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Christliche Kirchen gratulieren zum jüdischen Neujahrsfest

Bischöfe und Bischöfin aus Baden-Württemberg übermitteln ihre gemeinsamen Glück- und Segenswünsche und äußern ihre Hoffnung auf Frieden und Freiheit.

Rottenburg am Neckar
Das Foto zeigt einen Mann jüdischen Glaubens, der das sogenannte Schofarhorn bläst - ein Instrument, das aus einem Widderhorn gemacht ist. Bild: picture alliance SZ Photo Alessandra Schellnegger

Am jüdischen Neujahrsfest Rosch ha-Schana wird in der Synagoge das Schofarhorn geblasen, ein aus Widderhorn hergestelltes Instrument. Bild: picture alliance SZ Photo Alessandra Schellnegger

Die vier großen Kirchen in Baden-Württemberg gratulieren den beiden Israelitischen Religionsgemeinschaften in Baden-Württembergund damit allen jüdischen Gemeinden herzlich zum jüdischen Neujahrsfest Rosch ha-Schana. Landesbischöfin Prof. Dr. Heike Springhart, Bischof Dr. Klaus Krämer, Landesbischof Ernst-Wilhelm Gohl und Erzbischof Stephan Burger hoffen, dass im neuen jüdischen Jahr Wege für Frieden und Freiheit gefunden werden. Gemeinsam werde man sich auch im neuen Jahr für ein respektvolles, friedliches Miteinander einsetzen, erklären sie in einem Schreiben an die Spitzenvertreter der jüdischen Gemeinden.

Neujahrsfest-Feier erinnert an die Schöpfung 

Das Neujahrsfest beginnt in diesem Jahr am Vorabend des 12. September und wird bis zum 13. gefeiert – der Übergang ins neue jüdische Jahr 5787. Erinnert wird an die Schöpfung der Welt. „Möge dieses Fest die Hoffnung bringen, dass Menschlichkeit und Sorge für- und umeinander wieder unser Zusammenleben prägen, wo in den letzten Jahren immer mehr Misstrauen, Angst, egoistische Sorge und sogar Hass aufgetreten sind“, schreiben die Bischöfe und die Bischöfin in Ergänzung zu den herzlichen Glück- und Segenswünschen für das neue jüdische Jahr.

Bischöfin und Bischöfe stehen zu ihrem Wort

Zurückliegend habe aufgrund des Kriegs mit dem Iran die Sorge um die Sicherheit von Familien und Freunden bei der jüdischen wie christlichen Bevölkerung Israels im Zentrum gestanden. Auch in Deutschland verbesserte sich die Situation der jüdischen Gemeinschaft zuletzt nicht, sondern verschlechterte sich noch, so die Bewertung der christlichen Kirchenvertreter. „Immerhin gab es im letzten Jahr viele kleine Momente der Freude und der relativen Normalität.“ Dazu gehörte die sehr gelungene Jewrovisionin Stuttgart, Europas größter jüdischer Gesangs- und Tanzwettbewerb mit mehr als 1200 Jugendlichen aus ganz Deutschland. „Wir wünschen insbesondere den jungen Jüdinnen und Juden in Baden-Württemberg viel Rückenwind aus dieser Erfahrung und stehen zu unserem Wort, gerade die jungen jüdischen Menschen so gut wie möglich in ihrem Einsatz für ein normales Leben zu unterstützen.“

Das gemeinsame Glückwunschschreiben

Lesen Sie das gemeinsame Glückwunschreiben von Bischof Dr. Klaus Krämer, Erzbischof Stephan Burger, Landesbischof Ernst-Wilhelm Gohl und von Landesbischöfin Prof. Dr. Heike Springhart hier. 

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