Der Countdown fürs Glaubensfest läuft
Noch ein Jahr dauert es, dann wird in Stuttgart das größte Glaubensfest der katholischen Kirche in Deutschland gefeiert. Bild: Stuttgart-Marketing GmbH / Achim Mende
In einem Jahr, am 25. Mai 2022, ist es so weit: In Stuttgart startet der 102. Deutsche Katholikentag. Fünf Tage lang feiert die Kirche in der baden-württembergischen Landeshauptstadt ein großes Fest des Glaubens unter dem Motto „leben teilen“. Mehrere zehntausend Menschen aus ganz Deutschland werden zu Gast in der Diözese Rottenburg-Stuttgart sein. „Die Vorbereitungen nehmen immer mehr an Fahrt auf“, berichtet Prälat Klaus Krämer, Beauftragter der Diözese für den Katholikentag. Das Corona-Virus beeinflusse zwar die Vorbereitungen, allerdings sei der Katholikentag auch ein gemeinsames Ziel, das mit vielen Hoffnungen verbunden sei: „Die Aussicht auf ein ungezwungenes Fest der Begegnung nach der für uns alle immer anstrengender werdenden Corona-Pandemie ist für viele eine positive und ermutigende Perspektive. Wir stehen in den Startlöchern mit ganz speziellen Aktionen, die in der Diözese Rottenburg-Stuttgart Lust dazu machen sollen, sich aktiv an den Vorbereitungen für den Katholikentag zu beteiligen oder diesen als Gast zu besuchen“, so Krämer weiter.
Begegnung und Dialog
Zum Abschluss des Ökumenischen Kirchentags lud Bischof Dr. Gebhard Fürst die Gläubigen zum 102. Katholikentag nach Stuttgart ein.
Kulturprogramm aktiv mitgestalten
Noch rund vier Wochen läuft die Bewerbungsfrist für das Kulturprogramm des 102. Deutschen Katholikentags 2022 in Stuttgart.
„Wir machen uns gemeinsam auf den Weg“
Der Startschuss für die Vorbereitungen des 102. Katholikentag Ende Mai 2022 in Stuttgart ist gefallen.
Ein großes Fest des Glaubens
Der erste Newsletter der Diözese zum 102. Katholikentag ist erschienen. Er enthält die neuesten Informationen zu dem bundesweiten Großevent.
Spannende Formate gesucht!
Der Katholikentag 2022 lädt zum Mitmachen ein! Bis 7. April können sich Gruppen und Organisationen aus der Diözese für Veranstaltungen bewerben.
Im Folgenden finden Sie die wichtigsten Fragen und Antworten rund um den 102. Deutschen Katholikentag in Stuttgart:
Was verbirgt sich hinter dem Katholikentag?
Der Katholikentag ist ein fünftägiges Glaubensfest – ein Großereignis, das alle zwei Jahre in einer anderen Stadt gefeiert wird. Vertreter aus Kirche, Politik und Wissenschaft diskutieren über aktuelle Themen und Fragestellungen aus Gesellschaft, Kirche, Kultur und Politik. Katholische Vereine und Verbände organisieren Workshops und Mitmach-Aktionen; es gibt Präsentations-Foren, Begegnungs-Plattformen, Konzerte und vieles mehr. Natürlich sind neben Katholikinnen und Katholiken auch Menschen aller Konfessionen herzlich willkommen.
Wann findet der Katholikentag statt?
Er findet vom Mittwoch, 25. Mai 2022, bis Sonntag, 29. Mai 2022, statt.
Wo findet der Katholikentag statt?
Der Katholikentag findet in Stuttgart statt.
Die Veranstaltungsorte werden dabei hauptsächlich in der Innenstadt liegen - rund um die Königstraße, den Schlossplatz und den Schlossgarten. Die Planung dafür ist in vollem Gange, es stehen aber noch keine konkreten Plätze fest. Sobald die Pläne fix sind, gibt es hier eine detailliertere Antwort.
Wer organisiert den 102. Deutschen Katholikentag in Stuttgart?
Das Zentralkomitee der Deutschen Katholiken (ZdK) ist Veranstalter des Katholikentags und wird bei der Organisation von der gastgebende Diözese Rottenburg-Stuttgart unterstützt. Das ZdK vertritt alle katholischen Laien. Damit sind Katholikentage vor allem Veranstaltungen des Kirchenvolks.
Was ist das Ziel eines Katholikentags?
Die Besucherinnen und Besucher des Katholikentags diskutieren über viele aktuelle Themen aus Kirche und Gesellschaft. Dieser steht in Stuttgart unter dem Motto „leben teilen“. Katholikentage sind Spiegel der gesellschaftlichen Verhältnisse, Politiker stellen sich gern der Diskussion. Das ZdK sieht sich als politisches Instrument des deutschen Katholizismus und das drückt sich bei den Treffen aus.
