Zum Inhalt springen

Damit Schule guttut

Beim 1. Ökumenischen Schulpastoraltag treffen sich nicht nur Religionslehrerinnen und -lehrer zum Erfahrungsaustausch.

Heilbronn
Ökumenischer Schulpastoraltag Diözese Rottenburg-Stuttgart / Arkadius Guzy

Dr. Andrea Dietzsch, Professorin für Religionspädagogik und Rektorin der Evangelischen Hochschule Ludwigsburg, spricht beim Ökumenischen Schulpastoraltag im Heinrich-Fries-Haus. Foto: DRS/Guzy

Ideen und Anregungen aus und für die Schulseelsorge hat der 1. Ökumenische Schulpastoraltag präsentiert. Etwa 50 Schulseelsorgerinnen und Schulseelsorger, Religionslehrerinnen und Religionslehrer sowie weitere Engagierte kamen im Heinrich-Fries-Haus in Heilbronn zusammen, um sich auszutauschen. Die Veranstaltung sollte eine Fortbildung und ein Netzwerktreffen sein, wie die katholische Schuldekanin Elisabeth Ott bei der Eröffnung sagte. Auf die Teilnehmerinnen und Teilnehmer warteten nach kurzen Gedanken zum Innehalten der Dekanatsbeauftragten für Kirche und Schule/Schulpastoral im katholischen Dekanat Heilbronn-Neckarsulm, Lioba Diepgen, verschiedene Informationsangebote.

„Schulseelsorge tut not, Schulseelsorge tut gut“, sagte Kornelia Vonier-Hoffkamp, Referentin für Schulpastoral bei der Diözese Rottenburg-Stuttgart. Welchen Beitrag Schulseelsorge konkret leistet, erläuterte Dr. Andrea Dietzsch in ihrem Einstiegsvortrag. „Sie tragen dazu bei, dass Schülerinnen und Schüler gute Erfahrungen in der Schule machen“, erklärte die Professorin für Religionspädagogik und Rektorin der Evangelischen Hochschule Ludwigsburg.

Wie Schulseelsorge hilft

An drei Thesen führte sie den Beitrag der Schulseelsorge aus: „Schulseelsorge ist gelebtes Evangelium“, „Schulseelsorge ist ein Beitrag zur ganzheitlichen Bildung“, „Schulseelsorge ist ein Gewinn für Sie“. „Sie zeigen durch ihre Arbeit als Schulseelsorger und Schulseelsorgerin, dass sie an Menschen interessiert sind“, sprach Dietzsch die Teilnehmerinnen und Teilnehmer an. Das trage dazu bei, dass „schulische Strukturen menschlicher werden“. Dabei bezeichnete sie den schulischen Kontext als herausfordernd, da er hochkomplex sei.

Schulseelsorgerinnen und Schulseelsorger sind Ansprechpartner für Schülerinnen und Schüler bei Sorgen und Nöten. Ihre Angebote ergänzen das schulische Programm. „Bildung ist nicht nur fachliche Bildung“, sagte Dietzsch am Rande der Veranstaltung. Schulseelsorge fände auch Worte für das, wofür andere keine Worte hätten.

Workshops und Praxisbeispiele

So behandelte einer der Workshops, den die Teilnehmerinnen und Teilnehmer nach dem Vortrag wählen konnten, das Thema Umgang mit Trauer. Dieser Schwerpunkt interessierte zum Beispiel Barbara Link. Die Religionslehrerin und Konrektorin der Hans-Sauter-Schule in Leingarten berichtete, dass die Mutter einer Schülerin gestorben sei. Die Frage, wie damit umgegangen werden könne, war für sie Anlass für die Teilnahme am Schulpastoraltag, wie Link auf Nachfrage erklärte.

Bei einem „Markt der Möglichkeiten“ stellten außerdem verschiedene Akteurinnen und Akteure ihre Angebote aus und für die Schulseelsorge vor. Mit dabei waren beispielsweise der Buchdienst Wernau und der Arbeitskreis Leben (AKL) Heilbronn. Der AKL besucht mit seinem Suizidpräventionsprogramm Bildungseinrichtungen.

Den Ökumenischen Schulpastoraltag haben neben Schuldekanin Elisabeth Ott die Dekanatsbeauftragte für Kirche und Schule/Schulpastoral, Lioba Diepgen, und der evangelische Schuldekan, Jürgen Heuschele, organisiert. Das evangelische Schuldekanat Öhringen war ebenfalls beteiligt.

Mehr zum Autor

Aktuelles

zum Thema

Studienkolleg St. Johann

100 Jahre Studienkolleg St. Johann

Blönried

Die Geschichte einer der beliebtesten katholischen Privatschulen Oberschwabens in Blönried begann 1926 mit einem Internat der Steyler Missionare.

Fairness macht den Unterschied

Ulm (Donau)

Fairer Handel ist das Thema der aktuellen Deutschland-Tour des Sternsingermobils. Mehrere Tage war es an Schulen im Dekanat Ehingen-Ulm zu Gast.

Aktuelles

aus der Region

Arkadius Guzy

Ministerpräsident zu Besuch im Jagsttal

Schöntal (Jagst)

Auf seiner Sommertour besichtigt Cem Özdemir, Ministerpräsident von Baden-Württemberg, Kloster Schöntal und die Landschaft um die Anlage herum.

Arkadius Guzy

Seelsorge inmitten urbaner Entwicklung

Heilbronn

Wie kann Kirche außerhalb klassischer Gemeindestrukturen aussehen? Ein Spaziergang mit Michael Dieterle durchs Quartier Neckarbogen gibt Einblick.

Aktuelles

aus der Diözese Rottenburg-Stuttgart

Matthias Zahner

Beeindruckende Wegmarken des Glaubens

Rottenburg am Neckar

Der emeritierte Bischof Dr. Fürst und Weihbischof Dr. Schneider segnen den nun vollständig restaurierten Prozessionsweg im Weggental in Rottenburg.

Gregor Moser

Bürgermeister bei Pilgertag in Oberschwaben

Weingarten

Rund 40 Bürgermeisterinnen und Bürgermeister nutzen Angebot der Diözese für Auszeit mit geistlichen Impulsen, Gesprächen und Zeit zur Besinnung.

Angelika Sönnichsen

Frieden wächst, wo Menschen einander begegnen

Rottenburg

Bischof Dr. Klaus Krämer besucht Friedens-, Bildungs- und Klimaprojekte in Burundi. In Nyanza Lac eröffnet ein Zentrum für Frieden und Versöhnung.

Markus Leser

Bischof erhebt die Klosterkirche in Rot an der Rot zum Münster

Rot an der Rot

Beim Patrozinium am Fest der Heiligen Verena gibt Pater Johannes-Baptist Schmid, Pfarrer der Seelsorgeeinheit Rot-Iller, die Ehrung offiziell bekannt.

Blutreitergruppe Meckenbeuren

In Treue zum Weingartener Blutritt

Meckenbeuren

Wie andere in den letzten Jahren feiert die Blutreitergruppe Meckenbeuren 2026 ihre Gründung vor 100 Jahren mit Gottesdienst und Reiterprozession.