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Bei mehr als 100 gibt's ein Eis

Pfarrer wettet mit Ministrantinnen und Ministranten um Teilnehmerzahl am Freiluftgottesdienst.

Wangen
Vor einem Hügel in der Wiese haben sich die Ministrantinnen in grünen und rotenb Untergewändern sowie weißem Chorrock mit Pfarrer Claus Blessing zum Gruppenbild aufgestellt.

Waren es über 100 Ministrantinnen und Ministranten beim Freiluftgottesdienst in Wangen? - Foto: Georg Wößner

Die Telefone und Smartphones der Oberministrantinnen und -ministranten aus den Stadtgemeinden St. Ulrich und St. Martin sowie aus Karsee, Leupolz, Niederwangen und Deuchelried liefen Anfang September heiß. Sie wollen die Wette gegen Pfarrer Claus Blessing auf jeden Fall gewinnen. Der Deal: Wenn über 100 Mädchen, Jungen und Jugendliche im Ministrantengewand den Freiluftgottesdienst am letzten Ferientag beim Skilift auf der Berger Höhe mitfeiern, bekommen alle ein Eis.

Die Ministrantenwette hat in der Allgäustadt Tradition, wenn auch der letzte derartige Gottesdienst schon ein paar Jahre zurückliegt. Gemeindereferent Georg Wößner führte am Sonntag mit einem nachgespielten Verkaufsgespräch ins Thema „Was ist ein Mensch eigentlich wert?“ ein. Pfarrer Blessing unterstrich in seiner Predigt, dass ein Mensch keinen Preis habe und auch nicht haben dürfe, sondern eine individuelle Würde, die unantastbar sei. Beide bedankten sich für den Dienst der jungen Menschen besonders in der Coronazeit.

Vermutlich zählten die Minis schon während des Gottesdienstes heimlich ihre Kolleginnen und Kollegen. Denn das offizielle Ergebnis gab es erst gegen Ende des Gottesdienstes. Und das war denkbar knapp. „Mit 103 Ministranten habt ihr eure Wette gewonnen und bekommt nun das wohlverdiente Eis“, verkündete Wößner und löste Begeisterung aus. Neben der süßen Abkühlung freuten sich die jungen Menschen auch über das Wiedersehen. Sie konnten nach langer Zeit des Distanzhaltens spüren, dass sie Teil einer großen Gemeinschaft sind.

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