Bischof Krämer übernimmt Vorsitz der Kommission „Weltkirche und Migration“
Bischof Dr. Klaus Krämer übernimmt die Leitung der bischöflichen Kommission „Weltkirche und Migration“ der Deutschen Bischofskonferenz (DBK). Foto: Jens Kramer
Die deutschen Bischöfe haben im Rahmen ihrer Herbstvollversammlung in Fulda die Vorsitzenden der acht bischöflichen Kommissionen neu gewählt. Bereits bei der Herbstvollversammlung im vergangenen Jahr hatten die Bischöfe beschlossen, die bisher 14 bischöflichen Kommissionen auf acht zu reduzieren.
„Ich freue mich über meine Wahl zum Vorsitzenden der Kommission Weltkirche und Migration und ganz besonders auch darauf, meine Erfahrungen, die ich als Leiter der Hauptabteilung Weltkirche in unserer Diözese und als langjähriger Präsident der Sternsinger und von missio in Aachen gemacht habe, noch stärker als bisher in die weltkirchliche Arbeit der DBK einbringen zu können“, sagte Bischof Dr. Krämer.
Seit seiner Wahl zum 12. Bischof der Diözese Rottenburg-Stuttgart im Jahr 2024 war Bischof Dr. Krämer bereits einfaches Mitglied der Kommission Weltkirche. Jetzt übernimmt er den Kommissionsvorsitz von Bertram Meier, dem Bischof von Augsburg. Neben dem Wechsel an der Spitze ändert sich auch der inhaltliche Zuschnitt der Kommission. Neben der Pflege der internationalen Kontakte der Deutschen Bischofskonferenz und der Gesamtverantwortung für die überdiözesane weltkirchliche Arbeit in Deutschland, vor allem auch für die Hilfswerke, gehört die Bearbeitung pastoraler, gesellschaftlicher und politischer Fragen zum Thema Migration nun auch zum Aufgabengebiet der Kommission „Weltkirche und Migration“.
Bischof Dr. Krämer begrüßte den neuen Zuschnitt der Kommission: „Die Themenbereiche Weltkirche und Migration in einer Kommission zu bündeln ist klug. So können wir als katholische Kirche in Deutschland mit unserem weltkirchlichen Engagement Menschen noch effizienter helfen und Fluchtursachen direkt dort bekämpfen, wo sie entstehen“, sagt Bischof Dr. Krämer.
Der Bischof der Diözese Rottenburg-Stuttgart bringt für seine Aufgabe viel Erfahrung aus dem Bereich der weltkirchlichen Arbeit mit: Von 2008 bis 2019 war Dr. Krämer Präsident des Internationalen Katholischen Missionswerks Missio in Aachen und ab 2010 auch Präsident des Kindermissionswerks „Die Sternsinger“. Davor hat Dr. Krämer als Domkapitular die Hauptabteilung Weltkirche der Diözese Rottenburg-Stuttgart geleitet (1999-2008).
Die Aufnahme internationaler kirchlicher Beziehungen durch die Diözese Rottenburg-Stuttgart geht zurück auf die weltkirchlichen Erfahrungen von Bischof Leiprecht auf dem Zweiten Vatikanischen Konzil. Bereits 1964 gab es eine erste diözesanweite Hilfsaktion für die Kirche in Afrika, die heutige Hauptabteilung Weltkirche wurde 1967 gegründet. In den vergangenen Jahren wurden Projekte mit Partnern in 112 Ländern weltweit verwirklicht. Allein im vergangenen Jahr wurden 439 einzelne Projekte mit einem Fördervolumen von 12,2 Millionen Euro unterstützt.
Neben seiner Wahl zum Vorsitzenden der Kommission „Weltkirche und Migration“ ist Bischof Dr. Krämer künftig auch Mitglied der Kommission „Ökumene und interreligiöser Dialog“. Weihbischof Dr. Gerhard Schneider ist Mitglied der Kommission „Liturgie und Kultur“ sowie der Kommission „Gesellschaft und caritative Fragen“ und Weihbischof Matthäus Karrer wurde zum Mitglied der Kommission „Medien“ sowie der Kommission „Missionarische Pastoral und kirchliche Dienste“ gewählt.