In ihrem nun 13-jährigen Bestehen präsentierte sich in diesem Jahr die „Deutschsprachige Pilgerseelsorge in Santiago de Compostela“ In einem von mehreren Pavillons der Diözese Rottenburg-Stuttgart im Rahmen des Gesamt-Themas „Pilgerwege“. Der Standort war gut gewählt: am Schillerplatz, umgeben von historischen Gebäuden wie der Stiftskirche, den Markthallen und der traditionsreichen Gaststätte „Alte Kanzlei“. Die Besucherströme querten diesen Platz, und entsprechend lebhaft und vielfältig gestalteten sich die Gespräche an den Ständen. Wir standen meist zu dritt für alle möglichen Fragen der Gäste zur Verfügung.
Als „Hingucker“ hatten wir ein Großfoto des Hl. Jakobus aus der „Puerta Santa“ in Santiago aufgestellt. Es verfehlte seine Wirkung nicht: Die Gespräche mit unseren Besuchern drehten sich meist zunächst um die unterschiedlichen Pilgerwege, teils auch um die Erfahrungen vieler, die den Jakobsweg schon erlebt hatten, und die allesamt sehr positiv von den Treffen mit den Teams der Deutschen Pilgerseelsorge in Santiago und ihren Angeboten berichteten. Außerdem ging es oft auch um Informationen zu verschiedenen Weg-Etappen, und nicht wenige wollten einfach nur Erfahrungen mit uns teilen, was sie erlebt hatten, oder was sie noch wissen mussten, ehe sie selbst aufbrechen wollten. Unser Präsenzdienst am Stand zog sich von vormittags 10 Uhr bis in den Abend. Sehr gefreut hat uns auch der Besuch des früheren Rottenburger Bischofs, Kardinal Walter Kasper, der sich ausführlich über den Dienst der Pilgerseelsorge und ihre Initialzündung für andere Länder informieren ließ. Sein Wort „Nichts auf der Welt ist so kraftvoll wie eine Idee, deren Zeit gekommen ist“, brachte es auf den Punkt, was wir ja seither oft selbst in Santiago erleben konnten.