Was sind die inhaltlichen Schwerpunkte des Katholikentags?
Zunächst einmal steht natürlich das Motto „leben teilen“ im Mittelpunkt.
Eine Vielzahl an ganz besonderen Gottesdiensten, geistlichen Impulsen und Bibelworkshops stehen auf dem Programm – Katholikentage sind auch eine Selbstvergewisserung im Glauben. Das Zentrum Bibel und Spiritualität bildet den geistlichen Kern des Katholikentags. Hier wird nicht nur auf die spirituelle Dimension geblickt, sondern auf die gesamte Bandbreite biblischer Themen, von politisch bis künstlerisch. Es werden auch Einzelberatungen und Beichtgespräche sowie Gesprächskreise in Glaubens- und Lebensfragen angeboten.
Inhaltlich gibt es beim 102. Deutschen Katholikentag in Stuttgart drei Themenbereiche. Diese lauten: „Unser Glaube: Hoffnung teilen“, „Unsere Verantwortung: Herausforderungen teilen“ und „Unsere Zukunft: Chancen teilen“. Zudem wird es auch um das weltkirchliche Engagement gehen, das gerade in der Diözese Rottenburg-Stuttgart eine ganz besondere Rolle spielt.
In insgesamt vier Lebenswelten finden sich auf dem Katholikentag in Stuttgart zudem all die Angebote, die sich mit unterschiedlichen Lebenswirklichkeiten und -situationen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer beschäftigen. Konkret geht es um die Lebenswelt der Jugend, jene der Familien, der jungen Erwachsenen sowie um Frauen, Männer und Partnerschaft.
Das endgültige Programm des Katholikentags wird im Frühjahr 2022 feststehen und dann auch als App verfügbar sein.
Wie kann ich am Katholikentag teilnehmen?
Sie können auf dem Katholikentag als Gast oder als Helfer bzw. Helferin teilnehmen oder ein aktives Programm anbieten. Für Letzteres können Sie sich online auf der Seite des Katholikentags bewerben. Dafür eröffnen Sie ein "Mein-Katholikentag" Konto und füllen dort eine Bewerbung aus.
Im Programmüberblick finden Sie die verschiedenen Themenbereiche, für die Sie sich mit einer Veranstaltung oder einem Stand bewerben können.
Welche Bewerbungsfristen gibt es für den Katholikentag?
Für das thematische Programm (Themenbereiche, die Lebenswelten, die Gottesdienste und das Zentrum Bibel und Spiritualität) ist das Onlinebewerbungsverfahren bereits abgeschlossen.
Für den Bereich Kultur ist die Bewerbungsfrist der 15. Juni 2021.
Für die Kirchenmeile ist die Bewerbungsfrist der 30. September 2021.
Für den Abend der Begegnung, den Auftakt zur Präsentation der Diözese Rottenburg-Stuttgart, sind regionale Spezialitäten und ein kulturtypisches Bühnenprogramm geplant. Dazu benötigen wir ortskundigen Anregungen. Zudem ist das Planungsteam derzeit auf der Suche nach organisations- und kommunikationsfreudigen Personen, die die Bühnenprogramme planen, organisieren und koordinieren sowie nach Verantwortlichen für die Planung der Verpflegungsmeilen. Interessierte wenden sich an das Katholikentagsbüro der Diözese per E-Mail an bzw. telefonisch unter der Nummer 0711 / 67 44 71 550.
Kann ich als Helferin oder Helfer aktiv am Katholikentag mitwirken?
Wir würden uns freuen! Der Katholikentag und wir als Gastgeber sind auf viele helfende Hände angewiesen. Wir freuen uns stets über Unterstützung, sei es im Rahmen des Motivationsprozesses, in der Öffentlichkeitsarbeit, bei der Planung und Durchführung des Abends der Begegnung oder des diözesanen Bühnenprogramms, beziehungsweise als Helferinnen und Helfer beim gesamten Katholikentag. Ab Herbst wird es von der Geschäftsstelle eine Helfer und Helferinnen Kampagne geben. Bei Interesse melden Sie sich gerne im Katholikentagsbüro per E-Mail an bzw. telefonisch unter der Nummer 0711 / 67 44 71 550.
Braucht man eine Eintrittskarte und wenn ja, wo gibt es diese?
Man braucht eine Eintrittskarte. Die gibt es ab Herbst 2021 auf der Katholikentagsseite, indem Sie sich ein "Mein Katholikentag" Konto anlegen. Wenn Sie sich für den E-Mail-Service eintragen, werden Sie per E-Mail informiert, sobald diese Möglichkeit besteht.
