Zum Inhalt springen

Der Duft nach Zimt und Vanille

Redakteur Matthias Franz erzählt, weshalb sich bei ihm am Plätzchentag alles dem Backen unterordnet.

Kirchentellinsfurt
Vanillekipferlblech

Eine Tradition muss nicht besonders alt sein. Man muss ihr nur regelmäßig nachgehen. Das gilt auch für meinen Backtag. Ihn gibt es in dieser Form erst seit vier Jahren. Lange Zeit hatte ich keinen Backofen. In meiner alten Küche, als ich noch allein gelebt hatte, war kein Platz dafür. Doch diese Zeiten sind zum Glück vorbei.

 

 

Zum Hintergrund

Das Bündnis für Lebenslanges Lernen (BLLL) wurde 2011 gegründet und ist aufgrund seiner vielfältigen Zusammensetzung bundesweit einzigartig. Neben den vier großen christlichen Kirchen im Land vereint es Verbände, Organisationen und Einrichtungen aus der allgemeinen, beruflichen und wissenschaftlichen Weiterbildung in Baden-Württemberg sowie sechs Ministerien des Landes. Die Geschäftsstelle ist im Ministerium für Kultus, Jugend und Sport verortet. Die beteiligten Institutionen bringen im Bündnis ihre Erfahrungen, ihr Fachwissen und ihre Ressourcen sowie unterschiedliche Perspektiven ein – die konstruktive Zusammenarbeit und das gemeinsame Ziel sind eine zentrale Grundlage für innovative, praxisnahe und zielgruppengerechte Weiterbildungsstrategien.

Die Plätzchen müssen fertig sein, wenn der Advent beginnt

 

Ich liebe Plätzchen, und für mich gehören sie zum Advent unverzichtbar dazu. Was ist die Adventszeit ohne den Duft nach Zimt(sternen) und Vanille(kipferl)?
Wenn dann die Kerzen am Adventskranz angezündet werden und in den Tassen der Tee dampft, wenn im Haus Stille einkehrt oder Weihnachtslieder aus dem CD-Player erschallen, dann macht sich Adventsstimmung breit.

Deshalb müssen die Plätzchen auch fertig sein, wenn der Advent beginnt. Und das ist für uns entweder mit dem Anzünden der ersten Kerze des Adventskranzes oder mit dem Öffnen des ersten Türchens des Adventskalenders – je nachdem, welches dieser beiden Ereignisse früher stattfindet.
Damit ist auch der Backtag festgelegt: der letzte arbeitsfreie Tag vor dem ersten Advent oder dem ersten Dezember. Wie praktisch, dass dieses Jahr beides zusammenfiel. Backtag war also der 30. November.

Am Anfang steht die Frage: Welche Plätzchen sollen es dieses Jahr sein? Das bespreche ich jedes Jahr mit meiner Frau. Dieses Jahr entschieden wir uns für – vorerst – sechs Sorten: Vanillekipferl, Schwarzweißgebäck, Bethmännchen, Mandelkonfekt, Zimtsterne und die unverzichtbaren Ausstecherle.

Der Platz in der Küche wird für die Weihnachtsbäckerei gebraucht

Am Vorabend stürzen wir uns in den Großeinkauf. Mehl, Zucker, Mandeln, Puderzucker: das sind die Hauptzutaten der meisten Plätzchen. Dazu kommen dieses Jahr Schokolade, Marzipan und einige kleinere Zutaten. Zitronenschale, Bourbonvanille und Vanillezucker hatten wir noch von letztem Jahr.
An den Mahlzeiten dagegen wird gespart. Der Platz in der Küche wird für die Weihnachtsbäckerei gebraucht. Stattdessen Bratwurst auf dem Kirchentellinsfurter Weihnachtsmarkt.

Am Backtag geht es schon früh los. Um 7 Uhr klingelt der Wecker. Es startet ein reiner Marathon. Teig vorbereiten, ruhen lassen, Plätzchen formen, backen und das Ganze von vorne.
Pausen gibt es nur, wenn sie durch das Ruhenlassen oder das Backen automatisch entstehen. Und dann muss nebenher auch das schmutzige Geschirr wieder abgewaschen werden.

Erst spät am Abend endet der Backtag. Damit die Plätzchen bis Weihnachten halten, sind sie von jetzt an streng limitiert. Nur ein Plätzchen pro Sorte, Tag und Person.
Doch bei sechs verschiedenen Sorten kommt auch so jeden Tag eine ganze Menge zusammen. Allen, die selber backen oder mit Plätzchen verwöhnt werden einen guten Appetit.

Ob als Text-Bild-Reportage, als Video oder Podcast: Unter der Rubrik "Mein Advent" sammeln wir an dieser Stelle besondere Geschichten aus einer ganz besonderen Zeit.

Mehr zum Autor

Aktuelles

zum Thema

Die Auferstehung als Höhepunkt

Alttann

Bei der Passions- und Osterkrippe in der Kirche St. Nikolaus in Alttann bei Wolfegg überstrahlt der Auferstandene die Szenen aus der Karwoche.

Zuckerhasen zu Ostern

Caroline Haro-Gnändinger von Kirche im Privatfunk war im Filderstadtmuseum in Bonlanden und ihr sind zwei süße Naschereien besonders aufgefallen.

Aktuelles

aus der Diözese Rottenburg-Stuttgart

Michael Habres

Skapulierbruderschaft und Kirchenrenovierung

Tannheim

Wie das „Tannheimer Fest“ mit langer Tradition seinen heutigen Ablauf bekam und was es mit der Martinskirche und der Prozession zu tun hat.

Redaktion Kirche im Privatfunk

Seit 100 Jahren für die Gemeinde da

Stuttgart

In der neuen Ausgabe von Alpha & Omega geht es um das Jubiläum der Gemeindereferent:innen. Seit 100 Jahren sind sie für die Menschen vor Ort da.

Götz Kanzleiter

Kirche im Quartier

Mannheim, Universitätsstadt

Die dritte Quartiersafari der Diözese Rottenburg-Stuttgart führte 52 Teilnehmende nach Mannheim. Dabei ging es auch um die Kirche der Zukunft.

Über 250 Besucher sind zu Gast bei „Menschen von hier“

Balingen

Veranstaltungsreihe ermöglicht das Gespräch und den Austausch zu Ängsten, Hoffnungen, Werten und darüber, wo der Glaube Halt im eigenen Leben gibt.

Im Miteinander als Kirche Zukunft gestalten

Schwäbisch Gmünd

Wie bleiben wir lebendige Kirche? Engagierte aus den Dekanaten Göppingen-Geislingen, Heidenheim, Ostalb und Schwäbisch Hall sprachen mit dem Bischof.