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Bischof Klaus Krämer weiht Altar in der umgebauten Kirche Mariä Himmelfahrt

280 Menschen feiern den Gottesdienst in Stuttgart-Degerloch mit. Im Mittelpunkt der Feier stand die eindrucksvolle Weihe des neuen Altars.

Stuttgart

Altarweihe in Mariae Himmelfahrt in Stuttgart-Degerloch. Foto: DRS/ Nicole Höfle

Der Altar ist gedeckt. In einem eindrucksvollen Ritus wurde er gesalbt und feierlich in Dienst genommen. Foto: DRS/ Nicole Höfle

Mit einem festlichen Pontifikalgottesdienst ist die Kirche Mariä Himmelfahrt in Degerloch am 22. Februar nach anderthalb Jahren Bauzeit neu geweiht worden. Rund 280 Gläubige feierten die Weihe mit Bischof Klaus Krämer und erlebten einen bewegenden Gottesdienst voller besonderer Momente und spürbarer Emotionen.

Gebet und Gottesdienst verbinden Himmel und Erde

Im Mittelpunkt der Feier stand die Weihe des neuen Altars. In einem eindrucksvollen Ritus wurde er gesalbt und feierlich in Dienst genommen. Zu den symbolträchtigen Momenten gehörte das Entzünden des Weihrauchs auf dem Altar: Der aufsteigende Duft und Rauch machten sinnlich erfahrbar, dass Gebet und Gottesdienst Himmel und Erde verbinden.

Teilen und Vertrauen eröffnen neue Möglichkeiten

In seiner Predigt zeigte sich Bischof Krämer dankbar und erfreut über den neu gestalteten kirchlichen Ort. Zugleich richtete er den Blick nach vorn. „Auch wenn wir künftig mit weniger Mitteln und Ressourcen auskommen müsse, können wir die Herausforderungen mit Zuversicht angehen.“ Er erinnerte an die biblische Geschichte von der Brotvermehrung im Markus Evangelium, in der die Jünger eine erschöpfte und hungrige Menschenmenge auf Weisung Jesu nicht weggeschicken, sondern ihre fünf Brote und zwei Fische mit den erschöpften Menschen teilen. Alle satt werden – ein Zeichen dafür, dass Teilen und Vertrauen neue Möglichkeiten eröffnen. Ebenso verwies er auf den heiligen Martin, der seinen Mantel teilte und erfuhr, dass Teilen reicher macht – den Gebenden wie den Empfangenden. „Ich bin zuversichtlich, dass uns die Veränderungen gelingen, auch wenn heute noch nicht jedes Detail des künftigen Weges sichtbar ist.“ Er hoffe, dass Mariä Himmelfahrt zu einer Kraftquelle werde – für die Gemeinde, für den gemeinsamen Weg und für den gesamten Stadtbezirk.

Ein Raum für Glauben, Abschied, Begleitung und Hoffnung

Auch Christian Hermes, Stadtdekan in Stuttgart, würdigte die Neuausrichtung des Kirchengebäudes. Er sprach von einem einzigartigen Konzept, das hier verwirklicht werde: Künftig wird die Kirche nicht nur von der Gemeinde genutzt, sondern auch vom Hospiz St. Martin und dem angrenzenden TrauerZentrum. Damit entstehe ein wichtiger Ort für Degerloch und die ganze Stadt – ein Raum für Glauben, Abschied, Begleitung und Hoffnung. Hermes zeigte sich dankbar für die breite Unterstützung: Bereits 30.000 Euro an Spenden seien eingegangen, weitere Spenden würden erhofft.

Ein Ort lebendiger Glaubensweitergabe 

Insgesamt belaufen sich die Renovierungskosten auf 3,85 Millionen Euro. Einen großen Anteil tragen das Stadtdekanat Stuttgart sowie die Diözese Rottenburg-Stuttgart. Insgesamt 120 000 Euro muss die Gemeinde selbst aufbringen. Der Gewählte Vorsitzende der Kirchengemeinde Mariä Himmelfahrt Bernhard Bayer dankte ausdrücklich für die finanzielle und ideelle Unterstützung. Mariä Himmelfahrt solle ein Ort lebendiger Glaubensweitergabe werden, betonte er.

Ein starkes Zeichen der Verbundenheit von Seelsorge, Begleitung und liturgischem Leben

Juliane Löffler, die Leiterin des Trauerzentrums, brachte ihre große Freude und Dankbarkeit zum Ausdruck. Die Mitarbeitenden des Trauerzentrums dürften diesen heiligen Ort künftig für ihre Arbeit mit Trauernden nutzen – ein starkes Zeichen der Verbundenheit von Seelsorge, Begleitung und liturgischem Leben.

Auch der Degerlocher Bezirksvorsteher Colyn Heinze unterstrich die Bedeutung des neuen sakralen Raums für den Stadtbezirk. Die erneuerte Kirche sei eine Bereicherung für das Gemeinwesen und ein wichtiger Impuls für das Zusammenleben in Degerloch.

Mit der Weihe von Mariä Himmelfahrt beginnt damit ein neues Kapitel: als Gottesdienstraum, als Ort der Trauerbegleitung und als geistliche Kraftquelle mitten im Stadtteil. 

Katholische Kirche in Stuttgart

Dies ist ein Text der Katholischen Kirche in Stuttgart.
Weitere Nachrichten aus dem Stadtdekanat lesen Sie hier.

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