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Blasiussegen via TV aus St. Blasius

„Gesegnet, um Segen zu sein“ lautet das Leitwort des Fernsehgottesdienstes am 1. Februar. Das ZDF sendet zum zweiten Mal aus St. Blasius in Ehingen.

Ehingen an der Donau

Am Sonntag, 1. Februar, überträgt das ZDF um 9.30 Uhr den Gottesdienst aus St. Blasius in Ehingen live. Bildmontage: SE Ehingen-Stadt

Als einer der Vierzehn Nothelfer und Schutzpatron gegen Halskrankheiten zählt Blasius zu den bekanntesten Glaubenszeugen. „Der heilige Blasius bedeutet den Menschen sehr viel, und es ist schön, dass wir an dem Tag Gastgeber des Fernsehgottesdienstes sein dürfen, an dem wir das Patrozinium unserer Kirche feiern", sagt Harald Gehrig, Leitender Pfarrer der Seelsorgeeinheit Ehingen-Stadt. Traditionell wird an dem Sonntag, der dem Gedenktag des Heiligen, dem 3. Februar, am nächsten ist, der Blasiussegen gespendet. Mit zwei gekreuzten Kerzen wird um Schutz vor Krankheit und um Stärkung an Leib und Seele gebetet. „Der Blasiussegen ist kein magischer Schutz, sondern ein Zeichen des Vertrauens: Gott begleitet uns auf unseren Wegen, in Gesundheit und Krankheit, in allem, was uns im Alltag begegnet", erklärt Pfarrer Gehrig. Gerade deshalb sei dieser Segen für viele Menschen eine wertvolle Ermutigung und ein Zuspruch von Nähe und Hoffnung.

Rund 700.000 Mitfeiernde vor dem Bildschirm

Diese Ermutigung, die Hoffnung auf die Verwirklichung des Heils, wie sie etwa im Brief des Apostels Paulus an die Gemeinde in Rom zum Klingen kommt, bildet deshalb den zentralen Gedanken des Gottesdienstes. „Die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsere Herzen durch den Heiligen Geist, der uns gegeben ist", heißt es in Kapitel 5. Pfarrer Gehrig hat dabei besonders die vielen Gläubigen im Blick, die aus Alters- oder Gesundheitsgründen nicht mehr in ihre Kirche kommen können und die Messe deshalb vor dem Bildschirm mitfeiern. Rund 700.000 Menschen schalten sonntags im Durchschnitt den ZDF-Fernsehgottesdienst bewusst ein. An diesem Sonntag wird der Gottesdienst nicht wie sonst mit dem Auszug des liturgischen Dienstes enden, sondern mit dem Blasiussegen, den Pfarrer Gehrig auch „in die Kamera" spenden wird. Mit dieser Bestärkung verbunden sei die Einladung und der Auftrag, sich aufzumachen und Segen für andere zu sein.

Nach der Messe ins Gespräch kommen

Ein wichtiges Element der ZDF-Fernsehgottesdienste ist das telefonische Gesprächsangebot im Anschluss und bis zum frühen Abend. Über das Zuschauertelefon können Mitfeiernde mit Gemeindemitgliedern ins Gespräch kommen, Fragen stellen, etwa zur Kirche oder der Kirchengemeinde, oder einfach sagen, was ihnen besonders gefallen hat. Vor zwei Jahren, als das ZDF schon einmal den Gottesdienst aus der Ehinger Stadtpfarrkirche übertragen hat, hätten sich viele Anruferinnen und Anrufer über die große Zahl der Ministranten gefreut und die schöne Kirche gewürdigt oder einfach ihre Wertschätzung ausgedrückt, erinnert sich Pfarrer Gehrig. Zwischen 700 und 800 Menschen nutzen dieses Gesprächsangebot im Schnitt. Aus der Kirchengemeinde werden 20 Mitglieder schichtweise diesen Telefondienst leisten, für den im Gemeindehaus und im Pfarrhaus drei Räume reserviert sind.

Viel Einsatz, der sich lohnt

Insgesamt seien 160 Leute aus der Kirchengemeinde in die Vorbereitung und Gestaltung des Gottesdienstes eingebunden, berichtet der Pfarrer. Dazu zählen die Sängerinnen und Sängern des Kirchenchors unter Leitung von Kirchenmusikdirektor Volker Linz, eine Bläsergruppe der Stadtkapelle, aber auch die Mitarbeitenden aus dem Sekretariat, dem Mesnerdienst, dem Pastoralteam sowie die Ehrenamtlichen, die zum Beispiel den Stehempfang im Marienheim im Anschluss schultern. Ja, mit dem Fernsehgottesdienst sei schon viel Arbeit verbunden, gibt Pfarrer Gehrig zu. Wenn man dann aber spüren dürfe, wie viele Menschen dieses Angebot wertschätzen und wie sehr sie sich nach dieser Gemeinschaft auch über Entfernungen hinweg sehnen, „dann relativiert sich der Aufwand".

Nicht nur Gläubige aus der Seelsorgeeinheit, sondern „auch gerne darüber hinaus" seien eingeladen, diesen Gottesdienst in St. Blasius mitzufeiern, damit die vielen Menschen am Bildschirm erleben dürfen, „dass sie verbunden sind mit einer lebendigen, betenden Gemeinde vor Ort". Die Kirchengemeinde weist darauf hin, dass die Plätze bereits zwischen 8.30 und 9 Uhr eingenommen werden müssen. Beginn ist um 9.30 Uhr.

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