Zum Inhalt springen

„Auftrag, dafür zu sorgen, dass Jesu Liebe bleibt“

Patrick Kurfess und Tim Miller haben am Samstag im Rottenburger Dom von Weihbischof Dr. Gerhard Schneidert die Weihe zum Diakon empfangen.

Rottenburg
Diözese Rottenburg-Stuttgart

Am 24. Februar 2024 wurden Patrick Kurfess und Tim Miller von Weihbischof Gerhard Schneider im Dom St. Martin in Rottenburg zu unständigen Diakonen geweiht. Weihbischof Gebhard Schneider (Mitte) weiht Tim Miller durch Handauflegung zum Diakon. Foto: Diözese Rottenburg-Stuttgart / Jochen Wiedemann

Weihbischof Schneider begrüßte zu Beginn des festlichen Gottesdienstes die beiden Weihekandidaten mit den Worten: „Sie stellen heute ihr Leben bewusst auf ein neues Fundament  - auf ein Fundament des Glaubens. Für unsere Diözese ist dies ein großes Fest der Freude.“

Patrick Kurfess aus Tomerdingen (Dekanat Ehingen-Ulm) und Tim Miller aus Waldburg (Dekanat Allgäu-Oberschwaben) hatten sich nach Jahren des Studiums in Tübingen und Rom und während ihrer Ausbildung am Priesterseminar der Diözese Rottenburg-Stuttgart auf ihre künftigen Aufgaben vorbereitet. Zu den Ausbildungsinhalten zählten beispielsweise Unterrichtseinheiten in Liturgie, Pastoralpsychologie oder Religionspädagogik sowie die theoretische und praktische Beschäftigung mit den drei wesentlichen Dimensionen des kirchlichen Lebens: Liturgie, Verkündigung und Diakonie.

In seiner Predigt ging Weihbischof Schneider auch auf die Weiheversprechen ein, die die beiden Weihekandidaten im Anschluss ablegen würden. Das erste Versprechen, in dem die Bereitschaft, sich zum Dienst in der Kirche weihen zu lassen abgefragt werde, sei vor ein paar Jahren noch kein Thema gewesen. „Das ist heute anders. Man redet immer weniger über das, was Kirche eigentlich ist. Es wird schwieriger und manchmal verschweigt man es doch lieber“, sagte Weihbischof Schneider. Dabei gebe Jesus uns im heutigen Evangelium den Auftrag, dafür zu sorgen, dass seine Liebe bleibt, auch wenn er nicht mehr da ist.  „Das Amt des Diakons ist der Auftrag an Sie dafür sorgen, dass die Liebe Jesu in der Welt bleibt“, gab Weihbischof Schneider Patrick Kurfess und Tim Miller mit auf den Weg, bevor er den beiden Weihekandidaten durch Handauflegung und Weihegebet im Beisein ihrer Familien, vieler Freunde und Weggefährten das Amt des Diakons übertrug. 

Musikalisch gestaltet wurde der Festgottesdienst durch den Rottenburger Domchor, der Schola der St. Michael Chorknaben aus Schwäbisch Gmünd, Kantorin Antonia Löffler und Domorganist Georg Oberauer unter der Leitung von Domkapellmeister Christian Schmitt.

Mehr zum Autor

Aktuelles

zum Thema

Wikimedia CC0/ Armin Appel

Kloster Obermarchtal erhält Förderung für historische Dachstuhlsanierung

Obermarchtal

Das Land Baden-Württemberg unterstützt die denkmalgerechte Sanierung des historischen Dachstuhls im Kloster Obermarchtal.

Lea-Theresa Berg

Im Dialog über die Kirche der Zukunft

Rottenburg am Neckar

Rund 1000 Mitarbeitende kommen zu einer Veranstaltungsreihe und nehmen an Workshops, Gesprächsrunden und Gottesdiensten teil.

Aktuelles

aus der Diözese Rottenburg-Stuttgart

Angelika Sönnichsen

Frieden wächst, wo Menschen einander begegnen

Rottenburg

Bischof Dr. Klaus Krämer besucht Friedens-, Bildungs- und Klimaprojekte in Burundi. Die Reise zeigt, wie langjährige Partnerschaft Zukunft schafft.

Christine Eberle

Kunst zum Entdecken und Nachdenken

Ellwangen (Jagst)

Eine Ausstellung mit Werken von Judith Wettemann-Ebert knüpft an die Themen der Landesgartenschau und besonders an die dortige Blumenschau an.

Markus Waggershauser

Im Storchengang durchs kalte Wasser

Jordanbad

Wassertreten im Kneippbecken ist gut für die Gesundheit und erfrischt im Biberacher Jordanbad und anderswo Körper und Seele - nicht nur im Sommer.

Constanze Stark

Eine Kirche mit außergewöhnlicher Geschichte

Hechingen

Eine alte Legende erzählt, dass Engel die Wallfahrtskirche über Nacht an ihren heutigen Ort getragen haben. Doch was steckt dahinter?

Markus Waggershauser

Friedensglocken verbinden Deutsche und Tschechen

Aichtal

Gegenbesuch von Pilgern aus Grötzingen und Lustnau in Pìst‘ stärkt die freundschaftlichen Beziehungen zwischen den Gemeinden der beiden Länder.