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Auf nach Berlin

Sternsinger aus Fellbach-Schmiden vertreten die Diözese Rottenburg-Stuttgart bei Bundeskanzler Olaf Scholz und bringen ihm den Segen.

Fellbach/Berlin
Sternsinger aus Fellbach reisen zu Bundeskanzler Scholz nach Berlin

Vier Sternsinger machen sich bereit für die Reise zum Bundeskanzler nach Berlin – v.li. Christoph Völkel mit Stern, Johanna “Jona“ Pohl, Josefine Kindler, Karin Wieland als Begleitperson und Linus Horvat. Bild: Christian Kindler

Vier Kinder aus der katholischen Pfarrgemeinde Zur Allerheiligsten Dreifaltigkeit in Fellbach-Schmiden vertreten am Donnerstag, 5. Januar, um 14 Uhr die Diözese Rottenburg-Stuttgart beim Sternsinger-Empfang von Bundeskanzler Olaf Scholz in Berlin. Die Mädchen und Jungen aus Schmiden hatten sich zusammen mit Karin Wieland, die seit Jahren die Sternsinger-Aktion in Schmiden ehrenamtlich mitorganisiert, am Sternsinger-Wettbewerb der 65. Aktion Dreikönigssingen beteiligt und beim Preisrätsel die richtige Lösung gefunden. Bei der anschließenden Ziehung der diözesanen Gewinner hatten sie zudem das nötige Losglück. Bundeskanzler Olaf Scholz begrüßt erstmals eine große Sternsingerschar im Bundeskanzleramt. 108 Sternsingerinnen und Sternsinger aus allen 27 deutschen Diözesen sind dabei.

Die vier Sternsinger aus Schmiden haben zusammen mit ihrer Begleiterin vor der großen Reise in die Hauptstadt schon mal die Gewänder „gecheckt“. „Seit Jahren beteiligen wir uns an dem Sternsingerrätsel, aber diesmal haben wir richtig Glück“, sagt Karin Wieland. „Für die Kinder ist das natürlich eine große Freude und auch eine Anerkennung“, sagt Wieland und unterstreicht das hohe Engagement der rund 45 Kinder aus ihrer Gemeinde, die sich auch in diesem Jahr wieder als Sternsingerinnen und Sternsinger auf den Weg machen. „Mit den anderen Sternsingerin zu sein, macht immer richtig Spaß“, findet Josefine Kindler. Die 13-Jährige hat sich wieder für alle vier Sternsinger-Termine in Schmiden angemeldet. Dass sie auch mit nach Berlin darf, findet sie „echt cool“.

Auch bei Ministerpräsident Kretschmann sind Sternsinger aus Schmiden

Zwar dürfen nur vier Kinder mit nach Berlin, aber ein weiteres Team aus Schmiden ist eingeladen, gemeinsam mit Sternsinger-Gruppen aus Baden-Württemberg den Segen in den ersten Januartagen zu Ministerpräsident Kretschmann nach Stuttgart zu bringen.

Bis zum 8. Januar sind die Sternsinger und Sternsingerinnen dann mit vier bis sechs Gruppen in Fellbach-Schmiden unterwegs. „Kinder stärken, Kinder schützen – in Indonesien und weltweit“ heißt das Motto der kommenden Aktion, bei der die Sternsinger auf den Schutz von Kindern vor Gewalt und Gefahren aufmerksam machen. Das Beispielland ist Indonesien. Bundesweit eröffnet wird die Aktion Dreikönigssingen am Freitag, 30. Dezember in Frankfurt am Main.

Seit 1984 bringen die Sternsinger jedes Jahr ihren Segen „Christus mansionem benedicat – Christus segne dieses Haus“ ins Bundeskanzleramt. Aus allen Himmelsrichtungen reisen sie in ihren prächtigen Gewändern, mit ihren goldenen Sternen und glänzenden Kronen in die Bundeshauptstadt. Dass die Schmidener Sternsinger zum Bundeskanzler gehen, bewegt auch die Gemeindemitglieder der Heimatgemeinde. „Mehrfach wurden uns schon, teils zwinkernd und schmunzelnd, politische Wünsche an Herrn Scholz mit auf den Weg gegeben“, erzählt Karin Wieland.

Sternsinger sind weltweit größte Solidaritätsaktion

1959 wurde die Aktion erstmals gestartet. Inzwischen ist das Dreikönigssingen die weltweit größte Solidaritätsaktion, bei der sich Kinder für Kinder engagieren. Rund 1,27 Milliarden Euro sammelten die Sternsinger seit dem Aktionsstart, mehr als 77.400 Projektmaßnahmen für benachteiligte und Not leidende Mädchen und Jungen in Afrika, Lateinamerika, Asien, Ozeanien und Osteuropa wurden in dieser Zeit unterstützt. Gefördert werden Programme in den Bereichen Bildung, Gesundheit, Pastoral, Ernährung und soziale Integration. Die Aktion wird getragen vom Kindermissionswerk ‚Die Sternsinger‘ und vom Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ).

Weitere Informationen über die Sternsinger aus Schmiden

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