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Bischof betont Verbundenheit bei sozial-karitativen Aufgaben

Anlässlich der Visitation der karitativen Träger in der Diözese besuchte Bischof Dr. Klaus Krämer die Stiftung Haus Lindenhof in Schwäbisch Gmünd.

Schwäbisch Gmünd

Bei seinem Besuch bei der Stiftung Haus Lindenhof würdigte Bischof Dr. Klaus Krämer das Engagement der Mitarbeiter:innen in ihren vielfältigen Arbeitsfeldern. Das Bild zeigt (von links) Vorstand Hermann Staiber, Bischof Dr. Krämer, Vorstand Prof. Dr. Wolfgang Wasel und Diözesancaritasdirektor Oliver Merkelbach. Foto: Stiftung Haus Lindenhof

Begrüßt wurde der Bischof beim morgendlichen Impuls in der neuen Franziskus-Kapelle von Vorstand Prof. Dr. Wolfgang Wasel: „Wir freuen uns sehr, dass wir Sie heute bei uns in der Stiftung Haus Lindenhofwillkommen heißen dürfen.“ Zahlreiche Bewohner:innen sowie Mitarbeiter:innen und Führungskräfte empfingen den Bischof mit Liedern und bereiteten ihm einen herzlichen Empfang, denn für alle Beteiligten stellte der Besuch ein besonderes Ereignis dar.

Zugleich ist die Stiftung Haus Lindenhof für Bischof Dr. Krämer keine Unbekannte. Bereits im Jahr 1996 war er anlässlich des 25. Stiftungsjubiläums als damaliger Bischöflicher Sekretär zu Gast. Der aktuelle Besuch stand im Zeichen des Austauschs über pastorale Arbeit, der vielfältigen Angebote für ältere Menschen sowie für Menschen mit Unterstützungsbedarf und der Rolle von Trägern der Alten- und Eingliederungshilfe in einer sich wandelnden Gesellschaft – unter anderem mit Blick auf sozialraumorientierte Ansätze.

In der großen Caritas-Familie verbunden

Bischof Dr. Klaus Krämer unterstrich die enge Verbundenheit der Kirche mit den sozial-karitativen Aufgaben der Stiftung Haus Lindenhof und würdigte das Engagement der Mitarbeiter:innen in ihren vielfältigen Arbeitsfeldern: „Mich freut es sehr, dass wir in der großen Caritas-Familie verbunden sind und diese Verbindung weiter ausbauen.“ Auch Diözesancaritasdirektor Oliver Merkelbach, der den Bischof begleitete, sprach davon, wie wichtig es sei, voneinander zu lernen und gemeinsam Kirche zu gestalten.

Einen Einblick in die Begleitung von Kindern und Jugendlichen mit Behinderung erhielt der Bischof in der Martinus-Schule, dem sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentrum der Stiftung. Dort kam er mit Schüler:innen ins Gespräch und stellte sich spontan den Fragen des Teams der Schülerzeitung.

Wie Teilhabe am Arbeitsleben gelingen kann, zeigte der anschließende Besuch der Vinzenz-von-Paul-Werkstatt. Hier erhalten Menschen mit Unterstützungsbedarf die Möglichkeit, ihre Fähigkeiten einzubringen und weiterzuentwickeln, etwa in der hauseigenen Schreinerei.

Vernetzung kommt Menschen zugute

Im Austausch mit den Vorständen und Bereichsleitungen wurde die Bedeutung der engen Vernetzung zwischen Kirche und karitativen Trägern intensiv besprochen. Vorstand Hermann Staiber betonte, dass die aktuellen Voraussetzungen, ob finanziell oder personell herausfordern und gleichzeitig ermutigen, dort anzusetzen, wo man gemeinsam Angebote ausgestalten kann. Auch Bischof Dr. Krämer hob hervor: „Wir müssen in Netzwerke investieren, wo Menschen zusammenkommen. Hier haben wir noch viele gemeinsame Möglichkeiten.“ Dies unterstrich auch Vorstand Prof. Dr. Wolfgang Wasel: „Wir sind Teil der Kirche und wollen gemeinsam etwas bewegen.“

Am Nachmittag standen der Besuch des Pflegeheims St. Johannes in Waldstetten sowie ein Gespräch zur Sozialraumarbeit auf dem Programm. Dabei flossen im Austausch mit Bürgermeister Michael Rembold auch kommunale Perspektiven ein: „Die Vernetzung der vielen Player im Sozialraum schafft ein Umfeld, in dem Menschen gut und gerne weiter zuhause leben wollen oder bestmöglich unterstützt werden“, betonte Rembold. Wegweisend sei hierbei auch die Kooperation mit den Kirchengemeinden und der Stiftung Haus Lindenhof, so der Bürgermeister.

INFO

Die Stiftung Haus Lindenhof ist Träger von Einrichtungen und Diensten für ältere Menschen und Menschen mit Behinderung im Ostalbkreis sowie in den Kreisen Göppingen und Heidenheim. Rund 3000 Mitarbeiter:innen begleiten 2500 Menschen mit Unterstützungsbedarf. Der Leitspruch der Stiftung „selbst.bestimmt.leben." schließt dabei alle Wege der Lebensgestaltung ein, die die Menschenwürde achten und Teilhabe fördern.

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