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Das Thema Nahrung religiös und weltlich darstellen

Am 6. und 7. April startet das Kirchen-Kultur-Projekt "St. Maria als..." in die neue Saison.

Stuttgart

Die Kuratorinnen Romy Range (li.) und Ania Corcilius haben mit den eingereichten und mit eigenen Ideen ein abwechslungsreiches Programm für "St. Maria als..." auf den Weg gebracht. Foto: Jochen Detscher

Wir haben eine Kirche – Sie haben eine Idee? Das ist bis heute das Motto des Projekts "St. Maria als…". Die Kirche ist ein Ort für Gottesdienste, aber eben auch für anderes. Deshalb können Kulturschaffende, Wissenschaftler, soziale Player und wer immer eine Idee hat, diese auch einbringen. Die beiden Kuratorinnen Romy Range und Ania Corciliushaben aus ihren eigenen Ideen und denen, die an sie und den Kuratorischen Rat herangetragen worden sind, ein Jahresprogramm für die Kirche in der Tübinger Straße zusammengestellt. Und sie haben erstmals ein Leitmotiv für 2024 ausgegeben: das Thema Nahrung, das auch viele religiöse Bezüge ermöglicht. Eröffnet wird das Jahresprogramm am Samstag und Sonntag, 6. und 7. April, mit Workshops des Museums Brot und Kunst, die den Fragen nachgehen, wie essen wir heute und wie leben wir morgen. Fürs Essen vor Ort sorgt Harrys Bude.

Eine Kirche, die sich weit in die Stadt und die Stadtgesellschaft hinein öffnet – das ist
„St. Maria als…“. „Wir gehen mit unserem Programm bewusst auch aus der Kirche hinaus in den öffentlichen Raum. Wir möchten aus der Stadtgesellschaft heraus diesen geistlichen, sozialen und kulturellen Raum weiterentwickeln, an dem sich die unterschiedlichen Menschen beteiligen und wo sie sich aufgehoben fühlen können“, sagt die Künstlerin und Kunstvermittlerin Ania Corcilius, eine der Kuratorinnen des Projekts „St. Maria als…“. Zusammen mit ihrer Kollegin, der Kulturmanagerin Romy Range, hat sie das Jahresprogramm für die neogotische Kirche in der Tübinger Straße zusammengestellt. Auftakt für 2024 ist das Eröffnungswochenende 6. und 7. April, an dem das Ulmer Museum Brot und Kunst zu Gast in der Kirche St. Maria sein wird. Angeboten werden zwei Workshops: „Was essen wir heute?“ und „Wie wollen wir morgen leben?“. Start ist am Samstag um 11 Uhr mit der Begrüßung durch Stadtdekan Christian Hermes. Fürs Essen sorgen die Projekte Harrys Bude und „Supp_optimal – Essen für alle“, die gerettete Lebensmittel verteilen und verarbeiten, unterstützt von der Bürgerstiftung Stuttgart.
Am Sonntag beginnt das Programm um 12 Uhr mit einer Vesper vor der Kirche, im Anschluss starten die Workshops. Um 16 Uhr präsentiert Ania Corcilius die Pilzzuchtstation, die passend zum Jahresthema Nahrung, im Vorraum der Kirche eingerichtet wird.

Das Thema Nahrung künstlerisch, theologisch und gesellschaftspolitisch aufbereitet

„Das Thema Nahrung wird uns in diesem Jahr in ganz verschiedenen Formen -künstlerisch, wissenschaftlich, theologisch und gesellschaftspolitisch – begleiten. Wir suchen den Austausch mit unterschiedlichen Menschen und Institutionen, die sich mit der Produktion und der gerechten Verteilung von Lebensmitteln, mit dem Recht auf gesunde Ernährung oder mit der Bedeutung des Brotes im Christentum auseinandersetzen“, erklärt Corcilius. Zudem gebe es über Harrys Bude und die Bürgerstiftung schon jetzt eine enge Verknüpfung zum Thema Nahrung und zum Umgang mit geretteten Lebensmitteln. „Nahrung ist ein Grundbedürfnis, das alle Menschen verbindet“, so Corcilius. So wird sich am 26. April die Zukunftswerkstatt Harrys Lab mit der Rettung von Nahrungsmitteln auseinandersetzen. Und vom 26. bis 28. Juni ist Breaking Bread, eine Theaterperformance von Post Theater zu sehen.

Der Ideenwettbewerb ist das ganze Jahr über geöffnet

Auch wenn es ein Jahresthema gibt, müssen sich nicht alle Veranstaltungen und Angebote darauf beziehen. „Unser Ideenwettbewerb ist nicht an das Jahresthema gebunden. Vielmehr sind wir offen für alle Ideen. Wichtig ist uns, dass sich die Menschen mit dem spirituellen und religiösen Ort auseinandersetzen und dass die Veranstaltung spezifisch für diesen Ort entwickelt wurde“, sagt Romy Range. „St. Maria als…“ ist mehr als ein Veranstaltungsort mit hoher Decke, dies sei wichtig zu verstehen. Bisher haben 30 Einzelpersonen oder Teams ihre Ideen eingereicht, 17 wurde bislang für das Jahr 2024 ausgewählt. Weitere Einreichungen sind das ganze Jahr über möglich. Mitte April wird es dann die nächste Entscheidungsrunde geben. Ob die Ideen zu „St. Maria als…“ passen, darüber entscheiden Romy Range und Ania Corcilius gemeinsam mit dem Kuratorischen Rat, in dem Vertreterinnen aus dem Stadtteil, der Kultur und der Kirchengemeinde mitwirken. „Es werden im Verlauf des Jahres weitere Veranstaltungen über den Ideenwettbewerb, aber auch über uns dazu kommen“, sagt Romy Range. Wichtig ist den beiden Kuratorinnen, dass alle Künstlerinnen und Gestalter auch ein Honorar bekommen. Die beiden freuen sich über die Vielfalt und die Kreativität der Einsendungen. Informationen über aktuelle Projekte und spontane Veranstaltungen finden sich auf der Webseite www.stmariaals.de

„St. Maria als…“ gehört zu den besonderen kirchlichen Orten in Stuttgart

Die Stuttgarter Stadtkirche hat sich bereits 2013 mit dem strukturellen Prozess Aufbrechen auf den Weg gemacht, die Kirche in die Zukunft zu führen. „St. Maria als…“ ist einer der besonderen kirchlichen Orte in Stuttgart, die neben dem Spirituellen Zentrum station s und dem TrauerZentrum aus diesem Prozess heraus entstanden sind.

Katholische Kirche in Stuttgart

Dies ist ein Text der Katholischen Kirche in Stuttgart.
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