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Die Lichtertüten sind in ganz Deutschland gefragt

Während der Corona-Pandemie ist die Aktion der Lichtertüten gestartet. Heute werden diese Lichter mehr denn je geteilt - auch über die Diözese hinaus.

Rottenburg
Achim Wicker, Christian Wicker, Bischof Fürst und Monika Bucher zeigen die Lichtertüte.

Sie sind stolz auf den Erfolg der Lichtertüten (von links): Achim Wicker (Geschäftsführer Martinusgemeinschaft, Christian Wicker (Zeichner des Tüten-Motivs), Bischof Gebhard Fürst und Monika Bucher (Vorsitzende Martinusgemeinschaft). Foto: Diözese Rottenburg-Stuttgart / Jacqueline Fritsch

Die Martinusgemeinschaft und Bischof Gebhard Fürst freuen sich über die riesige Resonanz: Alle 60.000 Lichtertüten sind rechtzeitig vor St. Martin vergriffen. So viele Lichtertüten hat die Diözese bisher noch nie unter die Leute gebracht. „Wir bekommen schon im Sommer Anfragen, ab wann es die Tüten wieder gibt“, erzählt Achim Wicker, Geschäftsführer der Martinusgemeinschaft.

Auf den Lichtertüten ist jedes Jahr der heilige Martin zu sehen, der seinen Mantel mit einem Bettler teilt. „Der Gedanke ist, Martin auf Augenhöhe mit dem Bettler zu zeigen“, sagt Achim Wicker. Das Motiv wird in Schwarz-Weiß auf die Tüte gedruckt, sodass Kinder es zuhause ausmalen können. Achim Wickers Sohn Christian hat nun schon zum zweiten Mal das Design für die Lichtertüte entworfen. Der 19-Jährige zeichnet so gern, dass er in der Schule en entsprechendes Profilfach gewählt hat. Die Martinsmotive sind bisher sein größter Auftrag. „Es ist schon ein gutes Gefühl, wenn das Bild auf 60.000 Tüten gedruckt wird“, sagt er.

Zwei Lichter für den Bischof

Christian Wicker darf die letzten übriggebliebenen Tüten an Bischof Gebhard Fürst überreichen – eine ausgemalte und eine, die der Bischof selbst noch ausmalen darf. Der freut sich sichtlich über den Erfolg der Aktion. „Ich finde das grandios“, sagt er, „das zeigt, wie viel Resonanz die Martinsgestalt hat.“ Einige Bestellungen kommen auch von außerhalb der Diözese, so Achim Wicker. Er freut sich schon auf die Fotos, die er wieder bekommt, wenn Familien die Lichtertüten an ihren Fenstern platziert haben.

Die Lichtertüten-Aktion zu Sankt Martin gibt es in der Diözese Rottenburg-Stuttgart seit dem ersten Lockdown 2020. Der Gedanke dahinter ist, ein Licht zu teilen. Deshalb bestellt jeder zwei Lichtertüten, malt sie aus und verschenkt eine davon. Die andere wird zuhause aufgestellt, mit einem Teelicht versehen und zum Beispiel an ein Fenster gestellt. Wer möchte, sendet der Martinusgemeinschaft ein Foto der leuchtenden Tüte. 

Die Martinusgemeinschaft

Den Diözesanpatron zum Vorbild nehmen

Die Martinusgemeinschaft ist eine Gemeinschaft von Christen, die sich den Patron der Diözese Rottenburg-Stuttgart, den Heiligen Martin von Tours, zum Vorbild für ein Leben im christlichen Glauben nimmt und das Leben und Wirken dieses Heiligen den Menschen als Wegweisung und Inspiration für die eigene Lebensführung vorstellen möchte.

Neben vielen anderen Aktionen organisiert die Martinusgemeinschaft auch die Lichtertüten-Aktion. Damit zu sehen ist, wie und wo das Licht in unserer Diözese geteilt wird, sind alle aufgerufen, ein Foto von ihren Lichtertüten zu machen und dieses an martinusgemeinschaft(at)drs.de zu senden. Die Bilder werden auf der Internetseite veröffentlicht: martinuswege.de/lichteraktion

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