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Leben teilen im Zentrum Jugend

Das Jugendprogramm beim 102. Deutsche Katholikentag besteht aus 124 Angeboten für eine solidarische Zukunft.

Wernau/Stuttgart

Beim 102. Deutschen Katholikentag unter dem Leitwort „leben teilen“ erwartet die jungen Teilnehmer*innen vom 26. bis 28. Mai eine vielfältige Mischung aus Kultur, Werkstätten, Kreativ- und Mitmachangeboten, Gaming Lounge und Diskussionsrunden. In und um das Zentrum Jugend, bestehend aus der Falkertschule, dem Dillmann-Gymnasium und den Schulhöfen und Plätzen drumherum, bietet es Raum und Möglichkeit sich als junger Mensch zur sozial ökologischen Transformation der Gesellschaft zu informieren, zu äußern und beizutragen.

„leben teilen“ als Handlungsauftrag ist im Leben junger Menschen fest etabliert. Das Teilen von Dienstleistungen, Autos, Wohnungen, Reisen, Lebensmitteln, Werkzeugen und KnowHow ist ein zentraler Bestandteil gelebter Solidarität, die angesichts Klimawandel und dem Angriffskrieg auf die Ukraine einen neuen Stellenwert erhalten hat. „Wir diskutieren heute anders über Waffenexporte, Friedenspolitik oder die Rechte der jungen Generation auf eine lebenswerte Zukunft“, meint Alexandra Guserle, Diözesanleiterin BDKJ/BJA, Mitglied in der Programmkommission für das Zentrum Jugend.

Die Leitfrage „Wie wollen wir künftig miteinander leben?“ spiegelt sich daher in deren Gesprächspodien wider: Auf dem Podium zu Klimagerechtigkeit diskutieren Ricarda Lang (Bundesvorsitzende Bündnis 90/die Grünen), Jakob Blasel (Fridays for Future) und weitere Engagierte darüber, wie die Herausforderungen des Klimawandels gemeinsam angegangen werden können. Zum Thema geschlechtlicher und sexueller Vielfalt in der Kirche redet Theo Schenkel (#outinchurch) mit Bischof Dieser (Bistum Aachen) über den Veränderungsbedarf in der Kirche.

Dieser besteht auch in der Politik: Wie Kinder und Jugendliche stärker an Entscheidungsprozessen beteiligt werden können, erörtert Sven Lehmann (Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesjugendministerium) mit Weihbischof Johannes Wübbe (Bistum Osnabrück) und Vertreter*innen der Jugendverbände. Über Kinderarmut im reichen Deutschland sprechen Undine Zimmer (Autorin), Ulrich Lilie (Präsident der Diakonie Deutschland, Dr. Annette Holuscha-Uhlenbrock (Direktorin des Diözesancaritasverbands Rottenburg-Stuttgart) und Prof. Dr. Christoph Butterwegge (Autor). Auf dem Zukunftspodium „Kirche und junge Menschen 2042“ kommen Anna-Nicole Heinrich (Präses der Synode der EKD), Daniela Ordowski (KLJB-Bundesvorsitzende) und Jugendbischof Wübbe ins Gespräch, was junge Menschen von einer künftigen Kirche erwarten. Die Frage nach einer diversen, menschenfreundlichen Kirche ist ebenfalls Dreh- und Angelpunkt des Jugendforums 2022, das auf einer „Zukunftswand“ die Visionen der jungen Menschen sammelt.

Auftakt in das vielfältige Jugendprogramm ist am Abend des 25. Mai das Crown-Festival auf dem Kronprinzplatz mit Livemusik und Poetry Slam. Die Teilnahme ist ohne Ticket möglich; das gilt während dem 26. bis 28. Mai auch für sämtliche Angebote im Außenbereich des Zentrum Jugend und für den ökumenischen Jugendgottesdienst am 26. Mai zum Thema „60 Minuten Himmel“.

Weitere Informationen zum Programm des 102. Deutschen Katholikentags bietet eine kostenlose App, die im Google Play Store sowie im App Store von Apple zum Download bereitsteht. Das komplette Programm, inklusive mehrerer Suchoptionen, gibt es zudem online unter: www.katholikentag.de/programm
Eintrittskarten zum Katholikentag gibt es als Dauerkarten oder als Tages- bzw. Abendkarten. Kinder bis elf Jahren können den Katholikentag kostenlos besuchen; für alle anderen Besucher*innen gibt es Tickets ab 19 Euro.

Hintergrund

Seit 2003 wird der Katholische Medienpreis jährlich von der Deutschen Bischofskonferenz zusammen mit der Gesellschaft Katholischer Publizisten e. V. (GKP) und dem Katholischen Medienverband e. V. (KM.) ausgeschrieben. „Ausgezeichnet werden Beiträge, die die Orientierung an christlichen Werten sowie das Verständnis für Menschen und gesellschaftliche Zusammenhänge fördern, das humanitäre und soziale Verantwortungsbewusstsein stärken und zum Zusammenleben unterschiedlicher Gemeinschaften, Religionen, Kulturen und Einzelpersonen beitragen“, so heißt es in der Ausschreibung.

Zur Jury unter dem Vorsitz von Bischof Dr. Gebhard Fürst (Rottenburg-Stuttgart) gehören: Katja Auer (Teamleiterin der Bayernredaktion der Süddeutschen Zeitung, München), Andrea Groß-Schulte (Chefredakteurin der Liborius Verlagsgruppe, Hamm), Albert Herchenbach (ehemaliger Chefredakteur stadtgottes, Nettetal), Wolfgang Küpper (ehemaliger Redaktionsleiter Bayerischer Rundfunk, Religion und Orientierung, München), Andreas Kuschbert (Chefredakteur Heinrichsblatt, Bamberg), Michaela Pilters (ehemalige Leiterin der ZDF-Redaktion „Kirche und Leben“, Mainz), Dagmar Reim (ehemalige Intendantin des Rundfunks Berlin-Brandenburg, Berlin) und Katharina Zeckau (Hörfunk Bayerischer Rundfunk, München).

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