Gregor Moser Bedarfsgerechtes Fördern im Zeichen von „Kirche der Zukunft“
Gregor Moser Gabriele Denner, die neue Direktorin des Instituts für Fort- und Weiterbildung der Diözese Rottenburg-Stuttgart (auf dem Sofa sitzend in der Mitte), gemeinsam mit ihren Mitarbeitenden und Weihbischof Matthäus Karrer (links), als dem für das Institut zuständigen Leiter der Hauptabteilung "Pastorale Konzeption" des Bischöflichen Ordinariats. Bild: Diözese Rottenburg-Stuttgart / Gregor Moser
Im Rahmen des Transformationsprozesses „Kirche der Zukunft“ soll das diözesane Institut für Fort- und Weiterbildung in Rottenburg zentrale Anlaufstelle bei der Kompetenzförderung- und Wissensvermittlung für Haupt- und Ehrenamtliche sein. Dies war eine der Botschaften anlässlich der Amtseinführung von Gabriele Denner als neue Direktorin des Instituts am Montag im Hirscherhaus.
Rasche Reaktion auf Entwicklungen
Das Institut werde rasch auf die durch die Transformation unumgänglich gewordenen Entwicklungen reagieren und dabei mitwirken, die katholische Kirche in Württemberg in eine lebendige Zukunft, nah bei den Menschen zu führen, sagte Denner anlässlich ihres Amtsantritts.
Kooperation mit allen relevanten Partnern
„Selbstständigkeit fördern und dazu befähigen, sich sinnvoll in Kirche und Gesellschaft einzubringen.“ Dies sei über die reine Wissensvermittlung hinaus das Ziel, für das es bedarfsgerechte Formate geben werde. Dabei bedeute Bildung für sie, bedarfsgerechte Gestaltungslösungen zu entwickeln und die Abkehr von starren „Gießkannen-Schulungen“, hin zu einem bedarfsorientierten Fort- und Weiterbildungsprogramm. Denner kündigte passend dazu ein „strategisch-strukturiertes Angebot“ mit besonderem Augenmerk auf Motivation, Unterstützung und auf Begleitung der Einzelnen beim Ziel eines lebenslangen Lernens an – einem Lernen, das nicht als zusätzliche Belastung zum Tagesgeschäft empfunden werden solle. Zur Verwirklichung dieses Ziels möchte die neue Direktorin auf eine enge Kooperation mit allen relevanten Partnern sowohl innerhalb wie außerhalb der Diözese setzen. Davon, dass sie mit diesem Anliegen auf eine große Offenheit stoßen dürfte, zeugte die Anwesenheit vieler Verantwortlicher aus dem Bischöflichen Ordinariat, des Diözesanrats sowie seitens der führend am Transformationsprozess Beteiligten.
Vielfältiges persönliches Netzwerk
Weihbischof Matthäus Karrer, als der für das Institut zuständige Leiter der Hauptabteilung „Pastorale Konzeption“ im Bischöflichen Ordinariat, erinnerte bei der Feierstunde daran, dass dem Institut, welches in diesem Jahr noch sein 50-jähriges Bestehen feiern wird, mit Gabriele Denner nun erstmals eine Frau als Direktorin vorsteht. Ihr bescheinigte er, alle mit den Aufgaben einer Direktorin verbundenen Anforderungen mit Bravour zu erfüllen: Ein großes, vielfältiges persönliches Netzwerk auf diözesaner, bundesweiter sowie auf weltkirchlicher Ebene, Leitungskompetenz und reichhaltige Erfahrung. Denner, die seit 2022 Leiterin der Geschäftsstelle der Diözesanen Räte und Geschäftsführerin von Diözesan- und Priesterrat war, war bis Juli dieses Jahres auch als beratendes Mitglied im Steuerungskreis des diözesanen Prozesses „Kirche der Zukunft“ aktiv und wird auf ausdrücklichen Wunsch von Bischof Dr. Krämer die Aufgabe als Geschäftsführerin des diözesanen Synodenteams weiter ausüben.
Ehrenamtliche vor Ort befähigen
In seiner Vorstellung und Amtseinführung blickte Karrer auch auf den Beginn von Denners Weg in der Diözese und auf ihre Tätigkeit als Bildungsreferentin im Bischöflichen Jugendamt in Wernau zurück. Schon dort habe sie federführend am Ausbildungskurs „Geistliche Leitung“ der Fachstelle Jugendspiritualität die beiden für Ehrenamtliche in Gegenwart und Zukunft relevanten Bereiche in Verbindung gebracht und diesem Kurs ihren Stempel aufgedrückt. Auch im laufenden Transformationsprozess gehe es darum, ehrenamtlich Engagierte vor Ort für ihre Rolle in der Kirche von morgen zu befähigen und ihnen das dafür nötige Rüstzeug für die konkrete Ausgestaltung mit auf ihren Weg zu geben – hierfür sei Denner an der Spitze des diözesanen Instituts für Fort- und Weiterbildung die richtige Person an der richtigen Stelle. Auch bringe sie durch ihre bisherigen Leitungserfahrungen, die notwendigen Führungs- und Leitungskompetenzen mit sich.
Gregor Moser Den Weg gemeinsam gehen
Wie die strategische Ausgestaltung der Ziele in der Praxis im Einzelnen aussehen wird, werde sie in den kommenden Wochen und Monaten gemeinsam mit ihrem Team im Institut auf den Weg bringen, kündigte Denner an und sagte, dass sie anlässlich ihrer Amtseinführung daher auch kein fertiges Programm mitbringe. Demgemäß unterstrich die neue Direktorin auch, dass, wer weit kommen möchte, den Weg gemeinsam mit anderen gehen müsse, anstelle schnell und allein voraus zu eilen.