Nicht jede einzelne Erwartung werden wir bedienen können und auch nicht innerhalb kurzer Zeit. In der IT-Infrastruktur müssen für viele Projekte erst einmal die Voraussetzungen geschaffen werden. Stellen Sie sich dafür gerne einmal ein Schiff vor. Sie befinden sich an Deck oder in einer der Kabinen. Was im Maschinenraum passiert, bekommen Sie vermutlich nicht mit. So ist es mit der IT-Infrastruktur, an der gearbeitet werden muss, damit darauf im Programm „Digitalstrategie“ aufgebaut werden kann. Dafür bitten wir um Verständnis.
Wolfgang Zilk: Auch Skepsis ist für uns nicht ungewöhnlich und sogar gut. Lassen Sie uns wissen, wobei Sie skeptisch sind und welche Hinweise Sie uns geben möchten. Wir nehmen alle Hinweise ernst und berücksichtigen sie nach Möglichkeit und Nutzen beim weiteren Vorgehen in den Projekten und der Programmsteuerung.
Es haben bereits zwei Online-Infoveranstaltungen stattgefunden. Wer waren die Teilnehmenden und welche Fragen oder Anliegen haben die Teilnehmenden besonders bewegt?
Silke Ried: Wir freuen uns über eine große Resonanz bei den Infoveranstaltungen! In der vergangenen Woche haben bis zu 85 Personen teilgenommen, für die kommende Woche haben sich 110 Personen angemeldet. Die größte Teilnehmergruppe sind Mitarbeitende an unterschiedlichen Stellen der Diözese: aus Kirchengemeinden, Verwaltungszentren, Dekanaten, dem Bischöflichen Ordinariat und weiteren Stellen in der Organisation waren Teilnehmende dabei. Ebenso haben sich einige ehrenamtliche Personen die Zeit für die Infoveranstaltung genommen, was uns auch gefreut hat.
Wolfgang Zilk: Das Programm „Digitalstrategie“ mit seinen insgesamt 30 Handlungsempfehlungen bis zum Jahr 2030 wird als mächtig wahrgenommen, insbesondere vor dem Hintergrund, dass es parallel weitere Veränderungen in der Organisation gibt. Dabei gilt es für uns, gut darauf zu achten, dass wir nicht überfordern und uns gut mit den anderen Programmen im Prozess „Kirche der Zukunft“ abstimmen. Es gab viele unterschiedliche Fragestellungen, die formuliert wurden, die wir in einem FAQ nach Abschluss aller Veranstaltungen beantworten und auf der Website veröffentlichen werden.
Silke Ried: Es wurde auch Ungeduld geäußert, wann denn alles, worüber wir aktuell sprechen, endlich konkret wird. Wir verstehen diese Ungeduld gut – sie zeigt uns auch, wie groß die Vorfreude auf die Verbesserungen durch die Digitalisierung ist. Gleichzeitig bitten wir um Verständnis, dass wir im Dezember vergangenen Jahres erst die Erhebungsphase mit der Ableitung von Handlungsempfehlungen und die Planung des weiteren Vorgehens abgeschlossen haben. Aktuell sind wir dabei, die Projekte zu besetzen, den Projektmanagement-Standard fertigzustellen und die Projekte zu starten. Konkrete Ergebnisse werden kommen. Rom wurde nicht an einem Tag erbaut, so geht es uns hier im Programm „Digitalstrategie“ auch.
Was ist Ihnen für das Jahr 2026 besonders wichtig?
Wolfgang Zilk: Uns ist wichtig, die Projekte professionell zu starten, gut zu besetzen und dann richtig loszulegen. Auch wir sind ungeduldig und voller Aktionsdrang und freuen uns selbst darauf, konkrete Ergebnisse zu erzeugen! Wir wünschen uns die Unterstützung aus der gesamten Diözese, um unsere anspruchsvollen Projekte erfolgreich umzusetzen und uns mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Lassen Sie uns gemeinsam lösungsorientiert nach vorne schauen, geprägt von gegenseitiger Unterstützung, Mut, Vertrauen, Hoffnung und Glauben.
Was möchten Sie allen Mitarbeitenden in der Diözese mit Blick auf die Digitalstrategie mitgeben?
Wolfgang Zilk und Silke Ried: Bleiben Sie dran! Schauen Sie uns kritisch auf die Finger und zugleich: unterstützen Sie uns bei den anspruchsvollen Aufgaben, die wir uns vorgenommen haben, um Ihren beruflichen Alltag besser zu machen und damit den eigentlichen Auftrag auch für die Zukunft weiter gemeinsam zu gewährleisten: den Dienst am Menschen, die Seelsorge in all ihren Facetten.