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Bischofsbrief zum Stand der neuen Kirchengemeinden

Bischof Dr. Krämer wendet sich nach den ersten Vorschlägen für die neuen Kirchengemeinden an die Mitglieder der Diözese.

Rottenburg

Bischof Dr. Klaus Krämer / Foto: Jens Kramer

Im Nachgang zum Studientag der Dekane, stellvertretenden Dekane, Dekanatsreferent:innen und Leiter:innen der Katholischen Verwaltungszentren am 7. Mai 2026 wandte sich Bischof Dr. Krämer gestern mit einem Brief an die Gewählten Vorsitzenden der Kirchengemeinderäte, die Leitenden Pfarrer, die Mitglieder der Steuerungsgruppen in den Dekanaten, die Diözesanrät:innen sowie alle Katholik:innen in der Diözese Rottenburg-Stuttgart. 

Dank für das große Engagement

In seinem Schreiben bedankt sich Bischof Dr. Krämer bei allen Beteiligten, die sich in den vergangenen Monaten mit großem Engagement bei der Beratung der neuen Kirchengemeinden eingebracht haben. „Mir ist bewusst, dass dieser Prozess nicht nur eine zusätzliche zeitliche Belastung darstellt. Er verlangt Ihnen eine hohe Bereitschaft ab, sich von vertrauten Strukturen zu verabschieden und auf eine Zukunft einzulassen, die erst allmählich konkretere Formen annimmt.“ 

Zugleich zeigt sich Bischof Dr. Krämer erfreut darüber, dass beim Studientag tragfähige Vorschläge sichtbar geworden seien, um die rechtlichen Strukturen der Kirchengemeinden zukunftsfähig zu gestalten. Dankbar sei er zudem, dass sich die Überlegungen der Dekanate innerhalb des vom Diözesanrat beschlossenen Korridors von 50 bis 80 neuen Kirchengemeinden bewegen. 

Kriterien für den Zuschnitt der neuen Kirchengemeinden

Ausgangspunkt der Überlegungen zum Zusammenschluss bisheriger Kirchengemeinden waren die bestehenden Seelsorgeeinheiten und Gesamtkirchengemeinden. Darüber hinaus wurden weitere Kriterien berücksichtigt, etwa die Orientierung am Leben der Menschen, bestehende Kooperationen und Partnerschaften, kommunale Grenzen sowie die unterschiedlichen Bedingungen in Stadt und Land. 

Beim Studientag hatte sich gezeigt, dass die Überlegungen aus den Kirchengemeinden und Dekanaten an vielen Stellen bereits gut zusammenpassen, an anderer Stelle jedoch noch Klärungsbedarf besteht. So sind neue Kirchengemeinden vorgeschlagen worden, deren Mitgliederzahl sehr klein ausfallen würde, während andere die kommunalen Grenzen überschreiten würden. Die betroffenen Kirchengemeinden bittet Bischof Dr. Krämer daher, bei den weiteren Beratungen auch alternative Lösungen zu prüfen. 

Weiteres Vorgehen

Die beim Studientag erstmals zusammengestellten Vorschläge bieten die Grundlage für weitere Beratungen in den Kirchengemeinden und Dekanaten. Bis zum 20. September sollen die Kirchengemeinden ihr Votum zur Umschreibung der neuen Kirchengemeinden abgeben. 

Download des Briefs von Bischof Dr. Krämer

Hier können Sie den Brief des Bischofs herunterladen. 

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