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Die einfache Mathematik der Botschaft Jesu

Mit einem großen Eröffnungsgottesdienst mit Bischof Dr. Gebhard Fürst auf dem Schlossplatz beginnt Tag zwei des Katholikentags in Stuttgart.

Stuttgart
Diözese Rottenburg-Stuttgart

Gottesdienst an Christi Himmelfahrt auf dem 102. Deutschen Katholikentag in Stuttgart am Donnerstag, 26. Mai 2022. Auszug. Bischof Gebhard Fürst. Foto: Diözese Rottenburg-Stuttgart / Gregor Moser

Bei der Eucharistiefeier zu Christi Himmelfahrt auf dem Stuttgarter Schlossplatz betonte Bischof Dr. Gebhard Fürst wie sehr es ihn freue, den 102. Deutschen Katholikentag in Stuttgart eröffnen zu können und buchstabierte dessen Leitwort "leben teilen" aus. 

Zu Beginn war der aus 1100 unterschiedlichen und von verschiedenen Gruppen gestalteten Stoffstücken zusammengenähte, drei Meter breite und 80 Meter lange Martinsmantel präsentiert worden, der Bezug auf den Patron der Diözese, den heiligen Martin von Tours, nimmt.

Sehen, was links und rechts des Weges liegt

Nicht nur die Ausmaße dieses Mantels seien rekordverdächtig, betonte der Bischof: Auch die Vielfalt der Ideen, die die Beteiligten in seine Gestaltung gesteckt hatten, seien XXL. "Dieser Martinsmantel inspiriert uns dazu, nicht nur in den Himmel zu schauen, sondern zu sehen, was links und rechts unseres Weges liegt", sagte Bischof Fürst im Beisein von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und dem Apostolischen Nuntius Nikola Eterovic.

Leben teilen bedeute, soziale Verantwortung für eine gerechtere Gesellschaft zu übernehmen, sich für gegenseitigen Respekt einzusetzen, achtsam gegenüber der Schöpfung zu sein und es bedeute auch, ein Signal des Friedens in die Ukraine und in die ganze Welt auszusenden, sagte der Bischof in seiner Predigt. "Geteiltes Leben bedeutet mehr Leben. Das ist die einfache Mathematik der Botschaft Jesu."

Eindrücke vom Eröffnungsgottesdienst an Christi Himmelfahrt

Hintergrund: Die Interkulturelle Woche

Die bundesweit jährlich stattfindende Interkulturelle Woche (IKW) ist eine Initiative der Deutschen Bischofskonferenz, der Evangelischen Kirche in Deutschland und der Griechisch-Orthodoxen Metropolie. Sie findet seit 1975 Ende September statt und wird von Kirchen, Kommunen, Wohlfahrtsverbänden, Gewerkschaften, Integrationsbeiräten und -beauftragten, Migrantenorganisationen, Religionsgemeinschaften und Initiativgruppen unterstützt und mitgetragen. In mehr als 500 Städten und Gemeinden gibt es rund 5.000 Veranstaltungen. Der nationale „Tag des Flüchtlings“, dieses Jahr am 1. Oktober, ist Bestandteil der Interkulturellen Woche. Weitere Informationen gibt es unter www.interkulturellewoche.de.

In der Diözese Rottenburg-Stuttgart werden im neu gegründeten Fachbereich Interkulturelles Sozialmanagement der Einsatz der kirchlichen Einrichtungen vernetzt; der Fachbereich ist Teil der Hauptabteilung Kirche und Gesellschaft im Bischöflichen Ordinariat. Der Fachbereich unterstützt auch finanziell Projekte und Einzelpersonen

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