Zum Inhalt springen

Ehrenamtliche zur Leitung von Begräbnisfeiern beauftragt

Weihbischof betont bei Beauftragung der Frauen und Männer die Bedeutung von Trost, Hoffnung und persönlichem Glaubenszeugnis im Dienst an Trauernden.

Rottenburg am Neckar
Mehrerer Männer und Frauen stehen im Altarraum einer hellen Kirche nebeneinander. Sie alle freuen sich und lächeln. Einige halten eine Urkunde in den Händen, eine Frau hält einen Blumentrauß. In der Mitte steht ein Priester, der ein Pileolus auf dem Kopf trägt.

Weihbischof Dr. Gerhard Schneider (hintere Reihe, Mitte) gemeinsam mit den künftigen ehrenamtlichen Leiter:innen kirchlicher Bestattungsfeiern (von links): Winfried Kuhn, Ivar Emde, Harry Wolf, Gisela Kröll (hinten), Maria Wolf, Dieter Jansen, Dr. Verena Wodtke-Werner, Michael Günzel, Sabine Gaiselmann und Dr. Clemens Götz. In der hinteren Reihe rechts steht Diakon Stefan Heymann, der an dem Gottesdienst mitwirkte. Bild: Diözese Rottenburg-Stuttgart / Gregor Moser

Weihbischof Dr. Gerhard Schneider beauftragte bei einem Gottesdienst im Dom St. Martin in Rottenburg am Mittwochabend vier Frauen und sechs Männer aus der Diözese Rottenburg-Stuttgart für den künftigen ehrenamtlichen Dienst bei der Leitung von Begräbnisfeiern in der Diözese.

Trost bedeutet Zuversicht weitergeben

In seiner Predigt bezog sich der Weihbischof auf den Beginn der Bergpredigt und hielt fest: „Trost spenden zu dürfen heißt, die Erfahrung weitergeben zu können, dass es gerade in schwierigen Zeiten des Lebens Momente gibt, in denen man sich von einem barmherzigen Gott bedingungslos gehalten weiß.“ Trost bedeute die Zuversicht weiterzugeben, dass mit dem Tod eben nicht alles aus ist, sondern dass er in eine Zukunft mündet, von der wir einerseits überhaupt nicht wissen, wie sie aussieht. „Wir rechnen als Christen aber andererseits damit, dass sie gut sein wird, unendlich gut. Das geben sie von nun an in ihrem Dienst weiter“, hielt Dr. Schneider fest. 

Dank an Ehrenamtliche

Die Männer und Frauen, die künftig ehrenamtlich die Leitung kirchlicher Begräbnisfeiern übernehmen werden, würden damit selbst „ein wertvolles Zeugnis ihres Glaubens“ geben, setzte der Weihbischof hinzu. „Echter Trost entsteht erst, wenn man merkt: Wir Christen werden wirklich von dieser Hoffnung getragen“, sagte Dr. Schneider und dankte den Ehrenamtlichen, dass sie den Trauernden künftig diese Erfahrung weitergeben werden.

Dienst in der katholischen Kirche

Nachdem im Juni 2025 erstmals Ehrenamtliche nach einem Pilotprojekt für den Beerdigungsdienst in der Diözese durch Bischof Dr. Klaus Krämer beauftragt wurden, war dies die zweite Beauftragungsfeier Ehrenamtlicher für diesen Dienst in der katholischen Kirche in Württemberg. 

Frauen und Männer stärken

Pastoralreferentin Sonja Kohr, Referentin für liturgische Fort- und Weiterbildung Ehrenamtlicher in der Hauptabteilung „Liturgie (mit Kunst und Kirchenmusik) und Berufungspastoral“ des Bischöflichen Ordinariats, betonte am Ende des Gottesdienstes wie wichtig es der Diözese sei, Frauen und Männer in ihrem liturgischen Ehrenamt zu stärken und zu stützen. Mit Blick auf die Beauftragten hielt sie fest, dass diese sich in einer halbjährigen Ausbildung, bei der sie in ihren Seelsorgeeinheiten von Mentor:innen begleitet worden waren, in vier Modulen mit den Themenfeldern Theologie, Trauerpastoral, Kommunikation im Trauerfall sowie der Leitung der Liturgie des Begräbnisses qualifiziert hatten. Die Ehrenamtlichen waren von ihren Kirchengemeinderäten und Pastoralteams zur Teilnahme an der Fortbildung vorgeschlagen worden. 

 

 

Mehr zum Autor

Aktuelles

zum Thema

Lea-Theresa Berg

Im Dialog über die Kirche der Zukunft

Rottenburg am Neckar

Rund 1000 Mitarbeitende kommen zu einer Veranstaltungsreihe und nehmen an Workshops, Gesprächsrunden und Gottesdiensten teil.

Zwischen Freiheit und Bestimmung

Grünmettstetten

Im Interview zu seinem 80. Geburtstag blickt der emeritierte Weihbischof Johannes Kreidler dankbar auf seinen bisherigen Lebensweg zurück.

Aktuelles

aus der Region

Über 250 Besucher sind zu Gast bei „Menschen von hier“

Balingen

Veranstaltungsreihe ermöglicht das Gespräch und den Austausch zu Ängsten, Hoffnungen, Werten und darüber, wo der Glaube Halt im eigenen Leben gibt.

Dr. Jens Michael Alt

Urlaubserlebnisse abseits des Mainstreams

Schramberg

Für die anstehende Feriensaison sind in den Feriendörfern des Familienerholungswerks (FEW) der Diözese noch Restplätze verfügbar.

Aktuelles

aus der Diözese Rottenburg-Stuttgart

Michael Habres

Skapulierbruderschaft und Kirchenrenovierung

Tannheim

Wie das „Tannheimer Fest“ mit langer Tradition seinen heutigen Ablauf bekam und was es mit der Martinskirche und der Prozession zu tun hat.

Redaktion Kirche im Privatfunk

Seit 100 Jahren für die Gemeinde da

Stuttgart

In der neuen Ausgabe von Alpha & Omega geht es um das Jubiläum der Gemeindereferent:innen. Seit 100 Jahren sind sie für die Menschen vor Ort da.

Götz Kanzleiter

Kirche im Quartier

Mannheim, Universitätsstadt

Die dritte Quartiersafari der Diözese Rottenburg-Stuttgart führte 52 Teilnehmende nach Mannheim. Dabei ging es auch um die Kirche der Zukunft.

Im Miteinander als Kirche Zukunft gestalten

Schwäbisch Gmünd

Wie bleiben wir lebendige Kirche? Engagierte aus den Dekanaten Göppingen-Geislingen, Heidenheim, Ostalb und Schwäbisch Hall sprachen mit dem Bischof.

Markus Waggershauser

Premiere unter neuem Kirchendach

Schwarzenbach

Die Kirchengemeinde St. Felix und Regula in Schwarzenbach feiert Gottesdienst und Richtfest mit Handwerkern und allen am Kirchenneubau Beteiligten.