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Beeindruckende Mittelalter-Kunst

Das Diözesanmuseum in Rottenburg öffnet zusammen mit seiner Zweigstelle in der Sülchenkirche am Sonntag, 17. Mai, wieder für Besucher.

Rottenburg am Neckar

Die Figur der heiligen Katharina aus dem Jahr 1470 von Jörg Stein beeindruckt in ihrer sehr gut erhaltenen Originalfassung. Bild: DRS

Laut Museumsleiterin Dr. Melanie Prange können die Hygiene- und Schutzvorgaben der Landesregierung durch die großzügigen Räumlichkeiten des Diözesanmuseums eingehalten werden. Im Inneren könnten sich bis zu 25 Personen gleichzeitig aufhalten. Zunächst dürften aufgrund der Corona-Pandemie keine Führungen und Veranstaltungen darin stattfinden. Im Diözesanmuseum so wie auch in der Sülchenkirche müssten die Besucherinnen und Besucher einen Mund-Nasen-Schutz tragen sowie den Sicherheitsabstand einhalten.

Im Museum erwarte die Gäste eine der bedeutendsten Sammlungen mittelalterlicher Kunst in Baden-Württemberg, fährt Prange fort. Präsentiert werde eine reiche Auswahl spätmittelalterlicher Gemälde und Skulpturen, wodurch der Betrachter Einblick in die über tausendjährige Glaubens- und Kulturtradition des deutschen Südwestens erhalte. Im Bestand der Skulpturen seien mit Arbeiten von Hans Multscher, Niklaus Weckmann und Jörg Lederer bedeutende Bildhauer aus dem Spätmittelalter und der Renaissance vertreten. Höhepunkte seien der expressive Schmerzensmann, der in den Jahren zwischen 1470 bis 1480 entstanden ist, und die Figur der heiligen Katharina aus dem Jahr 1470 von Jörg Stein, deren hervorragend erhaltene Originalfassungen noch heute beeindruckten.

Die für das Frühjahr 2020 geplante Ausstellung "Reloaded Materials" des Künstlers Harald Fuchs, die in Kooperation mit dem Kulturverein Rottenburg geplant ist, werde auf das kommende Jahr verschoben und soll vom 24. April bis 27. Juni 2021 zu sehen sein, sagt Prange. „Die beiden Herbstausstellungen des Museums sollen jedoch wie geplant stattfinden“, fährt sie fort. Am 24. September öffne so die Präsentation „To know a form you have to work on it“, die Gemälde von Professor Frederick D. Bunsen zeigt. „In Kooperation mit dem Priesterseminar, dem Hirscherhaus und dem Kunstverein der Diözese lenkt das Museum damit den Blick auf das malerische Oeuvre eines Künstlers, der sich in Zusammenarbeit mit dem Systemtheoretiker Niklas Luhmann intensiv mit Fragen zu Form und Differenzierung in der Kunst beschäftigt hat“, sagt die   Museumsleiterin. Die Ausstellung werde bis zum 21. Januar 2021 im Hirscherhaus Rottenburg zu sehen sein.

Ein Höhepunkt im Jahreskalender werde dann die Ausstellung "In unserer Erde. Grabfunde des Frühen Mittelalters im Südwesten“, die im Diözesanmuseum vom 18. Oktober 2020 bis zum 21. März 2021 zu sehen sein wird. „Sie zeigt herausragende frühmittelalterliche Artefakte aus den bedeutendsten Sammlungen Baden-Württembergs und stellt damit die neu restaurierten Grabbeigaben aus Sülchen in einen breiten Kontext“, erläutert Prange. Passend zur Ausstellung werde ein wissenschaftlicher Begleitband veröffentlicht.

Die Museums-Zweigstelle in der Sülchenkirche in Rottenburg eröffnet ebenfalls wieder am Sonntag, 17. Mai,  mit ihrer Ausstellung der dort gefundenen frühmittelalterlichen Grabschätze. Es dürften aufgrund der Verordnungen der Landesregierung derzeit auch dort keine Führungen stattfinden. „Die Besucherinnen und Besucher erhalten daher eine kurze inhaltliche Einführung durch die Mitarbeiter des Museums und können sich die Funde im Untergeschoss dann selbstständig ansehen“, teilt die Museumsleiterin mit. Es könnten bis zu sechs Besucherinnen und Besucher gleichzeitig in den Ausstellungsbereich und in der Oberkirche dürften sich maximal zwölf Personen aufhalten.

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