Gregor Moser Bürgermeister bei Pilgertag in Oberschwaben
Gregor Moser Weihbischof Matthäus Karrer (rechts) im Gespräch mit Teilnehmern des Pilgertags für Bürgermeister:innen während einer Rast im Pfarrsaal in Unterankenreute. Bild: Diözese Rottenburg-Stuttgart / Gregor Moser
Ein Pilgertag für Bürgermeisterinnen und Bürgermeister: Dieses Angebot unter Federführung der Diözese Rottenburg-Stuttgart fand zum Ende der Sommerferien nach dem erfolgreichen Pilotprojektim vergangenen Jahr zum zweiten Mal statt und führte eine rund 40-köpfige Gruppe auf dem Martinusweg Bodensee-Allgäu-Oberschwaben von Waldburgzur Basilika St. Martin in Weingarten.
Gregor Moser Auch 2027 soll es den Pilgertag geben
In herausfordernden Zeiten biete dieser Tag eine Auszeit unter dem Leitwort „heiter, besinnlich, still“, sagte Ordinariatsrätin Karin Schieszl-Rathgeb beim Pilgerauftakt in der Kirche St. Magnus und freute sich über die, wie sie feststellte, „große Truppe“, die das Angebot wahrnahm. Weihbischof Matthäus Karrer fügte an: „Was gibt uns Kraft, was sind die Werte für unser Handeln und unsere Entscheidungen?“ Im Gespräch und in Abschnitten, auf denen geschwiegen wurde, gab der Tag Zeit, diesen Fragen nachzuspüren. Die Teilnehmenden kamen aus dem gesamten Gebiet der Diözese sowie aus der Erzdiözese Freiburg und ihre Zahl hatte sich gegenüber dem Vorjahr verdoppelt. Der Erfolg des Pilgerangebots brachte so auch die Entscheidung, kommendes Jahr erneut einen Pilgertag für Bürgermeister:innen anzubieten, der dann auf die Ostalb führen soll, berichteten Schieszl Rathgeb und Karrer.
Gregor Moser Wanderung gibt Zeit zum regen Austausch
Die 13 Kilometer lange Wanderung von Waldburg nach Weingarten am vergangenen Dienstag gab reichlich Gelegenheit zum regen Austausch über private und berufliche Dinge untereinander und zum Gespräch mit den begleitenden Seelsorgenden. Unterbrochen wurde dieses lebendige Miteinander von geistlichen Impulsen, abwechselnd vorgetragen durch Ordinariatsrätin Schieszl-Rathgeb und Weihbischof Karrer.
Gregor Moser Kurze Beiträge geben Einblicke in die Geschichte
Dekanatsreferent und Klinikseelsorger Stephan Wiltsche beeindruckte die Gruppe immer wieder mit seinen kurzen Beiträgen, in denen er Einblicke in die Kultur- und Erdgeschichte gab. So beispielsweise zum „Stillen Bach“ – einem hochmittelalterlichen Werk der Wasserbaukunst, das, von Benediktinermönchen erbaut, noch heute ein beliebtes Wanderziel vor den Toren Weingartens ist. Kurz vor dem Erreichen der Basilika St. Martin absolvierte die Gruppe hier einen Streckenabschnitt schweigend und die Teilnehmenden hatten Gelegenheit, ganz bei sich und ihren Gedanken entlang des sanft fließenden Bachs zu gehen.
Gregor Moser Geistliches Angebot und Empfang in Basilika
An der Basilika angekommen empfing Dekan Ekkehard Schmid die Gruppe und gab Einblick in die Geschichte des Klosters Weingarten, des Martinsbergs und der jährlich stattfindenden Reiterprozession zu Ehren der Heilig-Blut-Reliquie. Es folgte eine gemeinsame Andacht und die Einladung auf die der Öffentlichkeit sonst nicht zugänglichen Veranda des Kreuzgangs im ehemaligen Kloster, auf der der Pilgertag bei einem Imbiss und Gesprächen ausklang. Zuvor hatte der Meckenbeurer Bürgermeister Georg Schellinger seine Kolleg:innen noch auf ein weiteres geistliches Angebot aufmerksam gemacht: die Exerzitien für Bürgermeister:innen, Ortsvorsteher:innen und politisch Tätige im Kloster Beuron, die im kommenden Januar stattfinden.