Das Beste geben: Gott ins Herz
Das Leitwort des Tages „Brennend auf Mission bedacht“ ist dem Jeningen-Lied von Peter Gerloff entnommen. Pater Philipp war mit innerem Feuer unterwegs, das er seinem Ordensgründer Ignatius ablas, in dessen Namen das lateinische Wort „ignis“ (dt.: Feuer) steckt. Unter Mission verstand Philipp, zu den Menschen zu gehen, um ihnen Gott einzuprägen, um ihnen nicht irgendetwas, sondern das Beste zu geben – Gott ins Herz. Hier gingen die Jesuiten bedächtig vor, indem sie mit heiliger Sorgfalt neue Formen der Verkündigung entwickelten, in Hochachtung vor der Tradition, weil das Neue aus dem Alten Kraft schöpft. In der aktuellen kirchlichen Reformmechanik, die Neues krampfhaft erzwingen will, ist dies neu zu bedenken und wiederzugewinnen.
Eine der fünf Missionsrouten Jeningens
Neuburg ist Teil einer der fünf etablierten Missionsrouten Philipp Jeningens, von denen eine erste über Neuburg an der Donau und Donauwörth unter anderem nach Monheim, Wemding, Hochaltingen und Fremdingen und schließlich nach Ellwangen zurückführte. Pater Philipp besaß vom damaligen Visitator der oberdeutschen Jesuitenprovinz auch die offizielle Vollmacht, in Neuburg zu arbeiten, was er aber bis 1697 wohl noch nicht genutzt hatte.
Zur Zeit Philipp Jeningens wohnten gut 4000 Menschen in der Stadt. Neuburg war ein wichtiger Brückenkopf, an dem die Straßen von Eichstätt, Ingolstadt und Monheim zusammenkommen und nach Donauwörth führen.
Spurensucher-Exkursionen neu aufgelegt
Bei den Pater-Philipp-Exkursionen 2006 bis 2011 hatte die „action spurensuche“ Orte besucht, an denen Philipp Jeningen längere Zeit lebte und wirkte, so etwa Eichstätt, Ingolstadt, Landsberg, Mindelheim, Dillingen und Altötting. In der jetzt beginnenden und auf viele Jahre angelegten Fortsetzung geht es um Städte, die der Volksmissionar bei seinen ausgedehnten Missionsreisen aufgesucht hat, aber auch solche, die ein ausgeprägtes jesuitisches Gepräge haben. Neuburg an der Donau erfüllt beide Kriterien in außerordentlicher Weise.