Zum Inhalt springen

Die Welt erspüren ohne Augenlicht

In der aktuellen Folge des Podcasts Kapellengespräche geht es um die Seelsorge bei Menschen mit Sehbehinderung und Blindheit.

Beuron
Seelsorgerin Monika Schaufler mit Angelika Witczak im Kloster Beuron.

Seelsorgerin Monika Schaufler mit Angelika Witczak im Kloster Beuron. Foto: Diözese Rottenburg-Stuttgart / Annika Werner.

Monika Schaufler ist Seelsorgerin bei Menschen mit Sehbehinderung und Blindheit. Sie kümmert sich vor allem um Neuerblindete und macht inklusive spirituelle Angebote. Ihr ist wichtig, dass die Menschen merken, dass sie etwas wert sind, auch wenn sie ihr Augenlicht verloren haben und auf Hilfe angewiesen sind. Sich an die Situation zu gewöhnen, sei sehr herausfordernd für die Betroffen und Angehörigen, denn „85% der Informationen nehmen wir Menschen über die Augen wahr. Wenn ich nichts mehr sehe, versuche ich besser hinzuhören – Ist da jemand? Kommt da jemand? – zu fühlen – Ist hier jemand im Raum? – Rieche ich jemanden?“

Mehr über die Seelsorge bei Menschen mit Sehbehinderung und Blindheit in dieser Podcastfolge.

Der Ort ist diesmal das Kloster Beuron.

2. Staffel: mit dir, für dich, bei dir

Auf Festivals, im Gefängnis, am Flughafen, auf der Straße - überall ist Gott und fast überall gibt es die Kategorial Seelsorge. An den unterschiedlichsten Orten, Zeiten und Situationen sind Seelsorgende mit den Menschen unterwegs, für sie da und stehen ihnen bei. Sie gehen dorthin, wo die Menschen sie brauchen und bleiben nicht bei ihrem Kirch-Standort. Ihre Kirchen und Kapellen sind Bergwerkstollen, Krankenhäuser, Rastplätze und ganz andere Orte.

In der zweiten Staffel der Kapellengespräche „mit dir, für dich, bei dir“ besucht Angelika Witczak diese Seelsorgenden, begleitet sie bei ihrer Arbeit und spricht mit ihnen im Podcast.

Diese Staffel kann man sich nicht nur anhören auf Soundcloud, Spotify und in der Audiothek. Die Gespräche sind auch als Video auf Youtube zu sehen.

Alle zwei Wochen mittwochs morgens kommt eine neue Folge mit einem neuen Erlebnis aus einem anderen Bereich der Kategorial Seelsorge raus.

Von der Kirchensteuer finanziert

In der Seelsorge bei Menschen mit Behinderung arbeiten etwa 20 Seelsorgende in der Diözese Rottenburg-Stuttgart.

Sie gehören zu den über 400 Seelsorgenden der Kategorialseelsorge, die mit Kirchensteuergeldern finanziert werden. Als zusätzliches Budget stehen der Kategorialseelsorge etwa 300.000 Euro pro Jahr zur Verfügung. Bei 100 Euro Kirchensteuer wird etwa ein Euro für die Lebensbegleitung für besondere Situationen und Berufe eingesetzt.

Mehr zur Verteilung der Kirchensteuer im Dossier.

Mehr zur Autorin

Aktuelles

zum Thema

Insta-Pfarrer goes TV und Sonja (fast) zum Beichten

Obermarchtal

„Sonja in ...“ heißt eine Reportagereihe der SWR-Landesschau. Auf ihrer Tour durch Obermarchtal trifft Sonja Faber-Schrecklein „Insta-Pfarrer“ Loi.

Markus Waggershauser

Cooler Job am Bodensee

Langenargen

Ein Team des Bayerischen Rundfunks begleitet Tourismusseelsorger Matthias Fahrner zwei Tage bei seiner Arbeit und sendet den Beitrag am Mittwoch.

Aktuelles

aus der Diözese Rottenburg-Stuttgart

Angelika Sönnichsen

Frieden wächst, wo Menschen einander begegnen

Rottenburg

Bischof Dr. Klaus Krämer besucht Friedens-, Bildungs- und Klimaprojekte in Burundi. Die Reise zeigt, wie langjährige Partnerschaft Zukunft schafft.

Christine Eberle

Kunst zum Entdecken und Nachdenken

Ellwangen (Jagst)

Eine Ausstellung mit Werken von Judith Wettemann-Ebert knüpft an die Themen der Landesgartenschau und besonders an die dortige Blumenschau an.

Markus Waggershauser

Im Storchengang durchs kalte Wasser

Jordanbad

Wassertreten im Kneippbecken ist gut für die Gesundheit und erfrischt im Biberacher Jordanbad und anderswo Körper und Seele - nicht nur im Sommer.

Constanze Stark

Eine Kirche mit außergewöhnlicher Geschichte

Hechingen

Eine alte Legende erzählt, dass Engel die Wallfahrtskirche über Nacht an ihren heutigen Ort getragen haben. Doch was steckt dahinter?

Markus Waggershauser

Friedensglocken verbinden Deutsche und Tschechen

Aichtal

Gegenbesuch von Pilgern aus Grötzingen und Lustnau in Pìst‘ stärkt die freundschaftlichen Beziehungen zwischen den Gemeinden der beiden Länder.