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„Den Ministranten eine Stimme geben“

Interview mit dem neu gewählten Diözesanoberministranten Benedikt Peter aus Horb-Talheim.

Horb
Benedikt Peter ist neuer Diözesanoberministrant. Bild: privat

Benedikt Peter, Dekanatsrat und gewählter Kirchengemeinderat aus Horb-Talheim, wurde zum Diözesanoberministranten gewählt. Bild: privat

Benedikt Peter aus Horb-Talheim wurde im Herbst 2022 zum Diözesanoberministrant in der Diözese Rottenburg-Stuttgart gewählt. Im Team mit drei weiteren gewählten Oberministranten möchte er sich nun für die nächsten zwei Jahre für die Belange der Ministranten in der Diözese Rottenburg-Stuttgart einsetzen und damit die größte Gruppierung im Jugendbereich der katholischen Kirche vertreten. Im Gespräch mit Dekanatsreferentin Nicole Uhde spricht er über seine neue Aufgabe.

Lieber Benedikt, herzlichen Glückwunsch zur Wahl zum Diözesanoberministranten! Wir freuen uns, dass Du ins Leitungsteam der Ministranten gewählt wurdest und unser Dekanat auf Diözesaneben vertreten darfst. Gerne möchte ich Dir ein paar kurze Fragen zu deiner neuen Aufgabe stellen. Warum hast Du Dich zur Wahl gestellt? Mit welcher Motivation bist Du angetreten?

Die Arbeit auf Diözesanebene macht mir riesigen Spaß. In vielen Diözesanversammlungen der letzten Jahre verstärkte sich nach und nach der Wunsch, mich auf dieser Ebene einzubringen. Ich möchte mich aktiv für die Ministrantinnen und Ministranten in der Diözese einsetzen und deren Interessen vertreten.

Hast Du mit der Wahl gerechnet, oder kam diese überraschend?

Die Bewerberlage war sehr lange unklar. Als ich mich für eine Kandidatur entschieden habe, habe ich mir Chancen ausgerechnet, aber es war lange Zeit unsicher, ob es für eine Wahl ausreicht. Ich habe dann kräftig geworben und konnte die Wähler für mich überzeugen.

Die Wahlperiode beträgt zwei Jahre. Welche Ziele setzt Du Dir für deine Aufgabe?

Ich möchte in Kooperation mit den andern Diözesanoberministranten den Verbandsprozess vorantreiben. Hier gibt es noch vieles zu klären, wie zum Beispiel die Erstellung einer Satzung, die Frage, ob eine Vereinsgründung sinnvoll ist oder ob Ministranten politisch sein müssen. Minis bewegen sich in verschiedenen Spannungsfeldern, hier gilt es formale Fragen zu klären und Aufgaben zu definieren, so dass sich möglichst alle Ministranten der Diözese in diesen Strukturen auch wiederfinden. Das Zusammenwirken von Haupt- und Ehrenamt, zwischen Jugend und jungen Erwachsenen und Senioren, zwischen Spaß und pastoralen Aufgaben reizt viele jungen Menschen sich zu engagieren. Dennoch ist die Ministrantenarbeit sehr unterschiedlich in den einzelnen Kirchengemeinden organisiert. Hier besteht die Herausforderung darin, die Interessen aller zu vertreten und allen Ministranten, eine Stimme zu geben.

Wie sehen denn ganz konkret Deine beziehungsweise Eure ersten Schritte aus?

Zunächst werden wir Kontakt zu den einzelnen Dekanaten aufnehmen sowie die nächste Diözesanversammlung im April planen.

Warum setzt Du Dich besonders für die Minis ein? Du könntest dich ja auch in einem anderen Feld engagieren. Warum gerade für die Minis?

Ich war selbst lange Ministrant und bin mit den Minis aufgewachsen. Für mich ist der Ministrantendienst untrennbar mit der Kirche verknüpft. Ein Teil von mir wird immer Ministrant bleiben. Daher möchte ich die Ministrantenarbeit nachhaltig erhalten und damit den Rückgang der kirchlichen Jugendarbeit abmildern.

Dein neues Amt ist mit verschiedenen Aufgaben und Verpflichtungen verbunden. Wie schätzt Du die Vereinbarkeit von Ehrenamt, Beruf und Ausbildung und Privatleben ein? Welche Erfahrungen machst Du unter Ministranten?

Viele hören automatisch mit ihrem Dienst auf, wenn Sie eine Ausbildung oder ein Studium beginnen. Dies finde ich sehr schade. Jeder sollte zunächst prüfen, ob eine Vereinbarkeit möglich ist. Durch eine Priorisierung von Tätigkeiten, der Mitarbeit in anderen Tätigkeitsbereichen oder der Veränderung von Verantwortlichkeiten ist es vielleicht möglich sich dennoch zu engagieren, auch wenn es vielleicht auf eine andere Art und Weise ist wie zuvor. Sicherlich ist es hilfreich, sich Mitstreiter zu suchen. Denn im Ehrenamt sind wir nicht alleine, sondern immer im Team, welches Absprachen und Zusammenarbeit ermöglicht.

Zur Person

Benedikt Peter ist 23 Jahre alt, studiert Mathematik und Chemie auf Lehramt und wohnt in Horb-Talheim im Dekanat Freudenstadt. Er vertritt die Jugend im Dekanatsrat, ist gewählter Kirchengemeinderat, Jugendvertreter und Sternsingerleiter sowie ehemaliger BDKJ-Dekanatsleiter und Ministrantenleiter.

Zum Hintergrund:

Das Leitungsteam der Ministranten hat sich die direkte Verantwortlichkeit für die Dekanate aufgeteilt: Benedikt Peter ist der Kontakt für die Dekanate: Rems-Murr Nord, Stuttgart, Böblingen, Esslingen-Nürtingen, Rottenburg, Reutlingen-Zwiefalten, Balingen, Tuttlingen-Spaichingen. Rückfragen gerne auch direkt an Benedikt Peter, das Katholische Jugendreferat oder die Dekanatsgeschäftsstelle im Dekanat Freudenstadt, Telefon 07451/7192.

Weitere Informationen zur Ministrantenarbeit der Diözese Rottenburg-Stuttgart finden Sie hier.

 

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