Ein Versöhnungs-Pilgerweg zu historisch wichtigen Orten im Zusammenhang mit Zwangsarbeit während des Zweiten Weltkriegs führte am Samstag in Biberach auch zum „Russischen Friedhof“. Hier liegen 614 Frauen, Männer und Kinder aus der damaligen UdSSR, die in Oberschwaben zu Tode gekommen sind. Darunter befinden sich 146 sowjetische Kriegsgefangene, die im Lager Lindele am Stadtrand zumeist an Unterernährung starben. Die französische Besatzungsmacht ließ im Jahr 1949 die Leichname an diesem Ort zusammenführen. Berthold Seeger, ehemaliger Geschäftsführer des Diözesanverbands der katholischen Friedensbewegung pax christi, erläuterte die Geschichte und den Gedenkstein.