Eine kleine Segensfeier markierte den offiziellen Start des Orgelbaus. Dekan Kloos segnete die Arbeiter mit der Heilig-Kreuz-Reliquie und nahm im Fürbittgebet auch schon die künftigen Organisten und Musiker in den Blick. Passend zum Anlass betete er auch Psalm 150, das „große Halleluja“: „Lobt Gott in seinem Heiligtum (…) Lobt ihn mit dem Schall des Widderhorns, lobt ihn mit Harfe und Leier! Lobt ihn mit Trommel und Reigentanz, lobt ihn mit Saiten und Flöte! Lobt ihn mit tönenden Zimbeln, lobt ihn mit schallenden Zimbeln!“
Auch wenn mit jedem Tag der Bau des Orgelgehäuses mehr und mehr Gestalt annimmt, soll es vier bis fünf Wochen dauern, bis die ersten Pfeifen eingesetzt werden können. Das Instrument soll sich so perfekt wie möglich in den Raum einfügen, seine Proportionen aufgreifen und seine Klarheit und Größe widerspiegeln. Die Orgel wird zwar auf die Stilistik der Zeit Bezug nehmen, aber eigenständig bleiben und als zeitgenössisches Instrument zu erkennen sein. Darum hätten sich alle Beteiligten von vornherein gegen einen historisierenden – barocken – Prospekt entschieden, heißt es beim Orgelförderverein.
Auf Bildern und einem großen Transparent ist schon zu sehen, wie die neue Orgel einmal aussehen wird. Bis die Wiblinger Basilika aber durch ihre Hauptorgel zum Klingen kommt, „um Menschen mit der Musik, die darin erklingt, wieder innerlich zum Klingen zu bringen“, wie Dekan Kloos formuliert, wird es noch etwas dauern: An Pfingstsonntag 2021 ist die Orgelweihe geplant.