Wie viel kostet eine Karte?
Dauerkarte 108 Euro
Ermäßigte Dauerkarte 98 Euro
Familiendauerkarte 164 Euro
Tageskarte 35 Euro
Ermäßigte Tageskarte 25 Euro
Abendkarte 19 Euro
Bis zum 31. März 2022 gibt es einen Frühbucherrabatt auf alle Dauerkarten. Damit sparen Sie pro Dauerkarte 10 Euro, bei der Familiendauerkarte 20 Euro.
Infos zu Ermäßigungen finden Sie hier.
Wie läuft der Katholikentag ab?
Es gibt seit mehreren Jahren einem festen Rhythmus für den Katholikentag. Er findet jeweils von Mittwoch bis Sonntag statt, in der Regel über Fronleichnam oder Christi Himmelfahrt. Eine zentrale Eröffnungskundgebung am Mittwochabend, der Eröffnungsgottesdienst am Donnerstag und ein großer allgemeiner Abschlussgottesdienst am Sonntagvormittag umrahmen das Geschehen; am Freitag werden mehrere zentrale Gottesdienste gefeiert.
Von Donnerstagmittag bis Samstagabend herrscht allgemeiner Katholikentagsbetrieb: Vertreterinnen und Vertreter aus Kirche, Politik und Wissenschaft tauschen sich in Podiumsdiskussionen zu aktuellen gesellschaftlichen, kirchlichen, kulturellen und politischen Themen aus; daneben gestalten verschiedenste kirchliche Verbände und Gruppen Workshops und Mitmachaktionen.
Eine weitere feste Einrichtung ist seit den 1990er Jahren die Kirchenmeile, auf der sich katholische und weitere Verbände, Einrichtungen, Medien, Ordensgemeinschaften, Bistümer, Hilfswerke u. a. an Ständen präsentieren.
Auch das Straßenfest am ersten Abend, der „Abend der Begegnung“, an dem sich in diesem Fall die gastgebende Diözese Rottenburg-Stuttgart mit ihren regionalen Besonderheiten und kulinarischen Spezialitäten auf Bühnen und an Ständen vorstellt, ist fester Bestandteil eines jeden Katholikentags.
Wie bleibe ich über Neuigkeiten auf dem Laufenden?
Aktuelle Informationen gibt es in unserem Online-Dossier zum Katholikentag, in unserem Newsletter und auf unseren Social Media Kanälen, Facebook und Instagram. Weitere Informationen finden Sie auch auf katholikentag.de.
Gibt es unterschiedliche Bühnen auf dem Katholikentag?
Am Abend der Begegnung wird es sechs Bühnen an verschieden Orten in der Stuttgarter Innenstadt geben. Auf drei davon sorgen die verschiedenen Dekanate für Stimmung, auf den anderen die muttersprachlichen Gemeinden, ein Jugendprogramm und ökumenische Unterhaltungsveranstaltungen.
Wo findet der Auftakt- und der Abschlussgottesdienst statt?
Die konkrete Ortsplanung ist noch in vollem Gange und auch abhängig von den beginnenden Programmplanungen. Sobald die Pläne fix sind, gibt es hier eine detailliertere Antwort.
Wo kann ich übernachten, wenn ich den Katholikentag besuche?
Es gibt die Möglichkeit, in Gemeinschaftsquartieren untergebracht zu werden.
Außerdem vermittelt der Katholikentag Schlafplätze in Privathaushalten für Einzelpersonen ab 50 Jahren, Familien oder Menschen mit Behinderung.
Der Wunsch für die Unterbringungsart kann bei der Gesamtanmeldung für das Ticket mit angegeben werden.
Alle Infos zu den Übernachtungsmöglichkeiten finden sich unter www.katholikentag.de/uebernachten.
Ich würde gerne privat Gäste, die den Katholikentag besuchen, bei mir aufnehmen. An wen wende ich mich mit diesem Angebot?
Wie schön, dass Sie jemanden für die Zeit des Katholikentags aufnehmen wollen! Der Katholikentag wird voraussichtlich ab Januar 2022 für etwa 4.000 Besucherinnen und Besucher Unterkünfte in Stuttgart und Umgebung suchen.
Sie können sich für den E-Mail-Service anmelden – dann werden Sie informiert, sobald es los geht.
Wie ist der Katholikentag entstanden?
Der deutsche Katholikentag wurde ursprünglich als „Generalversammlung der Katholischen Vereine Deutschlands“ 1848 als Zeichen gegen die Benachteiligung der katholischen Bevölkerung gegründet.
