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Ein bisschen „We are family“

Was ich den Bischof schon immer mal fragen wollte. Beim Besuch von Dr. Klaus Krämer am Stand der Diözese ist Zeit für Gespräche und fürs Selfiemachen.

Würzburg
Pavel Jerabek

Bischof Dr. Klaus Krämer am Stand der Diözese Rottenburg-Stuttgart während des 104. Katholikentags in Würzburg. Viele Besucherinnen und Besucher wie hier Kristiana Schwarz nutzten die Gelegenheit für ein kurzes Gespräch. Foto: Diözese Rottenburg-Stuttgart / Pavel Jerabek

Wie geht es weiter mit den Pilgerwegen in der Diözese, will Alex Schwab aus Kornwestheim wissen. Als Mitglied der Martinusgemeinschaft liegt ihm der Martinusweg besonders am Herzen. „Der Martinusweg hat sich gut entwickelt und dank dem Engagement so vieler Ehrenamtlicher bin ich mir sicher, dass er auch belebt bleibt“, sagt Bischof Krämer. Und hofft, die eine oder andere Etappe bald selbst in Angriff zu nehmen. Fürs Foto hält Schwab seine Jutetasche vor die Kamera – ein bisschen Werbung kann ja nicht schaden.

Einfach Hallo sagen am Stand der Diözese

Kristiana Schwarz will einfach nur Hallo sagen. Vor ein paar Jahren hat die Theologin aus Trier eine Vorlesung von Krämer an der Philosophisch-Theologischen Hochschule Vallendarbesucht, an der sich der frühere „missio“-Präsident einst im Fach Dogmatik und Missionswissenschaften habilitierte. „Wir durften jede Frage stellen“, erinnert sie sich dankbar an diese Lehrveranstaltung, die wegen Corona freilich nur online war. Heute kann sie ihrem damaligen „Prof“ die Hand geben.

Manchmal ist die große Welt ganz klein, und wenn der Katholikentagsstand der Diözese Rottenburg-Stuttgart eine Jukebox (Musikbox) wäre, würde heute wahrscheinlich oft das Lied „Hello again“ gespielt werden. Lijun Wang, die aus China stammt, kennt Bischof Krämer vom China-Zentrum, zu dessen Mitgliedern die Diözese Rottenburg-Stuttgart und weitere Bistümer sowie katholische Hilfswerke und Orden zählen. Lijun Wang ist Gemeindereferentin im Erzbistum Freiburg, aber für einen kurzen Gedankenaustausch kommt sie gerne an den Stand der Nachbardiözese.

Viele Besucher und viele Fragen

Für viele Katholikentags-Teilnehmerinnen und -teilnehmer aus allen Teilen Württembergs ist der Besuch „unseres Stands“ natürlich Pflicht: Trotz des quirligen Treibens auf der Kirchenmeile ist Zeit für einen herzlichen Händedruck, ein kurzes Gespräch, ein Selfie mit dem Bischof. Es ist ein bisschen wie ein großes Familientreffen. Manche Besucherinnen und Besucher haben konkrete Fragen und Sorgen mitgebracht: Finde ich in Wohnortnähe noch einen Seelsorger oder eine Seelsorgerin, wenn die Kirchengemeinden künftig sehr viel größer sein werden, will eine Frau aus Tamm wissen. Wie geht es weiter mit den Kindergärten in katholischer Trägerschaft, sorgt sich eine Besucherin aus dem Raum Stuttgart. Bischof Klaus Krämer hört zu, erklärt, verspricht, die Anliegen in die Beratungen zur Zukunft unserer Diözese mitzunehmen. Und immer wieder gibt es Momente, in denen die Jukebox spielen würde: „We are family“.

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