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Drei Könige und die Königin

Königliche Klänge macht Organist Gregor Simon am Dreikönigstag allen Freunden der Holzhey-Orgel in Obermarchtal zum Geschenk.

Obermarchtal

Die Holzhey-Orgel im Münster Obermarchtal ist eines der bedeutendsten Kulturdenkmäler Oberschwabens. Foto: DRS/Jerabek

Die Königin der Instrumente – die Orgel – und der Dreikönigstag: das passt. In einem besonderen Video bringt Gregor Simon an der berühmten Orgel weihnachtliche Klänge zum Hochfest der Erscheinung des Herrn zu Gehör. In dem 16-minütigen Beitrag erklingen unter anderem „A la venue de Noël" und „Noël provençal“ von Michel Corrette. Der französische Komponist übertrug im späten 18. Jahrhundert volkstümliche Weihnachtslieder in kunstvolle Variationswerke für Orgel. „Noël provençal“ erinnert etwas an das pastorale Musizieren der Renaissance.

Der deutschen Orgelromantik entstammt „Das heilige Weihnachtsfest“ von Arnold Joseph Monar. Außerdem erklingt „Gelobet seist du, Jesu Christ“ von Johann Michael Bach. Den Abschluss bilden (fast) zeitgenössische Bearbeitungen von „Wie schön leuchtet der Morgenstern“ von Flor Peeters (1903-1986) und von Gregor Simon.

Unvergleichlich schön

Transparent und markant, charaktervoll und charmant, raffiniert in den farblichen und dynamischen Abstufungen – so beschreiben Fachleute die Hauptorgel im Münster Obermarchtal. Sie gilt als ein Meisterwerk von Johann Nepomuk Holzhey (1741-1809), der zusammen mit Joseph Gabler und Karl Joseph Riepp zu den berühmtesten Orgelbauern Süddeutschlands des 18. Jahrhunderts zählt. Holzheys Zeitgenossen lobten besonders die Zungen und die Flötenwerke dieses „unvergleichlich schönen“ Instruments.

Um das Licht, um den Stern, dem die Könige gefolgt sind und der auch die Menschen heute in die Gemeinschaft mit Gott führen will, geht es in einem kurzen Impuls von Gianfranco Loi, Pfarrer der Seelsorgeeinheit Marchtal, der zwischen den Orgelwerken zu hören ist.

INFO

Das Video ist unter folgendem Link auf Youtube abrufbar:

https://youtu.be/waf3HKoqLQs

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