Was Religionsunterricht und Schulpastoral zum Zusammenhalt in Schule und Gesellschaft beitragen können, war Thema des Religionslehrer:innen-Tags der Diözese Rottenburg-Stuttgart. Mehr als 200 Lehrkräfte aus ganz Württemberg trafen sich dazu im Bildungshaus Kloster Schöntal.
Wie Halt, Haltung, Bildung zusammenhängen, erläuterte Ordinariatsrätin Ute Augustyniak-Dürr von der Hauptabteilung Schulen des Bischöflichen Ordinariats. „Bildung ist der Prozess, den Menschen ins Leben zu rufen“, sagte sie. Das Fresko „Die Erschaffung Adams“ von Michelangelo diente ihr als Bezugspunkt für ihre Ausführungen.
„Zusammenhalt erfordert, selbst Haltung zu zeigen, Menschlichkeit vorbildhaft zu leben und auch in Zeiten der Unsicherheit nicht nur abzuwarten und zu ertragen, sondern zum Handeln ermutigt zu werden, also Empowerment zu fördern“, sagte Bischof Dr. Klaus Krämer. Eine Formulierung aus dem Wort der deutschen Bischöfe zum Religionsunterricht zitierend, bezeichnete er Religionslehrerinnen und Religionslehrer als Brückenbauer zwischen Kirche und Schule. „Durch Bildung über Werte, Toleranz, Frieden und Gerechtigkeit können die Mauern der Vorurteile überwunden und Wege der Zusammenarbeit zwischen Familien, Schulen und Gemeinden gestaltet werden“, erklärte Krämer.