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Dorothee Golm ist neue Vorsitzende

Bei der Delegiertenversammlung verabschiedete sich außerdem KDFB-Geschäftsführerin Mechthild Driessen vom Frauenbund.

Bad Cannstatt

Dorothee Golm. Privatbild

Mehr als 50 Delegierte aus Bezirken und Zweigvereinen des 6.500 Mitgliedsfrauen zählenden Diözesanverbands wählten am 24. Juni in Stuttgart die 56-jährige Schrambergerin Dorothee Golm mit überwältigender Mehrheit zur Vorsitzenden. Die Neuwahl der Vorsitzenden war nötig geworden, weil die bisherige Amtsinhaberin Stefanie Rößler vor einigen Monaten aus persönlichen Gründen zurückgetreten war. Als Beisitzerin wurde Liz Deutz aus Stuttgart in den Vorstand nachgewählt. Die 67-Jährige war vor ihrem Ruhestand als Referentin und Geschäftsführerin des Caritas-Fachverbands "Zukunft Familie" tätig.

 

Uns einen letztendlich der Glaube und die christlichen Werte, nicht die gute oder die schlechte Tradition.
Dorothee Golm

 

Dorothee Golm, Mitarbeiterin der Dekanatsgeschäftsstelle Rottweil, ist seit vielen Jahren Mitglied im Katholischen Frauenbund und arbeitete schon im aktuellen Vorstandsteam als Beisitzerin mit. Die neue Vorsitzende betonte, dass der KDFB auch künftig "in der Kirche unbequem, aber auch auf Augenhöhe mit Verantwortlichen sein möchte". Im Verband selbst solle Platz sein sowohl für den Einsatz für Veränderungen in der Kirche, wie etwa durch die Initiative "Maria 2.0", aber auch für vertraute kirchliche Rituale. Denn: "Uns einen letztendlich der Glaube und die christlichen Werte, nicht die gute oder die schlechte Tradition."

Schwerpunkte der Verbandsarbeit in den kommenden Jahren seien Themen aus dem sozialen Bereich, wie etwa die  Lebenssituation von Familien, die Herausforderungen bei der Pflege von Angehörigen und auch Fragen rund um Lohn- und Rentengerechtigkeit. Wichtig ist Dorothee Golm aber auch, dass der KDFB mit seiner Arbeit und seinen Angeboten Verantwortung für die Schöpfung trägt.

Driessen blickt zurück auf eine erfüllte Zeit mit starken Frauen

Die Delegiertenversammlung im Kursaal Stuttgart-Bad Cannstatt, bei der auch der Arbeitsbericht und Satzungsänderungen auf der Tagesordnung standen, war neben freudiger Aufbruchstimmung aber auch von Wehmut geprägt. In einem bewegenden Festakt wurde die langjährige KDFB-Geschäftsführerin Mechthild Driessen verabschiedet. Die 65-Jährige geht nach mehr als 36 Jahren Tätigkeit für den diözesanen Frauenbund in den Ruhestand.

Karin Schieszl-Rathgeb, Leiterin der Hauptabteilung XI "Kirche und Gesellschaft" der Diözese Rottenburg-Stuttgart, fand viele wertschätzende Worte für die scheidende Geschäftsführerin, die nach Lehramtsstudium und Referendariat im Jahr 1987 die Stelle beim KDFB in Stuttgart angetreten hatte: "Freundlich, zugewandt und humorvoll sind Sie den Menschen begegnet und haben so Vieles auf den Weg gebracht. Und wenn es nötig war, konnten Sie für die Anliegen der Frauen auch kämpferisch auftreten." Mechthild Driessen, die während ihrer Tätigkeit für den Frauenbund zehn verschiedene Vorstandschaften und acht Vorsitzende erlebt hat, blickte bei ihrem Abschied dankbar zurück "auf eine erfüllte Zeit, in der ich mit vielen tollen, starken Frauen unterwegs sein konnte." Über die Nachfolge von Mechthild Driessen wird in diesen Wochen entschieden.

Der Katholische Deutsche Frauenbund (KDFB) ist ein unabhängiger Frauenverband mit bundesweit 145.000 Mitgliedern. Seit der Gründung 1903 setzt er sich für eine gleichberechtigte Teilhabe von Frauen in Politik, Gesellschaft und Kirche ein.

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