Seither ist er Treffpunkt der Vertreterinnen und Vertreter sowie der Delegierten katholischer Vereine sowie Geistlicher und katholischer Laien. Im Jahre 1966 wurden auf dem deutschen Katholikentag erstmalig die Beschlüsse des Zweiten Vatikanischen Konzils offiziell diskutiert, von hier aus erhob sich erstmaliger Widerstand gegen die "Amtskirche" (1968).
Was passiert, wenn Corona wieder schlimmer wird?
Mit den fortschreitenden Impfungen stehen die Chancen momentan sehr gut, dass der 102. Deutsche Katholikentag in Stuttgart wie geplant stattfinden kann. Wenn es dennoch anders kommen sollte, werden wir Sie hier selbstverständlich rechtzeitig informieren.
Wer als Ansprechpartner der Telefonseelsorge an den Apparat geht, hat eine einjährige intensive Ausbildung hinter sich. „Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind hochqualifiziert“, erläutert Martina Rudolph Zeller. Im Schnitt rufen 110 Frauen und Männer täglich bei einer der beiden Seelsorgestellen an. Tagsüber sind vier Leitungen geschaltet, nachts zwei. Wie aber mit den frustrierten, verbitterten und wutbeladenen Anrufern umgehen? „In den Gesprächen versuchen wir trotz der ersten Aggressionswelle, die uns entgegenschlägt, empathisch auf die Lebensschicksale der Menschen einzugehen. Wir hören uns in Ruhe die oft schrecklichen Lebenserfahrungen an“, sagt Müller.
Jüngere melden sich per Chat , Ältere nutzen das Telefon
Mehr als 80 Prozent der Anrufer sind 40 Jahre und älter. Die Chatberatung, die beide Telefonseelsorge-Stellen ebenfalls anbieten, nutzen eher die Jüngeren. Hier sind 80 Prozent der Nutzer unter 40 Jahre alt. Insgesamt wurden 2019 rund 1.100 Chatkontakte gezählt. Per Mail wandten sich 1.805 Menschen an die Telefonseelsorge – dieses Angebot gibt es allerdings nur von evangelischer Seite. Hier ist das Gros der Nutzer ebenfalls jünger als 40. Thematisch stehen Ängste, depressive Stimmungen und Selbstmordgedanken im Vordergrund. Auch Einsamkeit ist ein oft genanntes Problem.
Menschen melden sich mit Ängsten zur Virus-Krise
Auch die aktuelle Situation wegen der Ausbreitung des Coronavirus‘ ist bereits bei der Telefonseelsorge angekommen. „Die Angst der Anrufer ist groß. Schließlich handelt es sich um eine Situation, die nicht zu kontrollieren ist“, sagt Martina Rudolph Zeller. Die wirtschaftlichen Konsequenzen seien noch völlig offen und auch die innerfamiliären Konflikte nähmen durch die vielen Menschen, die nun zuhause bleiben müssen, zu. „Wichtig ist, dass die Anrufer über ihre Ängste sprechen können“, erläutert Müller. Gleichwohl sei die Virus-Krise auch für die Telefonseelsorge-Stellen eine Herausforderung. „Wir möchten unsere Dienste aufrechterhalten. Unter unseren Ehrenamtlichen finden sich aber viele Senioren und diese zählen zur Risikogruppe einer möglichen Infektion.“ Die Anrufe könnten nur in den Diensträumen angenommen werden, allein schon wegen des Datenschutzes und der so genannten Psychohygiene. Aktuell werde auf Supervisions-Gespräche verzichtet, um so viel Distanz unter den Mitarbeiter zu wahren wie möglich. Müller schätzt, dass sich jedes zweite Gespräch derzeit mit dem Coronavirus befasst. Um das künftig besser erfassen zu können, wird dazu nun eine Statistik geführt.
Neue App „KrisenKompass“ zur Suizidprävention
Bundesweit neu ist seit kurzem die App „KrisenKompass“. Sie dient der Suizidprävention und steht kostenlos zum Download zur Verfügung. Zielgruppe sind Menschen, die selbstmordgefährdet sind, deren Angehörige und Menschen, die jemanden durch einen Suizid verloren haben. Bei der App handle es sich um einen Notfallkoffer, der in guten Zeiten bestückt werden muss, beispielsweise mit Musik, Bildern oder aufmunternden Stimmen von Freunden, um in einer Krisensituation zum Einsatz zu kommen, erklärt Martina Rudolph Zeller.
Die Links zum Download gibt es unter www.krisen-kompass.app.
Zur Telefonseelsorge Ruf und Rat der Diözese Rottenburg-Stuttgart in der Landeshauptstadt Stuttgart: www.ruf-und-rat.de
Zur Evangelischen Telefonseelsorge in Stuttgart: https://telefonseelsorge-stuttgart.de/cms/