Zusammen mit einem Gitarristen bestritt der Syrer auf seinem traditionellen Saiteninstrument auch einen Teil des Muskprogramms im Saal. Heike Wagner, an der Akademie für den Fachbereich internationale Beziehungen zuständig, war überwältigt vom großen Echo. Das Fest ist Teil einer Dialogreihe von Religionen und Kulturen auf dem Weingartener Martinsberg, an der sich auch die beiden Hochschulen, die evangelisch-katholische Hochschulgemeinde und das religiönspädagogische Institut der Diözese beteiligen. Um die Menschen noch intensiver ins Gespräch zu bringen, leitete Wagner ein Bingo-Spiel an. Aufgabe war es, Personen mit bestimmten Eigenschaften im Raum ausfindig zu machen. Wer zuerst fünf Felder nebeneinander ausfüllen konnte, erhielt einen Preis.
Studentinnen aus Indien und der Ukraine tanzen gemeinsam
Aus Indien, den USA und der Türkei, aus Syrien und aus dem Ländle kamen die Feiernden. Unter ihnen auch zwei junge Frauen aus der Ukraine. "Ich komme aus Kalyniwka, die letzten drei Jahre habe ich aber in Kiew, in der Hauptstadt gewohnt", berichtete Tetiana. Wie Mariia verschlug sie der Krieg im März nach Weingarten. An der Pädagigischen Hochschule konnten beide ihr Studium in Deutsch und Englisch fortsetzen. In ihrer freien Zeit sind die Studentinnen für ihre Landsleute als Übersetzerinnen gefragt. "Wenn jemand in Schwäbisch spricht, können wir das aber nicht so gut verstehen", räumte Tetiana ein. An der Hochschule fühlten sie sich jedoch wohl und hätten viele Freunde.