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Baustart für das Sozialprojekt Inklusiva

Die Kirchengemeinde St. Joseph und die Caritas Heilbronn-Hohenlohe schaffen gemeinsam einen besonderen Ort für Wohnen und Begegnung in Innenstadtnähe.

Öhringen
Die Beteiligten starten mit einem symbolischen Spatenstich die Bauarbeiten.

Die Beteiligten starten mit dem symbolischen Spatenstich die Bauarbeiten. Foto: DRS/Guzy

Ein Modell zeigt die beiden Häuser, die entstehen sollen: ein langgezogenes zweigeschossiges Gebäude und ein kürzeres dreigeschossiges Gebäude.

Ein Modell zeigt die beiden Häuser, die zur Straße hin entstehen sollen: ein langgezogenes zweigeschossiges Gebäude und ein kürzeres dreigeschossiges Gebäude. Foto: DRS/Guzy

Nachdem das Pfarrbüro-Gebäude der Kirchengemeinde St. Joseph an der Ecke Hunnenstraße/ Am Cappelrain in Öhringen im Frühjahr abgerissen wurde, kann nun das gemeinsame Bauprojekt von Gemeinde und Caritas starten. Bis Ende 2027 sollen im Quartier an der Kirche St. Joseph unter dem Namen Inklusiva barrierefreier Wohnraum insbesondere für psychisch kranke Menschen, ein Zuverdienstbetrieb für Menschen mit seelischer Behinderung, eine Begegnungsstätte, Pfarrbüroräume und Räume für die Beratungsangebote des Caritas-Zentrums entstehen.

„Ich freue mich, dass das Projekt nun Gestalt gewinnt“, sagte Pfarrer Steffen Vogt beim symbolischen Spatenstich am Freitagnachmittag. Die Kirchengemeinde und die Caritas trügen damit etwas Maßgebliches für die Stadt bei.

Idee mit langer Geschichte

Ulf-D. Schwarz, Regionalleiter der Caritas Heilbronn-Hohenlohe, sprach von einem Leuchtturmprojekt für die Zusammenarbeit von Kirchengemeinde und Caritas. Er wies auf die lange Geschichte hin, die die Idee mittlerweile hat. Denn die ersten Überlegungen liegen laut Schwarz mehr als zehn Jahre zurück. Konkret sei das Projekt vor fünf Jahren geworden. Im Frühjahr 2022 fand dann ein Architektenwettbewerb statt, bei dem der Entwurf des HeilbronnerBüros Mattes Riglewski Wahl als Sieger hervorging.

Das Konzept, das nun baulich umgesetzt wird, verteilt die verschiedenen Nutzungen auf zwei Gebäude. Damit soll sich das Vorhaben „städtebaulich angenehm“ eingliedern, wie Architekt Steffen Wahl erklärte. Auch das bestehende Haus, in dem sich die Pfarrwohnung befindet, und die Kirche sollen sich dabei ins Gesamtbild einfügen.

Zwei Gebäude entstehen

Dass damit an einer wichtigen Stelle ein städtebaulicher Beitrag geleistet werde, sagte Thilo Michler, Oberbürgermeister der Stadt Öhringen. Er erwähnte, dass der Wettbewerb seine Empfehlung gewesen sei.

Die Fläche an der Hunnenstraße liegt an einer der Hauptachsen in die Innenstadt. Hier entsteht nun ein zweigeschossiges Gebäude, das vor allem Pfarrbüroräume sowie Räume für die Caritas und eine Tagesstätte für psychisch Erkrankte umfasst. Dazu kommt ein dreigeschossiges Gebäude. In diesem findet sich im Erdgeschoss der Zuverdienstbetrieb – die Planung geht derzeit Richtung Unverpacktladen. Die beiden Obergeschosse des Hauses bieten zudem insgesamt zehn Apartments – jeweils ein Zimmer mit integrierter Küche sowie einem Bad.

Nachhaltige Bauweise

Zwischen den beiden Gebäuden bildet sich ein Platz, der sie verbindet und öffentlich zugänglich ist, wie Wahl ausführte. Die Gebäude werden klimafreundlich als Holzhybridhäuser gebaut. Photovoltaik und weitere Maßnahmen sind geplant, sodass eine Nachhaltigkeitszertifizierung angestrebt wird.

Der Wohnraum ist für behinderte Menschen, insbesondere für Menschen mit seelischer Behinderung, gedacht. Laut Schwarz ist der Bedarf im Hohenlohekreis groß. Der Caritas-Regionalleiter und der Oberbürgermeister betonten die gute, partnerschaftliche Zusammenarbeit bei der Planung.

Spatenstich zum symbolischen Beginn

Schwarz erwähnte die verschiedenen Finanzierungsquellen des Projekts, das nach seinen Angaben einen Umfang von zehn Millionen Euro hat. So sind die Diözese sowie diverse andere Zuschussgeber wie Stiftungen und Fonds oder beispielsweise auch die Aktion Mensch beteiligt. Es gibt auch ein Spendenkonto (IBAN DE79 3702 0500 0001 7903 00 bei der Sparkasse Hohenlohekreis), da noch ein Rest gedeckt werden muss.

Nach den Segensworten von Pfarrer Vogt, die sich an die Ansprachen anschlossen, griffen alle Beteiligten auf dem Baugelände, auf dem bis vor Kurzem das von Feuchtigkeitsproblemen betroffene Pfarrbürohaus stand, zu Spaten. Sie gaben damit symbolisch den Startschuss für die Bauarbeiten.

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