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Den Kranken, Einsamen und Trauernden nahe

Wie Menschen Maß nehmen an Pater Philipp Jeningen erläuterte Weihbischof Karrer bei der Wallfahrt des Dekanatsbezirks Ellwangen/Bopfingen/Neresheim.

Ellwangen (Jagst)

Freunde und Verehrer von Pater Philipp Jeningen im Dekanatsbezirk Ellwangen/Bopfingen/Neresheim pilgern jedes Jahr zum Virngrundapostel in die Ellwanger Stiftskirche. Foto: DRS

Eine gute Tradition ist die Bezirkswallfahrt zum guten Pater Philipp Jeningen, auch wenn corona-bedingt diesmal weniger Menschen dabei sein konnten, um in die Ellwanger Stiftskirche den "Apostel des Virngrunds" zu ehren und fürbittend anzurufen. Als Hauptzelebrant pilgerte Weihbischof Matthäus Karrer mit dem stellvertretenden Dekan Pater Jens Bartsch und Pfarrer Michael Windisch von der Sankt-Vitus-Gemeinde sowie den Vertreterinnen und Vertretern der Pfarreien und den Ministranten zum Grab von Pater Philipp, der in den Nachwirren des Dreißigjährigen Krieges von 1680 bis zu seinem Tod 1704 in den oftmals zerstörten Kirchen und Gemeindestrukturen Ellwangens und des Virngrunds wirkte, Kranke besuchte, Trauenrde tröstete, zahllose Gottesdienste feierte und bis fast zur Selbstaufgabe seelsorgerlich im Virngrund unterwegs gewesen ist.

Auch Pater Philipp wäre ins Ahrtal gegangen

"Deswegen wird er im kommenden Jahr selig gesprochen, eine herausragende Ehrung, die der Vatikan am 19. Juni diesen Jahres bekanntgegeben hat", erinnerte Weihbischof Matthäus Karrer in seiner Predigt. Er habe Berichte von Notfallseelsorgern aus der Diözese Rottenburg-Stuttgart gelesen, die im Ahrtal gearbeitet haben und deren Hauptaufgabe es war, bei denen zu sein, die alles verloren haben, um ihnen zuzuhören und in der Nähe zu sein. Karrer dankte allen Menschen, die so wie Philipp Jeningen Kranken, Einsamen und Trauernden nahe sind und sie begleiten.

Der Stiftschor unter der Leitung von Regionalkantor Benedikt Nuding umrahmte den Gottesdienst nicht mit einer Festmesse von der Empore herab, sondern bezog die Gottesdienstbesucher in die musikalische Gestaltung mit ein, indem er Lieder aus dem Gesangbuch intonierte, die die Messbesucher im Wechsel mit dem Kantor zur größeren Ehre Gottes sangen - vielleicht auch ein kleines Zeichen dafür, dass die Zeichen der Zeit in der katholischen Kirche auf Miteinander und Beteiligung stehen.

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