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Für ein konstruktives und dialogisches Miteinander

Mit Gabriele Denner übernimmt nach gut 50 Jahren erstmals eine Frau die Geschäftsführung der Diözesanen Räte.

Untermarchtal / Rottenburg
Diözese Rottenburg-Stuttgart

Gabriele Denner. Ab 01.09.2022 Geschäftsführerin des Diözesanrats und des Diözesanpriesterrats. Foto: Diözese Rottenburg-Stuttgart / Jochen Wiedemann

Mit 58 von 64 abgegebenen Stimmen und damit mit eindeutiger Mehrheit haben die diözesanen Räte Gabriele Denner als neue Geschäftsführerin des Diözesanrats und Priesterrats bestellt und somit dem Vorschlag des Präsidiums zugestimmt.

Nach gut 50 Jahren seit Bestehen des Diözesanrats wird damit erstmals eine Frau die Geschäfte der diözesanen Gremien der Diözese Rottenburg-Stuttgart führen. Gabriele Denner, seit 2012 Referentin in der Hauptabteilung IV – Pastorale Konzeption des Bischöflichen Ordinariats, wird zum 1. September 2022 den jetzigen Geschäftsführer Alexander Bair (58) ablösen, der in das Kompetenzteam Verbandsentwicklung des Diözesancaritasverbands wechselt.

Aktuell ist Gabriele Denner in der Hauptabteilung IV jeweils zu 50 Prozent als Referentin für den Schwerpunkt Ehrenamt/Ehrenamtsentwicklung sowie als persönliche Referentin von Weihbischof Matthäus Karrer tätig. Zudem gehörten Dekanate und Pastoralvisitation zeitweise in ihren Arbeitsbereich. Aktuell ist die 57-Jährige auch Sprecherin der Frauenkommission der Diözese.

Nach ihrer Ausbildung zur Gemeindereferentin arbeitete sie zunächst sieben Jahre in der Kirchengemeinde St. Johannes in Fellbach, bevor sie 1999 als Referentin an die Fachstelle Jugendspiritualität ins Bischöfliche Jugendamt(BJA) wechselte. Von 2007 bis 2012 übernahm Denner das Amt der geistlichen Diözesanleiterin der BDKJ (Bund der Deutschen Katholischen Jugend)/BJA und trug dort Verantwortung für ca. 150 Mitarbeiter:innen.

Kontakte zum Diözesanrat ergaben sich u.a. als beratendes Mitglied des Pastoralausschusses und als Mitglied im Koordinierungsausschuss für das INKonzept. Von 2007 bis 2012 war sie bereits als gewählte Laienvertreterin im Gremium.

„Ich fühle mich dem Diözesanrat sehr verbunden. Er ist von je her für mich eine wichtige, zentrale, einflussreiche und zukunftsweisende Einrichtung in unserer Diözese. Hier wird das einmalige Rottenburger Modell lebendig: Katholikenrat – Pastoralrat- Kirchensteuervertretung in einem. Diözesanrat und Diözesanleitung agieren auf Augenhöhe, kooperativ und gleichberechtigt. Beispielhaft daran ist, dass hier im Sinne des Synodalen Weges, Macht geteilt wird, bis hin zur Verwendung der Finanzmittel,“ verdeutlichte Gabriele Denner ihre Motivation.

„Eine bewährte und geschätzte Persönlichkeit“

Bischof Gebhard Fürst, Vorsitzender der beiden Gremien, sagte zur Wahl Gabriele Denners zur neuen Geschäftsführerin: „Mit Gabriele Denner gewinnen unsere diözesanen Räte und Ausschüsse eine bewährte und bei ehrenamtlichen wie hauptberuflichen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen geschätzte Persönlichkeit, die viel Erfahrung in Personalführung, Organisation und Management vor allem aber in der Gestaltung und strategischen Weiterentwicklung des Ehrenamts mitbringt. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit.“

Diözesanratssprecher Johannes Warmbrunn hob hervor: „In diesen für uns und unsere Kirche „stürmischen“ Zeiten braucht es ein kritisches, konstruktives und vernetztes Handeln gerade im Zusammenspiel zwischen den diözesanen Räten und Diözesanleitung. Gabriele Denner ist mit unserer Diözese und den diözesanen Prozessen bestens vertraut. Wir werden mit ihr eine kompetente, engagierte und motivierte Ratgeberin an unserer Seite haben.“

„Ich danke Ihnen für Ihr Vertrauen und Ihre Zustimmung für diese Aufgabe, für diesen Dienst, damit wir gemeinsam die anstehenden Herausforderungen angehen, anpacken und vor allem gestalten können. Geschäftsführung heißt für mich bei aller Dienstleistung, auch Brücken zu bauen, zu vernetzen und für ein konstruktives, dialogisches Miteinander zu sorgen. Dabei ist mir auch die spirituelle Stärkung wichtig“ versprach die künftige Geschäftsführerin nach ihrer Bestellung.

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