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Bischof Fürst weiht zwei Männer zu Diakonen

Ivan Totić aus Stuttgart und Nico Schmid aus Bargau empfangen in der Kirche St. Eberhard in Stuttgart die Diakonweihe.

Stuttgart
Am 27. Februar 2021 wurden Ivan Totić und Nico Schmid von Bischof Gebhard Fürst in der St. Eberhard Kirche in Stuttgart zu unständigen Diakonen geweiht. V.l.: Ivan Totić, Bischof Gebhard Fürst, Nico Schmid

V.l.: Ivan Totić, Bischof Gebhard Fürst, Nico Schmid

Bei einem feierlichen Weihegottesdienst in der Konkathedrale St. Eberhard in Stuttgart empfingen Ivan Totić (Stuttgart) und Nico Schmid (Bargau) am Samstagvormittag durch Bischof Dr. Gebhard Fürst ihre Weihe zum Diakon.

Mit Blick auf das von den beiden Weihekandidaten für den Gottesdienst ausgewählte Lukasevangelium mit seiner Emmausgeschichte sprach Bischof Dr. Fürst von einem „starken Signal“. Totić und Schmid, die im kommenden Jahr zu Priestern geweiht werden sollen, bezeugten so ihren Glauben, dass der Auferstandene mit den Menschen geht und dass er ihnen auch während der gegenwärtigen Coronapandemie beisteht.

Neuen Lebensmut vermitteln

„Darauf vertraut ihr fest und in diesem Vertrauen auf Jesus Christus wollt ihr Euren Weg als Diakone gehen – deswegen ist es ein starkes Zeichen, ein Bekenntnis, dass wir alle nicht alleine sind, sondern Jesu mitgeht und für dieses Zeugnis sind wir alle sehr dankbar“, sagte Bischof Dr. Fürst. Denn so wie Jesus Christus wollten auch Totić und Schmid die Menschen auf ihren sie oft belasteten Wegen begleiten, ihnen beistehen und neuen Lebensmut vermitteln.

„Viele Menschen brauchen ein aufrichtendes Wort“

Aus dem Gespräch mit den beiden neuen Diakonen wisse er, dass sie sich gemeinsam mit Jesu an die Seite der Menschen stellen möchten. An die Seite derer, die enttäuscht sind, die traurig sind. „Nach der Art von Jesu wollt ihr Seelsorger sein, Anteil nehmen, Mut machen und Euch einladen lassen“, sagte der Bischof. So wollten sie als Seelsorger Gespräche führen und alleine das über das Bedrückende reden, wirke oft schon als eine Erlösung. Und der Bischof fügte hinzu: „Viele Menschen brauchen in diesen Tagen ein aufrichtendes Wort, hilfreiche Gesten und auch das Angebot einer Deutung.“

Lebensfreundlich wirken

Diakonisch Handeln, erläuterte Fürst, heiße lebensfreundlich wirken. Diakon sein heiße, den Menschen in ihren Sorgen und Nöten dienend beizustehen. Und in der Coronapandemie brauchten die Menschen noch mehr als sonst ein einfühlendes, stärkendes Mitgehen. Und er fuhr fort: Durch ihr Anteilnehmen verwirklichten Diakone den Stil des Verhaltens Jesu den Menschen gegenüber und machten ihn so gegenwärtig und wirksam.

„Seien Sie bei den Menschen“

„Dienen heißt in griechischer Sprache Diakon sein. Der Diakon lässt sich in den Dienst der Menschen nehmen, so wie Jesus Christus sich in den Dienst der Menschen stellt“, fügte der Bischof hinzu. Und an die neuen Diakone gewandt sagte er: „Seien Sie, liebe Diakone, bei den Menschen, wirken Sie heilsam. Die Not unserer Zeit braucht nichts mehr als das. Handeln Sie also als Diakon mit ihrem Verstand und mit ihrem ganzen Dasein.“

Dankesworte für die Mitfeiernden an den Bildschirmen

Da in die Konkathedrale wegen der Pandemie nur eine begrenzte Zahl von Personen Platz finden konnte, wurde der Weihegottesdienst auch per Livestream ins Internet übertragen. Totić und Schmid hatten sich bereits im Vorfeld sehr froh darüber gezeigt, dass dies vielen ihrer Wegbegleiterinnen und Wegbegleitern, die nicht in der Konkathedrale mit dabei sein konnten, das Mitfeiern ermöglichen würde. Und zum Ende des Gottesdienstes richteten sie so ihre Dankesworte sowohl an die Anwesenden als auch an die an den Bildschirmen Mitfeiernden: Schmid auf Deutsch und Totić auf Kroatisch. Auch Bischof Fürst dankte allen, die bei dem Weihegottesdienst in St. Eberhard und zuhause an den Bildschirmen mitgefeiert hatten und bedankte sich auch für die musikalische Gestaltung des Weihegottesdienstes im Dom St. Eberhard.

Spenden gehen an zwei Projekte

Die Kursspende der beiden Diakone sowie die Spenden der Mitfeiernden gingen zu gleichen Teilen an zwei Projekte: An die „Oase“ in Rottenburg, einer Einrichtung für suchtkranke Menschen, und an ein von Lehrern der deutschen Schule in Lima gegründetes Kinderheim nach Peru.

Diakonat im Dekanat Ehingen-Ulm

Sowohl Totić als auch Schmid absolvieren ihr Diakonat im Dekanat Ehingen-Ulm: Schmid in der Kirchengemeinde St. Petrus und Paulus in Obermarchtal (Seelsorgeeinheit Marchtal), Totić in der Kirchengemeinde Mariä Himmelfahrt in Allmendingen (Seelsorgeeinheit Allmendingen-Altheim-Schwörzkirch).

Pressefotos zum Download finden Sie unter Verwendung des Hinweises „Bild: DRS/Dr. Joachim Schlör“ zur freien Nutzung unter:https://medienpool.drs.de/web/20a0558e937d9683/diakonenweihe-2021/

Die Weihe zum Nachschauen

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