Zum Inhalt springen

„Der Erfolg des Synodalen Wegs darf nicht zerredet und verwässert werden“

Grußwort von Dr. Johannes Warmbrunn, Sprecher des Diözesanrats Rottenburg-Stuttgart, bei der Rätetagung 2022.

Stuttgart

Foto: Christian Hass

Sein Grußwort bei der Rätetagung des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK) am 12. Februar widmete Dr. Johannes Warmbrunn, Sprecher des Diözesanrats der Diözese Rottenburg-Stuttgart, der aktuellen Situation in der Kirche. Er betonte dabei, der Erfolg des Synodalen Wegs dürfe nicht zerredet und verwässert werden.

Traditionsgemäß lädt zur Rätetagung die gastgebende Diözese des Katholikentags ein. Auf ihn blickt Dr. Warmbrunn voller Hoffnung und lud alle Teilnehmer:innen zur persönlichen Begegnung in Stuttgart ein. „Wir werden alles daran-setzen, dass Sie bei uns einen schönen und interessanten Katholikentag erleben können.“

In seinem Grußwort thematisierte Dr. Warmbrunn auch die für ihn schmerzliche und bedrückende gegenwärtige Situation der katholischen Kirche und betonte: „Im Vordergrund steht, den vom Missbrauch Betroffenen angesichts ihrer schrecklichen Erfahrungen mit Empathie und Respekt zu begegnen. Sie haben Anspruch auf Gerechtigkeit und die Kirche darf dabei keinen eigenen Rechtsraum bilden“.

„Der erfolgreiche Verlauf der dritten Synodalversammlung des Synodalen Wegs ist ermutigend. Mit dem Rottenburger Modell arbeiten wir in unserer Diözese schon seit über 50 Jahren im Geist und Sinn eines synodalen Wegs. Als einziger Diözesanrat in Deutschland sind wir zugleich Katholikenrat, Pastoralrat und letztverantwortliche Kirchensteuervertretung,“ erklärte er.

Der Beschluss, stärker als bisher an der Wahl des Bischofs beteiligt zu werden, die klaren Aussagen zu Öffnungen: Zölibat, Zugang für Frauen in der Kirche zu Diensten und Ämtern aufgrund ihrer gleichen Würde, stimme ihn hoffnungsfroh. Große Anerkennung verdiene, so Dr. Warmbrunn, der Mut all derer, die sich in der Initiative #OutInChurch engagieren und sich in dieser Klarheit zu Wort gemeldet haben und eine gleichberechtigte Teilhabe am Dienst in der Kirche einfordern. „All dies und noch vieles mehr muss uns anspornen, zügig und konsequent unseren Weg in die Zukunft unserer Kirche zu gehen. Vor allem darf der Erfolg des Synodalen Wegs nicht zerredet und verwässert werden.“  

„Wenn es gelingt, im Glauben an den Gott der Liebe die Tiefe zu erreichen, die den eigentlichen Wert unserer Gemeinschaft als Weltkirche darstellt, werden äu-ßere Formen an Bedeutung verlieren und Raum schaffen für Neues: Für Teilhabe, für Geschlechtergerechtigkeit und für den respektvollen Umgangs der Menschen untereinander, die alle nach Gottes Ebenbild geschaffen sind.“

Mehr zur Autorin

Aktuelles

zum Thema

Kirche im Wandel – Zukunft mitgestalten

Stuttgart

Die Diözesanräte Johannes Bergold und Wolfgang Ernst sprechen darüber, wie kirchliches Leben auch unter veränderten Bedingungen lebendig bleiben kann.

Ines Szuck

Kirche gemeinsam gestalten

Stuttgart

Nico Gasch, Pater Alfred Tönnis und Werner Krahl sprechen über ihre Beweggründe, sich als Vertreter des Diözesanrats im ZdK engagieren zu wollen.

Aktuelles

aus der Diözese Rottenburg-Stuttgart

Sibylle Schwenk

Bereichernde Begegnungen am heiligen Ort

Hülen

Drei Anlässe zum Feiern hatte die Kirchengemeinde St. Franziskus in Hülen: 125. Weihejubiläum, 800. Todestag des Kirchenpatrons und Erntedank.

Jens Kramer

Bischof Dr. Krämer spricht zur Bedeutung der Ökumene heute

Stuttgart

Rede bei einem Treffen evangelischer Pfarrerinnen und Pfarrer aus ganz Deutschland. Landesbischof predigt zur Bedeutung einer resilienten Kirche.

Toni Katheininger

Die „Perle des Illertals“ bekommt einen neuen Altar

Erolzheim

Bischof Dr. Klaus Krämer weiht am Samstag die liturgische Mitte der Erolzheimer Kirche nach umfassender Renovierung am 150. Weihetag des Gotteshauses.

Arkadius Guzy

Chor aus Malaysia zeigt Glaubenstradition

Heilbronn

Im Rahmen einer langjährigen ökumenischen Direktpartnerschaft besucht ein Ensemble von der Insel Borneo die Stadt Heilbronn und die Umgebung.

Diözese Rottenburg-Stuttgart

Kirchen suchen gemeinsame Lösungen mit Kommunen

Stuttgart

Acht Regionentreffen laden zum Austausch über die Zukunft kirchlicher Gebäude in Württemberg. Bischof und Landesbischof beziehen in Video Position.