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Dein Kreuz für Deine Werte

Das Dekanat Ostalb hat eine große Kampagne zur Bundestagswahl gestartet. Sie soll zum Nachdenken und zu respektvoller Diskussion anregen.

Aalen (Württemberg)

„Dein Kreuz für Deine Werte“ (von links): Markus Mengemann, Regionalleiter der Caritas Ost-Württemberg, Dekan Robert Kloker, Betriebsseelsorgerin Karolina Tomanek sowie die Dekanatsreferenten Tobias Kriegisch und Romanus Kreilinger. Foto: Schwenk

„Wir wollen damit einen Zwischenruf setzen und die Menschen sensibilisieren, wo sie am Tag der Bundestagswahl ihr Kreuz setzen“, sagt Dekan Robert Kloker. In einem gemeinsamen Erarbeitungsprozess haben sich die Mitarbeitenden des Dekanats für die Einbringung der Werte „Menschenwürde“, „Solidarität“, „Respekt“ und „Vielfalt“ entschieden.

Die Kampagne „Dein Kreuz für Deine Werte" wurde als Orientierungshilfe gestartet in einer komplexen Wirklichkeit, wo es keine einfachen Antworten auf komplizierte Fragen gibt. „Wir fragen uns auch, was bedeuten diese Werte und deren Umsetzung wirklich und wo finden sie in der politischen Debatte Gehör?“, führt der Dekan weiter aus. Durch die Kampagne sollen die Menschen angeregt werden, diese Antworten für sich zu finden und die Parteiprogramme und Aussagen der Politiker:innen daraufhin zu überprüfen.

Videos mit Denkanstößen

Um für die Bedeutung der Werte Denkanstöße zu geben, haben Mitarbeitende aus dem Haus der Katholischen Kirche Statements in Videos abgegeben, die auf der Homepage des Dekanats zu finden sind. „Ich bin froh, dass wir uns als Katholische Kirche positionieren“, meint Betriebsseelsorgerin Karolina Tomanek, die ein Statement zum Thema „Vielfalt“ abgegeben hat. Der Regionalleiter der Caritas Ost-Württemberg, Markus Mengemann, wünscht sich auch, dass sich die Wählenden fragen, in welcher Gesellschaft sie künftig leben wollen, und ermuntert, sich gut auf veritablen Seiten zu informieren. Die Leiterin der Katholischen Erwachsenenbildung, Ana Requesens-Moll, hat sich in einem Video zum Thema Solidarität gefragt: „Wie würde Jesus entscheiden?“ Weitere Statements gibt es von Krankenhausseelsorger Martin Keßler und keb-Mitarbeiterin Karin Specht.

Das Dekanat Ostalb hat alle seine 25 Seelsorgeeinheiten und die 105 Kirchengemeinden mit großen Bannern ausgestattet, um eine Wirkung in die Breite zu erzielen. Diese werden in den nächsten Wochen vor der Bundestagswahl an den kirchlichen Gebäuden der Gemeinden platziert.

Mehr reale Begegnungen und offene Diskussion gewünscht

Als Wunsch äußern die beiden Dekanatsreferenten Romanus Kreilinger und Tobias Kriegisch, dass wieder mehr reale Begegnungen stattfinden und offen diskutiert wird. „Auch das bedeutet Respekt“, so die Dekanatsreferenten hinsichtlich des oft respekt- und würdelosen Umgangs in den sozialen Netzwerken. Hinsichtlich der momentan diskutierten Migrationsdebatte sagt Dekan Kloker ganz klar: „Es gibt für uns Kirchen eine rote Linie. Wenn diese überschritten wird, setzen wir ein klares Veto.“ Dies sei letzte Woche bei der Abstimmung über den Migrationsplan im Bundestag passiert.  Man suche aber dennoch die inhaltliche Auseinandersetzung.

Das Dekanat Ostalb hat für diese Kampagne eine Seite auf der Homepage erstellt. Ein QR-Code auf den Bannern und Plakaten führt dorthin.

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