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Echte Segensorte

Exkursion der diözesanen Gremien im Bereich „Familienzentrum“ führt nach Ludwigsburg.

Ludwigsburg (Württemberg)
Exkursion führt zu Familienzentren in Ludwigsburg. Bild: Anke Heim

Die Teilnehmenden der Exkursion nach Ludwigsburg. Bild: Anke Heim

Im Kinder- und Familienzentrum Sonnenhaus. Bild: Manuela Bittner

Vor der Sozialraumkarte im „Sonnenhaus“. Bild: Manuela Bittner

Mitglieder der Diözesankonferenz sowie des Vergabeausschusses „Familienzentren“ machten sich bei einer Exkursion nach Ludwigsburg unlängst ein Bild von der Arbeit der Zentren vor Ort. Mit dem Rottenburger Kindergartenplan hat die Diözese 2008 die Unterstützung der Weiterentwicklung katholischer Kitas zu Familienzentren beschlossen. Nach der Entwicklung einer diözesanen Konzeption und einer Modellphase, werden seit 2017 65 Familienzentren in vier Fördertranchen in der Diözese unterstützt, darunter zehn Einrichtungen, die nun in der vierten Tranche im Oktober 2023 in die Förderung aufgenommen wurden, heißt es in einer Mitteilung des Referats Kindertageseinrichtungen, Familienzentren, Frühkindliche Bildung der Hauptabteilung Schulen im Bischöflichen Ordinariat.

Mit den Familienzentren bieten die kirchlichen Träger einen wohnortnahen, niederschwelligen Ort an, an dem Familien unterstützt und entlastet werden. In immer herausfordernder werdenden Zeiten sind solche Anlauf-, Unterstützungs-, Vernetzungs- und Begegnungspunkte wichtiger denn je. Sie sind Knotenpunkte aus familienunterstützenden Netzwerken, gerade für die, bei den die klassischen Netzwerke nicht oder nur schwer tragen, heißt es in der Mitteilung weiter. In der diözesanen Konzeption seien Familienzentren immer an einer katholischen Kita angesiedelt. Und so würden der Erziehungs-, Betreuungs- und Bildungsauftrag für und mit den Kindern mit Beratungs-, Bildungs- und Begegnungsangeboten für Eltern und Familien unter einem Dach zusammengeführt. „Hier stehen die Familien im Zentrum – und zwar so, wie sie sind, mit dem, was sie brauchen, in ihrer ganzen Vielfalt und Buntheit. Das Angebot richtet sich an alle Familien im jeweiligen Sozialraum.“

Kirche erfülle hier ihren Weltauftrag mitten bei, für und mit den Menschen und leiste damit auf der Grundlage ihrer Botschaft und des christlichen Menschenbilds präventive Familienförderung. Im Sinne der diözesanen Schwerpunkte der Kirchenentwicklung verknüpfe sie in den Familienzentren in ihrem pastoralen und diakonischen Handeln kirchliche Orte und gesellschaftliche Partner, um den Zusammenhalt im Sozialraum zu stärken. Zudem stehe der einzelne Mensch sowie die jeweils konkrete Familie mit ihrem Leben und Glauben im Mittelpunkt des Handelns und neue Formen des Engagements bekämen im Sinne einer partizipativen Kirche Raum und Zeit, sich zu entfalten.

Wie das konkret aussehen kann, davon machte sich die Besuchergruppe in Ludwigsburg ein Bild vor Ort. Die Katholische Gesamtkirchengemeinde Ludwigsburg hat fünf ihrer 13 Kitas in den vergangenen Jahren zu Kinder- und Familienzentren weiterentwickelt, unter anderem mit Unterstützung der diözesanen Förderung. Mit den Träger-Vertreterinnen der Bereichsleitung aus Ludwigsburg und den fünf Leitungen besuchten die Gremienmitglieder drei der Einrichtungen. Es wurde von der täglichen Arbeit, den Heraufforderungen und den Erfolgen berichtet, so etwa im KiFaZ-Sonnenhaus in Neckarweihingen. Dort wurde den Teilnehmenden anhand einer selbstgestalteten Sozialraumkarte, die im Flur für alle zugänglich anzuschauen ist, gezeigt, wie das KiFaZ in den Sozialraum des Ludwigsburger Stadtteils eingebunden und dort vernetzt ist. Ein beeindruckendes Bild ist für die Teilnehmer:innen dadurch entstanden. Ebenso eindrücklich war die Vorstellung des gemeinsamen Frühstücks mit Kindern und Eltern, dass alle Familienzentren inzwischen anbieten. Alle Familien tragen jeweils einen unterschiedlichen Beitrag dazu bei und dies immer in Abstimmung mit der Einrichtung. Ein solches Angebot entlastet zum einen die Familien im morgendlichen Stresstest zuhause und stellt zum anderen sicher, dass auch Kindern aus benachteiligten Familien ein gesundes Frühstück zur Verfügung steht. Außerdem schafft das Angebot die Möglichkeit der Gemeinschaft beim Essen, heißt es in der Mitteilung.

Ganz wichtig an diesem Tag sei es für alle gewesen, dass die Ludwigsburger Familienzentren sehr deutlich zeigen, wie wichtig es ist, dass der Träger hinter dieser Weiterentwicklung steht, den Verantwortlichen den Rücken stärkt, Ressourcen zur Verfügung stellt sowie mit klaren Zuständigkeiten gemeinsam der Weg gegangen wird. Ohne dieses Miteinander von Träger und Einrichtung sei es viel schwieriger, die vielen Herausforderungen gut und mit Freude annehmen und zukunftsweisend gestalten zu können.

Die Gremienmitglieder erlebten an diesem Tag, wie wertvoll das diözesane Engagement in den Familienzentren ist und dass diese echte Segensorte in ihrem Sozialraum sind – in Ludwigsburg wie an vielen anderen Orten in der Diözese.

 

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