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„Der Stadt Bestes suchen“

Vor kurzem hat der seit 2001 jährlich stattfindende Runde Tisch Kirche und Politik Rems-Murr stattgefunden.

Waiblingen (Rems)

Coronabedingt kamen die Teilnehmenden im Dekanat Rems-Murr erstmals online zusammen. Das Austausch- und Begegnungsformat widmete sich dem Thema „Sozialer und gesellschaftlicher Zusammenhalt“ und den möglichen Beiträgen von Kirche und Politik.

Als Referent konnte Dr. Joachim Drumm, Hauptabteilungsleiter Kirche und Gesellschaft im Bischöflichen Ordinariat der Diözese Rottenburg-Stuttgart, gewonnen werden. Neben Landrat Dr. Richard Sigel und den Vorsitzenden der Kreistagsfraktionen waren auch Bundes- und Landtagsabgeordnete aus dem Rems-Murr-Kreis eingeladen. Im Austausch mit den Spitzen der evangelischen und katholischen Kirche verdeutlichte sich die Dringlichkeit des Themas gesellschaftlicher Zusammenhalt und es wurden einige Lösungsansätze skizziert.

Zahlreiche Wortbeiträge unterstrichen die Bedeutung von Räumen für Gespräch und Begegnung unterschiedlichster Menschen und Institutionen. Einander zuhören und gemeinsam in einem auch kontroversen Dialog nach Lösungen suchen, sei angebracht. Für Bürgerinnen und Bürger müsse es erlebbar sein, selbst etwas im gesellschaftlichen Zusammenleben bewirken zu können.

Die Kirchen wurden darin bestärkt, gesellschaftliche Diskussionen zu strukturieren und sinnstiftende Erzählungen zu vermitteln. Im Dienst an den Menschen gelte es gemeinsam ein Zielbild von Gesellschaft zu erarbeiten. Der Runde Tisch war sich einig, in Anlehnung an ein Bibelzitat „der Stadt Bestes“ zu suchen. Insgesamt wurde deutlich, dass Politik und Kirche in den Lebenswirklichkeiten der Menschen präsent sein sollten. Sozialraumorientierte Ansätze und Kooperationen seien dabei hilfreiche Ansätze.

Zahlreiche Beispiele funktionierenden gesellschaftlichen Zusammenhalts wurden benannt. Diese positiven und solidarischen Erfahrungen zu stärken, wurde als wichtiges Ziel formuliert. Mehrfach wurde auch auf die Haltung der Dankbarkeit als bedeutsamer Schlüssel für das gesellschaftliche Miteinander hingewiesen.

Dekan Wolfgang Kessler und Moderator Dr. Marcel Dagenbach dankten allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Runden Tisches Kirche und Politik für das gute Gespräch.

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