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„Bitte meldet Euch!“

Kirche ruft Schüler zur aktiven Nachbarschaftshilfe auf. Sie sollen mit Einkäufen und Besorgungen vor allem ältere Menschen unterstützen.

Rottenburg / Stuttgart

Mit einem Aufruf wenden sich Weihbischof Thomas Maria Renz und die Verantwortlichen in der Diözese Rottenburg-Stuttgart für die Caritas sowie für Schulen und Jugendarbeit an die Schülerinnen und Schüler: „Wir bitten die Jugendlichen, sich bei ihrer Kirchengemeinde vor Ort zu melden, um unkompliziert Alltagshilfen insbesondere für ältere Gemeindemitglieder zu leisten“, sagt Weihbischof Renz, der auch Leiter der diözesanen Hauptabteilung Jugend ist.

Dabei könne es um Einkäufe ebenso gehen wie darum, Medikamente in der Apotheke zu besorgen oder mit dem Hund nach draußen zu gehen. „In der jetzigen Zeit benötigen wir viele helfende Hände, die bei aller gebotener Vorsicht und unter Einhaltung der hygienischen Anforderungen dafür sorgen, dass niemand aus dem Blick gerät“, so der Weihbischof weiter. Bereits jetzt würden sich vor Ort viele Mitglieder in den Kirchengemeinden mit kreativen Ideen um ihre Mitmenschen kümmern. „Ihnen allen gilt mein herzlicher Dank und Gottes Segen für ihre aktiven Zeichen der Nächstenliebe in Zeiten dieser herausfordernden Krise.“

In Kirchengemeinden mit organisierter Nachbarschaftshilfe ist diese der richtige Ansprechpartner für Schülerinnen und Schüler, die dem Aufruf Folge leisten. Die Kontaktdaten finden sich meist auf der Internetseite der jeweiligen Pfarrei. Darüber hinaus können sich die Jugendlichen aber auch an die Vertreter von BDKJ und aller Jugendverbände in ihren Gemeinden oder an die Caritasausschüsse wenden.

„Neben der aktiven Hilfe für ältere Menschen und Menschen mit Vorerkrankungen ist es uns auch wichtig, den Ehrenamtlichen vor Ort Unterstützung zuzusichern“, sagt Dr. Irme Stetter-Karp, die Leiterin der Hauptabteilung Caritas in der Diözese Rottenburg-Stuttgart. „Schließlich sind es häufig ältere Männer und Frauen, die sich vor Ort ehrenamtlich engagieren. Diese müssen nun aber besonders auf sich achten und können vielleicht nicht immer die Hilfe leisten, die sie gerne leisten würden. Genau an diesem Punkt bitten wir die Schülerinnen und Schüler, mit einzuspringen.“

Stetter-Karp hat die Initiative gemeinsam mit der Leiterin der Hauptabteilung Schulen, Ute Augustyniak-Dürr, und Alexandra Guserle, der Diözesanleiterin des BDKJ und des Bischöflichen Jugendamts, ins Leben gerufen. Alle drei sind sich sicher, dass viele junge Menschen helfen wollen und dieses Potential noch nicht vollständig ausgeschöpft ist. „Viele Mädchen und Jungen wissen nicht, an wen genau sie sich wenden sollen“, sagt Guserle. „Wer vor Ort keinen Ansprechpartner findet, kann sich auch bei unserer Aktion ‚Wir sind da‘ online melden. Wir vermitteln dann vor Ort.“ Die Informationen dazu finden sich im Internet unter www.wir-sind-da.online.

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