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Bischof Fürst weiht drei Ständige Diakone

Bischof Gebhard Fürst hat drei Männer zu Ständigen Diakonen geweiht. Der Gottesdienst stand unter dem Leitwort „Du erneuerst alles in deiner Kraft“.

Ulm

Erstmals fand eine Weihe von Ständigen Diakonen in Ulm statt. Das Gruppenbild in der Wiblinger Basilika St. Martin zeigt (von links): Markus Lubert, Prof. Dr. Florian Kluger, Bischof Dr. Gebhard Fürst und Ajoy George Kunnamkot. Bild: DRS/Thomas Warnack

Der Bischof unterstrich in seiner Predigt den Auftrag des Diakons, der in besonderer Weise im Dienst für die Nächstenliebe besteht. „Im Handeln des Diakons vergegenwärtigt sich das heilende Verhalten Jesu zu den Menschen“, wie es in der biblischen Erzählung von Jesus und Bartimäus beschrieben ist. Die Bibelstelle von der Heilung des blinden Bettlers Bartimäus, die die drei neugeweihten Diakone Markus Lubert, Professor Dr. Florian Kluger und Ajoy George Kunnamkot für den Weihegottesdienst ausgewählt hatten, zeige Jesus als Menschen, der auf Leidende zugeht und heilsame Begegnungen verwirklicht. Dieses menschendienliche Verhalten gehöre zum Kern seiner Botschaft.

„Der Diakon, der den Menschen in Not, den Armen und Bedrängten aller Art hilfreich ist, er dient den Menschen“, sagte der Bischof und erinnerte an die Folgen der Corona-Pandemie, in der viele Menschen erlebt haben, dass sie vergessen worden sind. Der Diakon repräsentiere die Anwaltschaft der Kirche für Benachteiligte und Gehandicapte und trage ihr Recht auf ein menschenwürdiges Leben vor den Altar in die Mitte der Gemeinden und vom Altar wieder hinaus zu den Menschen. „Sein Auftrag weist dem Diakon damit eine Brückenfunktion zu: Sein Platz ist zugleich mitten in der Gemeinde und dort, wo Gemeinde nicht, noch nicht oder nicht mehr Gemeinde ist“, sagte Bischof Fürst.

Erstmals in Ulm

Zum ersten Mal überhaupt fand eine Weihe von Ständigen Diakonen in Ulm statt. In der Wiblinger Basilika St. Martin erinnerte der gastgebende Pfarrer und Ulmer Dekan Ulrich Kloos an den benediktinischen Geist, der über 700 Jahre im ehemaligen Kloster Wiblingen präsent war und weiterhin Chance und Verpflichtung ist, immer wieder neu Menschen zu beauftragen, die frohe Botschaft Jesu in die Welt zu tragen. Für die Stadt Ulm nahm Oberbürgermeister Gunter Czisch an dem Gottesdienst teil.  

Weil der neugeweihte Diakon Ajoy George Kunnamkot aus Kerala in Indien stammt und der Syro- malabarischen katholischen Kirche, den sogenannten Thomas-Christen angehört, konzelebrierte als deren Vertreter Generalvikar Fr. Babu Panattuparambil aus Rom bei dem Gottesdienst. Zahlreiche Diakone nahmen an dem Weihegottesdienst teil, der musikalisch von den St.-Georgs-Chorknaben Ulm unter der Leitung von Kirchenmusikdirektor Thomas Stang und von Wolfgang Treß, Chordirektor DCV, an der neuen Orgel gestaltet wurde.

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