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Bildungsidee und Glaube verbinden Kulturkreise

Wenjun Qi begleitet eine Woche lang die Arbeit der Katholischen Erwachsenenbildung Stadt- und Landkreis Heilbronn.

Heilbronn
Wenjun Qi im Gespräch mit keb-Leiterin Ingrid Wegerhoff.

Wenjun Qi im Gespräch mit keb-Leiterin Ingrid Wegerhoff. Foto: DRS/Guzy

Ein Referat beim Frauenfrühstück in einer Kirchengemeinde, einen Singkreis und einen Gesundheitsvortrag hat Wenjun Qi bei der Katholischen Erwachsenenbildung (keb) Stadt- und Landkreis Heilbronn bereits erlebt. Die chinesische Doktorandin begleitet in dieser Woche die keb-Leiterin Ingrid Wegerhoff zu Veranstaltungen sowie Besprechungen und schaut ihr bei der organisatorischen Arbeit über die Schulter.

„Dabei lerne ich Bürodeutsch“, sagt Qi. Allerdings ist sie mit Deutschland mittlerweile gut vertraut. Nach dem Studium der chinesischen Philosophie in ihrem Heimatland, studierte sie europäische Philosophie, lateinische Philologie und Archäologie Chinas in München. Seit 2023 promoviert Qi an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Erfurt über Martin Heidegger.

Begegnung auf dem Katholikentag

Bei einer Veranstaltung der Fakultät auf dem Erfurter Katholikentag im vergangenen Jahr lernten sich Qi und keb-Leiterin Wegerhoff kennen. Qi zeigte Interesse, mehr über die katholische Erwachsenenbildung zu erfahren. „Die Idee der Bildung finde ich spannend“, sagt sie. Nun ergab sich die Gelegenheit für einen Besuch in Heilbronn.

Der Zeitpunkt ist nicht zufällig gewählt. Denn Wegerhoff hatte für das vergangene Wochenende eine Einladung des Vereins Deutsch-Chinesisches Kulturzentrum Neckar für die Feier des chinesischen Neujahrsfests. So konnte Qi das interkulturelle Neujahrsfest im Quartierszentrum Bahnhofsvorstadt erleben. Wegerhoff erfuhr dort, dass etwa 80 Katholiken und Katholikinnen mit chinesischen Wurzeln im Heilbronner Raum leben sollen.

Weitere Besuche sind geplant

Qi selbst ist ebenfalls katholisch. Im Jahr 2012, während ihrer Zeit in München, ließ sie sich taufen. Die „katholische Atmosphäre“ in der Stadt habe auf sie gewirkt, erklärt sie. Vom dortigen Freundeskreis sei sie zum Beispiel zu Gottesdiensten mitgenommen worden. Seitdem hat Qi einen zusätzlichen, europäischen Vornamen: Maxi, in Anlehnung an den Namenspatron Maximilian Kolbe.

Aber nicht nur über die Religion bleibt sie der katholischen Erwachsenenbildung über den kurzen Besuch hinaus verbunden. Wegerhoff überlegt, die Doktorandin zu einem nächsten Besuch einzuladen, dann als Referentin für einen Vortrag für das keb-Programm.

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