Mit großer Trauer nehmen wir Abschied von Ralf Klein-Jung, der weit über drei Jahrzehnte die Caritas in unserer Diözese geprägt hat. Sein beruflicher Weg begann im Herbst 1989 beim Diözesancaritasverband in Stuttgart, wo er als Referent für die Behindertenhilfe tätig war. Bereits zwei Jahre später übernahm er Verantwortung als Heimleiter und Geschäftsführer der Heggbach-Einrichtungen. Ab dem Jahr 2000 war er gemeinsam mit einem Kollegen erster Vorstand der neu gegründeten Stiftung St. Elisabeth der Franziskanerinnen von Reute.
2005 wechselte Ralf Klein-Jung in die Kinder- und Jugendhilfe und übernahm die Leitung der Marienpflege in Ellwangen, als erster Nichtpriester in dieser Funktion. Über zwei Jahrzehnte hinweg hat er diese traditionsreiche Einrichtung weiterentwickelt. Er hat Veränderungsprozesse angestoßen, neue Angebote aufgebaut und das Kinderdorf zur Stadt hin geöffnet.
Ralf Klein-Jung hat sich weit über seine eigene Einrichtung hinaus eingebracht. Auf diözesaner und bundesweiter Ebene war er ein geschätzter Impulsgeber. Der Blick "über den Tellerrand hinaus" war ihm stets ein Herzensanliegen. Tief im katholischen Glauben verankert verschrieb er sich ganz dem Dienst an den Menschen, allen voran den Kindern. Wie kaum ein anderer verstand er es, andere mitzunehmen und zu begeistern.
Bei seiner Verabschiedung am 9. Dezember 2025 durfte ich ihm die Goldene Ehrennadel des Deutschen Caritasverbandes überreichen. Vor wenigen Tagen ist Ralf Klein-Jung nach schwerer Krankheit verstorben. Wir verlieren einen engagierten Gestalter und einen Menschen, der die Caritas in unserer Diözese nachhaltig geprägt hat. Wir sind ihm zu großem Dank verpflichtet und werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren.